Schüleraustausch

Der Englandaustausch der AMS mit der Dame-Alice-Owens-School in Viernheims Partnerstadt Potters Bar hat eine lange Tradition. Jedes Jahr haben Schülerinnen und Schüler beider Schulen die Gelegenheit, eine Woche bei ihren Partnern zu verbringen und ihren Partnern eine Woche lang einen Einblick in das eigene Schul-, Familien- und Freizeitleben zu ermöglichen.

Neben einem Schultag an der jeweiligen Schule sind Ausflüge in die nähere Umgebung Teil des Programms. Hierbei profitieren die deutschen Schüler von der günstigen Lage Potters Bars im Großraum London, so dass sich die Gelegenheit bietet, die englische Hauptstadt zu erkunden. Je nach Jahreszeit drehen wir eine Runde mit dem London Eye, machen eine Bootsfahrt auf der Themse oder besuchen eines der zahlreichen Museen. Oft geht ein Ausflug auch nach Cambridge, einer der zwei berühmtesten Universitätsstädte Englands.

Diese touristischen Höhepunkte sind ein Teil eines unvergesslichen Austauschs, ein mindestens genauso wichtiger Schwerpunkt ist die Familenanbindung und das Eintauchen in den englischen Alltag. Hierbei machen die Schülerinnen und Schüler positive Erfahrungen mit der Fremdsprache und blicken hinter Türen, die normalerweise verschlossen bleiben.

Eine weitere Möglichkeit, in die englischsprachige Lebenswelt einzutauchen, bietet das Austauschprogramm Work Exchange. Es wird in der Jahrgangsstufe 11 für interessierte Jugendliche am Ende des ersten Schulhalbjahres angeboten. Schüler und Schülerinnen können in Zusammenarbeit mit unserer Partnerstadt Potters Bar und mit unserer Partnerschule Dame Alice Owen’s School in England während eines zehntägigen Aufenthaltes ein einwöchiges Berufspraktikum absolvieren. Dabei werden die deutschen Schülerinnen und Schüler von privaten Gastfamilien untergebracht - die beteiligten deutschen Familien nehmen ihrerseits eine englische Schülerin bzw. einen Schüler auf.

Die Reise nach England wird von einem betreuenden Lehrer der AMS organisiert, allerdings nicht persönlich begleitet. In England werden die deutschen Schülerinnen und Schüler von einem englischen Kollegen am Flughafen in London abgeholt, nach Potters Bar gebracht und für den Zeitraum ihres Aufenthalts betreut. Nachdem sie einen Tag ihre englischen Austauschpartner in der Schule begleitet und das Wochenende ein näheres Kennenlernen eröffnet hat, folgt das Praktikum in der Folgewoche.

Die Praktikumsplätze werden von den englischen Austauschpartnern/-innen organisiert. Dabei sollen die deutschen Teilnehmer/-innen des Programms – im gegebenen gesetzlichen Rahmen – die Arbeitswelt in England möglichst authentisch kennenlernen.

Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Arbeitsstätten ist die Möglichkeit, intensiv mit englischen Muttersprachlern kommunizieren zu können. Ferner wird darauf geachtet, dass die Schülerinnen und Schüler keinen nennenswerten Gefahren ausgesetzt sind. Ein Großteil von ihnen sammeln Arbeitserfahrungen in Kindergärten, Grundschulen und Hotels, während andere Praktikanten auch im Verkauf (Modeläden, Bäckerei usw.) arbeiten.

Einen wesentlichen Bestandteil beim Erlernen der französischen Sprache bildet der Schüleraustausch. Seit Jahrzehnten gelingt es der Albertus-Magnus-Schule, für Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 8 eine einwöchige Austauschfahrt anzubieten. Dabei wird der Schüleraustausch in den Jahrgängen 6 und 7 im Unterricht thematisiert und vorbereitet. Während in den vergangenen Jahren die Fahrten nach Nantes gingen, soll zukünftig der Austausch mit einer Schule der Viernheimer Partnerstadt Franconville durchgeführt werden. Hierbei können die Jugendlichen ihre bislang erworbenen Kompetenzen in allen vier Teilbereichen (Hören, Sprechen, Schreiben, Lesen) in der direkten Begegnung anwenden und erweitern. Unsere Schülerinnen und Schüler tauchen für eine Woche in die Lebenswelt der französischen Austauschpartner ein und nehmen wiederum ein paar Wochen später eine junge Französin oder einen jungen Franzosen in ihrer Familie auf. Interkulturelles Lernen ist hierbei zentral und zielt auf eine verstärkte Öffnung hin zur anderen Kultur, es lässt den eigenen Horizont erweitern und fördert das Verständnis für ein europäisches Miteinander. Unsere Achtklässler erfahren während der Begegnungen beispielsweise, wie der Alltag und die Freizeitgestaltung einer französischsprachigen Familie aussieht, welche Essgewohnheiten sie haben oder wie sich ein Tagesablauf in einer französischen Schule gestaltet. Überdies lernen sie die Stadt, in der der Austausch stattfindet, sowie ihre Umgebung über Stadtrallyes oder Ausflüge vor Ort näher kennen. Da Franconville nur etwa dreißig Minuten von Paris entfernt ist, werden darüber hinaus Ausflüge in die Hauptstadt unseres Nachbarlandes unternommen.

Eine weitere Möglichkeit, in die Lebenswelt der Franzosen einzutauchen, bietet das Berufspraktikum Echange Stage Professionnel. Es wird in der Jahrgangsstufe 11 für interessierte Jugendliche am Ende des ersten Schulhalbjahres angeboten. Schüler und Schülerinnen können in Zusammenarbeit mit unserer Partnerstadt Franconville während eines zehntägigen Aufenthaltes ein einwöchiges Berufspraktikum absolvieren. In der Regel leben die Jugendlichen in der Familie eines bzw. einer etwa gleichaltrigen Schülers/Schülerin einer dortigen Schule (meist ein lycée). Die Verantwortlichen der Stadt Franconville sowie die verantwortlichen Lehrkräfte ermöglichen einen Einblick in die Berufswelt vor allem städtischer Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Sporteinrichtungen etc.). Die deutschen Jugendlichen fahren hierbei selbständig, ohne Begleitung einer Lehrkraft, mit der Bahn nach Franconville, wo sie von Verantwortlichen der Stadt und der Austauschfamilie empfangen werden. Nachdem sie einen Tag den/die jungen Franzosen/junge Französin in der Schule begleitet und das Wochenende ein näheres Kennenlernen eröffnet hat, folgt das Praktikum in der Folgewoche.

Die Albertus-Magnus-Schule pflegt seit 25 Jahren den Austausch mit einer russischen Partnerschule in Tambov, dem Lyzeum Nr.29. Die teilnehmenden Schüler können dabei nicht nur die im Russischunterricht erworbenen Kenntnisse umsetzen, sondern lernen auch vor Ort und in den Gastfamilien russische Sitten und Traditionen kennen. Moskau, Tambov und Sankt-Petersburg sind die Städte, mit denen die deutschen Schüler in Kontakt kommen. Es sind sehr intensive 11 Tage, die unsere Schüler in Russland erleben. Bei der Anreise stehen Roter Platz, Kreml, Arbat, Basilius- und Christ-Erlöser Kathedrale in Moskau auf dem Programm. In Tambov, dem eigentlichen Ziel und Schwerpunkt unseres Austausches, bieten sich vielfältige Gelegenheiten, sowohl am Schul- als auch am Familienalltag teilzunehmen; auch außerschulische Aktivitäten, wie z.B. ein gemeinsames Picknick mit den gastgebenden Schülern und ihren Eltern und Ausflüge – fester Programmpunkt ist beispielsweise ein Besuch des Landguts von Rachmaninov –, kommen nicht zu kurz. Von besonderem Vorteil ist, dass der Austausch gewissermaßen von engagierten Unterstützern in einem 'Deutsch-Netzwerk' profitieren kann, die sowohl unserer Partnerschule mit ihrem Deutsch-Profil als auch der Goethe-Gesellschaft in Wetzlar und der Tambover Universität verbunden sind. Die letzten Tage verbringen wir in St.Petersburg, wo wir die Peter-Paul-Festung, die Eremitage, den Katharinenpalast mit dem Bernsteinzimmer, die Blutskirche sowie die Kasaner und Isaakskathedrale in Augenschein nehmen. Die Schüler lernen auf diese Weise unterschiedliche Seiten Russlands kennen und werden in die Lage versetzt, Maßstäbe zur Beurteilung dieses Landes und seiner Menschen zu entwickeln und eigene Vorstellungen zu überprüfen. Wie die Erfahrung zeigt, verstärkt diese Reise bei den Schülern sowohl die Motivation, die russische Sprache zu lernen, als auch das Interesse an russischer Kultur und Geschichte sowie an den Menschen in ihrem alltäglichen Leben.