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Mittwoch, 12.12. 2018

Schulprogamm

Das Schulprogramm gibt Ihnen u.a. einen detaillierten Einblick in die Arbeit an unserer Schule, deren aktueller Situation und den von uns gesteckten Zielen sowie unserem kompetenzorientierten Ansatz. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Vorwort

"Bemüht euch nicht, reine Verstandesmenschen zu sein, sondern trachtet danach, gute Menschen zu werden."

Albertus Magnus, ca. 1193 - 1280,
Bischof, Theologe, Philosoph und Naturforscher

Im Schulprogramm von 2008 konnten Sie lesen, dass unsere Schule auf dem Weg ist. Das neue Schulpro­gramm ist dabei eine Richtschnur, zeigt auf, wo wir stehen und wohin wir uns bewegen. Aus diesem Grund  haben wir den Gedanken der Zielformulierung in der Neubearbeitung breiten Raum gegeben. Das Konzept hat sich verändert. Wir beschreiben zum einen, wie sich unsere Schule im Moment darstellt, was uns an pädagogischen Leitideen wichtig ist, was wir anbieten. Darauf aufbauend formulieren wir zum anderen Entwicklungsziele, die wir in den kommenden drei Jahren erreichen möchten. Alle Gruppen der Schulgemeinde haben sich gemeinsam auf diese Ziele verständigt. Wir wollen sie erreichen, um die Qualität unserer Schule stetig zu verbessern. Lern­bedingungen sollen optimiert, das Profil akzentuiert, die Beteiligung aller gestärkt, die Vielfalt gesichert werden.

Als Schule in kirchlicher Trägerschaft wissen wir uns dem christlichen Erziehungsauftrag ver­pflichtet. Wir wollen den Anspruch auf eine umfassende Bildung bewahren und nachdrücklich dagegen eintreten, sie durch Anpassung zu reduzieren. Gerade die Diskussion über kompetenz­orientierten Unterricht hat in den vergangenen Jahren die Frage aufgeworfen, ob nicht die Inhalte den Kompetenzen geopfert werden. Dies zu vermeiden sind wir aufgerufen. Es geht uns bei Kompetenzorientierung um die Verbindung von Wissen, Können und Wollen. Das Neue dabei ist der didaktische Perspektivenwechsel vom Lehren des Lehrers zum Lernen des Schülers. Kinder und Jugendliche sind zu gemeinsamen Zielen unterwegs: auf vielfältigen Wegen mit vielfältigen Menschen an vielfältigen Orten zu vielfältigen Zeiten mit vielfältigen Materialien in vielfältigen Schritten mit vielfältigen Ideen und in vielfältigen Rhythmen. Dieser Herausforderung stellen wir uns mit unserem Schulprogramm.

Bei der Erstellung der Texte waren die unterschiedlichen Gruppen der Schulgemeinde beteiligt. Die entstandene Vielfalt gibt dies wieder und ist gewollt. Wir sind dankbar für Rückmeldungen im Sinne der wachsenden Feedbackkultur und freuen uns über weitere Anregungen.

Viernheim, im Juni 2012

1. Selbstverständnis der Schule

Wir haben unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Individualität und Einzigartigkeit im Blick. Sie zu stärken und ihnen Lebenschancen zu eröffnen, ist unser Ziel. Unsere pädagogische Leitvor­stellung ist die Verbindung von solider Wissensvermittlung und christlicher Werteerziehung. Was wir in unserer Schule tun, geschieht in Verantwortung vor Gott.

Das vielfältige und ganzheitliche Bildungsangebot der Albertus-Magnus-Schule ermöglicht es unseren Schülerinnen und Schülern, ihre besonderen Anlagen und Neigungen zu erkennen und gezielt zu fördern. Selbstentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung eröffnen nachhaltig Lebens­perspektiven und -chancen. Wir möchten die jungen Menschen für die Zukunft und für den Dienst an ihren Mitmenschen, an der Welt und am Reich Gottes stärken.

Christliche Bildung zielt auf den Menschen in seiner Ganzheit. Seine von Gott gegebene Freiheit bedarf einer Orientierung an christlichen Werten. Diese Werte dialogisch zu vermitteln, zeitgemäß zu artikulieren und ein an ihnen ausgerichtetes Leben anzustreben, ist Aufgabe aller Mitglieder unserer Schulgemeinschaft. Es geht uns um Werte wie Nächstenliebe, Solidarität, Gerechtigkeit, Eigenverantwortung und Toleranz. Die Albertus-Magnus-Schule bietet einen Lebensraum, in dem Leben und Lernen, das Handeln der beteiligten Personen und Gruppen sich an diesen gemeinsam geteilten Werten ausrichten.

Zu einer ganzheitlichen, an christlichen Werten orientierten Erziehung gehört unverzichtbar, Leben aus dem christlichen Glauben heraus zu deuten und erfahrbar zu machen. Gleichzeitig gehören Toleranz und Respekt vor anderen Religionen zu den Grundprinzipien unserer Schule. Die gemein­same Orientierung am Evangelium und an der katholischen Glaubenstradition erleichtert die Bil­dung einer Erziehungsgemeinschaft, in der jeder Einzelne sich als Glied der Gemeinschaft ver­stehen soll. Der konfessionelle Charakter unserer Schule bedeutet nicht geistige Enge und Abgren­zung. Kardinal Lehmann führt aus, dass „das christliche Ethos ... kein Gruppenethos ist für einen beschränkten Adressatenkreis. Das Kennzeichen einer christlichen Ethik ist nicht ihre Exklusivität, sondern ihre Kommunikabilität“.

Werte vermitteln, Lebenschancen eröffnen, den jungen Menschen stärken, diesen Grundsätzen ist die Albertus-Magnus-Schule verpflichtet.

2. Das Schulprofil

Die Albertus-Magnus-Schule wurde 1945 als Bischöflich-Städtisches Gymnasium gegründet. Das Anliegen der Gründergeneration, in einer damals überwiegend katholisch geprägten Region eine „Bischöfliche Rektoratsschule“ zu gründen, ist heute noch erkennbar: Damit „unsere Jungen nicht in Konvikte nach auswärts“ gehen müssen, sondern vor Ort im Rahmen der Familie eine gym­nasiale Bildung erhalten können.

Damals wie heute nehmen wir alle Schüler auf, die die allgemeinen Voraussetzungen für den Besuch höherer Schulen erfüllen, auch nachdem die Schule im Jahr 2006 in die alleinige Trägerschaft der Diözese Mainz übergegangen ist. Und damals wie heute gehört das altsprachliche Profil mit Latein und Griechisch unverrückbar zur Albertus-Magnus-Schule. Was jedoch den katholischen Charakter unserer Schule im 21. Jahrhundert ausmacht, gilt es immer wieder neu zu bestimmen.

2.1. Christliches Profil

Unser Schulleben verändert sich und mit ihm verändern sich die Herausforderungen für eine christliche Schulgemeinde. Im Kontext des achtjährigen Gymnasium und im Hinblick auf Ganztagsangebote wird Schule immer mehr von einem bloßen Lern- zu einem Lebensraum.  Umso wichtiger ist es, dass es in ihr Zeiten und Orte zum Innehalten und Aussprechen gibt. Wir sehen in diesem Sinn die Aufgabe der Schulseelsorge darin, als Ansprechpartner und Berater zur Verfügung zu stehen, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern zu begleiten und zu unterstützen und bei Projekten und Gottesdiensten im Alltag spürbar werden zu lassen, dass Gott uns annimmt und wir dadurch Gelas­senheit erlangen.

Durch diesen ganzheitlichen Dienst am Menschen in der Synthese von Glaube und Leben versuchen wir, der zentralen Aufgabe der Kirche gerecht zu werden, nämlich die Menschen zur Gemeinschaft mit Gott und untereinander zu ermutigen, wie es auch die Präambel der Grundordnung für katholische Schulen in freier Trägerschaft im Lande Hessen vorsieht.

Wichtig ist uns die persönliche Begleitung aller Mitglieder der Schulgemeinschaft. Jeder Mensch ist einzigartig und wertvoll! Wer Rat, Trost oder praktische Hilfe sucht oder einfach über „Gott und die Welt“ reden will, findet besonders bei dem Seelsorgeteam Ansprechpartner. Diese unterstützen und moderieren Gruppen oder Klassen in schwierigen Situationen und beraten und begleiten Einzelne. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Präsenz und wöchentlichen Sprechstunden unserer Schul­psychologin.

Mit den regelmäßigen katholischen, evangelischen und ökumenischen Gottesdiensten, die wir in den Klassen bzw. mit der ganzen Schulgemeinschaft feiern, geben wir Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, mit der religiösen Praxis und Tradition unserer Kirchen vertraut zu werden. Innerhalb des Schulalltags bieten die Gottesdienste Räume zum Innehalten und Atemholen. Sie unterbrechen und verlangsamen den Alltag. Dazu trägt auch die musikalische Gestaltung der Gottesdienste durch die Sacro-Pop-Band bei. Zu besonderen Festen und Zeiten des Kirchenjahres, z.B. im Advent, werden regelmäßig weitere Aktionen durchgeführt: Meditationsangebote, Gottesdienste, Email-Aktionen usw. Rund um das Abitur bemühen wir uns um Begleitung und Ent-Spannung der Prüflinge.

Die vielfältigen pädagogischen und spirituellen Angebote der Schulseelsorge reichen vom „Albertus-Magnus-Tag“, einem Projekttag für die neue Jahrgangsstufe 5, über die Reflexionstage der  Jahrgangs­stufe 10 bis zu der jedes Jahr stattfindenden „Auszeit“ für Oberstufenschüler, Lehrer und Ehemalige. Um wichtige Werte wie Respekt und Hilfsbereitschaft zu fördern, versuchen wir, mit unseren Angeboten in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler präsent zu sein, z.B. mit Aktionen zugunsten unseres Sozialprojekts in Südafrika oder dem Fairplay-Pokal. Eine wichtige Rolle spielt dabei die ökumenisch arbeitende J-GCL, eine an der Schule wirkende christliche Jugendgruppe, in der die Schülerinnen und Schüler Zugehörigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten finden und lernen, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Unter den Angeboten für die Eltern sind die pädago­gischen Elternabende hervorzuheben, die von Schulseelsorge und Schulpsychologin durchgeführt wer­den.

Hinter allen Angeboten der Schulseelsorge steht die Frage: Was tut uns und den anderen gut? In diesem Sinn möchten wir zum persönlichen Wachstum, zur Sinnfindung und zur religiösen Ent­scheidungsfähigkeit aller Einzelnen sowie zu einem guten und liebevollen Miteinander in der Ge­mein­schaft beitragen.

Mit der Ernennung eines neuen Schulpfarrers im Sommer 2009, der zugleich als Pfarrer in der Pfarrgruppe St. Hildegard und St. Michael arbeitet, hat das Bistum Mainz einen Projektversuch ge­startet: Inwieweit können Gemeinden mit einer Schule zusammenarbeiten, kooperieren und Synergie-Effekte erzielen? Die Schulseelsorger sind damit auch Mitglied im Pastoralteam der Pfarr­gruppe. Der Seelsorgerat der Gemeinden beschäftigt sich seinerseits mit Themen der Schule. Dieses Pilotprojekt hat sich bewährt. Hier sind die Kooperationen im spirituellen Bereich (Gemeinde­gottes­dienste in der Schule, Fronleichnam, Ökumenischer Jugendkreuzweg), im sozialen Bereich (gemein­sames Projekt in Masipumelele) und in Bezug auf schulische und gemeindliche Jugendfahrten (Re­flexionstage, gemeinsame Fahrt nach Taizé) zu nennen.

2.2. Altsprachliches Profil und Sprachenfolge

Als altsprachliches Gymnasium weiß sich unsere Schule sowohl den Traditionen der Vermittlung alter Sprachen in zeit- und schülergemäßer Form als auch den europäischen Dimensionen eines modernen Fremdsprachenunterrichts verpflichtet. Dies spiegelt sich nicht nur im Angebot der alten und neuen Fremdsprachen wider, die an unserer Schule gelernt werden können, sondern auch in den vielfältigen Aktivitäten, die diesen Sprachunterricht begleiten und ergänzen.

Es zeichnet unsere Schule aus, dass Latein ab der Jahrgangsstufe 5 als erste Fremdsprache gelernt werden kann. Möglich ist ebenso die Anwahl als zweite Fremdsprache ab der Jahrgangsstufe 6. Ein Grund- und Leistungskursangebot in der Oberstufe ist fester Bestandteil des Profils. Ab der Jahrgangsstufe 9 wird das altsprachliche Angebot ergänzt um die Möglichkeit, Altgriechisch im Rahmen des Differenzierungsunterrichts anzuwählen und auf diesem Weg das Graecum zu er­langen.

Erklärtes Ziel des altsprachlichen Unterrichts ist es dabei, im Sinne einer umfassenden Bildungs­arbeit einerseits ein Bewusstsein für die Tragweite antiker Kultur, Literatur und Philosophie zu schaffen und andererseits solide Fertigkeiten im souveränen, bewussten und sensiblen Umgang mit Sprache allgemein - also auch der Muttersprache - zu vermitteln. Dabei wird auf die Zusam­menarbeit mit anderen Fächern Wert gelegt. Das Angebot von Exkursionen, Museumsbesuchen und der Teilnahme an Wettbewerben gehört zum Selbstverständnis der altsprachlichen Fächer.

Verschiedene Sprachenfolgen bestimmen das moderne Fremdsprachenangebot. Englisch ist wählbar ab Jahrgangsstufe 5 und verpflichtend bei Latein als erster Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 6. Französisch ist wählbar als zweite Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 6 und als dritte Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 9. Italienisch und Russisch sind wählbar ab der Einführungsphase.

Moderne Fremdsprachen vermitteln Weltoffenheit. Unser Ziel ist es, den Schülerinnen und Schüler  die Teilnahme am Leben anderer europäischer Kulturen zu ermöglichen. Dies spiegelt sich nicht nur in den unterrichtlichen Inhalten wider, sondern auch in modernen Methoden der Sprachvermittlung.  Langjährige Austauschbeziehungen mit England, Frankreich und Russland bieten hervorragende Möglichkeiten für den Sprachzuwachs und dienen dem Wachsen der Persönlichkeit. Berufspraktika in England und Frankreich, die die Schule in Kooperation mit den Partnerschulen organisiert, sind in der Oberstufe gern genutzte Möglichkeiten, horizonterweiternde Erfahrungen zu machen und die Sprachkenntnisse zu vertiefen. Schülerinnen und Schüler werden unterstützt, wenn sie längerfristige schulische Auslandsaufenthalte planen.

3. Schulgemeinde

Die Werteerziehung, wie sie bereits in den Leitideen vorgestellt wurde, ist ein durchgehendes Anliegen aller am Bildungs- und Erziehungsprozess Beteiligten. Hierbei ist es ein andauerndes Bestreben, dass wir Betroffene zu Beteiligten machen. Nur in der Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern, den Eltern, dem Kollegium, der Schulleitung und dem Träger sowie den Schulaufsichtsbehörden können wir gemeinsam Schule gestalten und Veränderungen voran treiben. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle Gruppen immer wieder neu vergewissern, mit welchem Selbstverständnis sie in diese Arbeit gehen. Je gesicherter der eigene Standpunkt, die zu vertretende Position ist, desto leichter fällt der Dialog, die Auseinandersetzung mit den christlichen Zielen und Inhalten, für die die Albertus-Magnus-Schule steht.

3.1. Schulleitung

Die Schulleitung trägt in Kooperation mit dem Schulträger Sorge dafür, dass sich Kollegium, Eltern und Schülerinnen und Schüler als Erziehungsgemeinschaft verstehen, in der die Beteiligten gemein­sam für ihre Schule verantwortlich sind. Sie entwickelt mit ihnen Visionen einer werte­bezogenen Bil­dung von hoher zeitgemäßer Qualität und ist bestrebt, diese in Verantwortung vor Gott umzusetzen. Sie arbeitet an der Entwicklung und Umsetzung des Schulprogramms aktiv mit. Folgende Aspekte sind ihr dabei wichtig:

  • Die Schulleitung macht Entscheidungen transparent, indem sie beispielsweise Einblick in Grundsätze der Unterrichtsorganisation, Schulhausgestaltung, Schulteilhaushalt gewährt. Eine wichtige Aufgabe ist die zuverlässige Abdeckung von Unterricht.

  • Die Schulleitung regt den Prozess der Qualitätssicherung der schulischen Arbeit an und begleitet ihn, indem sie die Arbeit der Fachkonferenzen ins Ganze integriert, den Austausch über Maßstäbe für guten Unterricht und die Entwicklung von Fachcurricula und Schul­curriculum fördert. Sie setzt Impulse zur Fortbildung der Lehrkräfte.

  • Die Schulleitung achtet und übt Formen der Beteiligung ein. Dazu gehören die Kommuni­kation mit den verschiedenen Gremien und die Berücksichtigung ihrer Beschlüsse.

  • Die Schulleitung nimmt die Lehrkräfte als Individuen mit ihren Stärken und Schwächen ernst und fördert, berät und unterstützt sie in einer Atmosphäre des Vertrauens, der Offenheit und der Verlässlichkeit auf der Grundlage klarer gemeinsamer Werte.

  • Die Schulleitung achtet auf ein positives Schulklima im Sinne einer Kultur des gegen­seitigen Respekts sowie der individuellen Wertschätzung und Anerkennung. Sie unterstützt hervorragende Leistungen durch Lob und Anerkennung, indem Personal­ent­wicklung gezielt gefördert wird. Besonderer Einsatz von Kolleginnen und Kollegen wird hervorgehoben. Das soziale Engagement von Schülerinnen und Schülern wird positiv gewürdigt, Leistungsbeste werden ausgezeichnet.

  • Gemäß den von der Deutschen Bischofskonferenz formulierten Qualitätskriterien für katholische Schulen entscheidet die Schulleitung verantwortungsbewusst über die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern und achtet dabei auf ein möglichst ausgewogenes soziales Gefüge. Unsere Schule ist dabei grundsätzlich offen für alle, die an ihrem Angebot interessiert sind.

  • Ein weiteres Anliegen der Schulleitung ist es, ein vielfältiges Schulleben und die Zusam­menarbeit mit außerschulischen Einrichtungen zu fördern. Sie setzt sich dafür ein, durch verlässliche, qualifizierte Betreuungsangebote und die Pflege und Ausgestaltung des Schul­ge­bäudes und -geländes den Schülerinnen und Schülern einen anregenden Erfahrungs­raum zu bieten. Die Situation der Schülerinnen und Schüler in der modernen Gesellschaft erfährt in der Arbeit der Schulleitung sensible Aufmerksamkeit und bei Bedarf Unter­stützung.

  • Die Schulleitung vertritt die Schule nach außen, indem sie regelmäßig an Sitzungen und Veranstaltungen der Diözese, der Stadt Viernheim und des Staatlichen Schulamts teilnimmt.

3.2. Kollegium, Mitarbeiter und Mitarbeitervertretung

Im Schulleben ist uns als Lehrerinnen und Lehrer die Vermittlung von christlichen Bildungs- und Werteidealen wichtig. Werte bedürfen der Repräsentation durch Vorbilder. Das bedeutet, wir achten neben der Vermittlung von Wissen in unserer Erziehungsarbeit auf ein respektvolles und tolerantes Miteinander. Wir wollen

  • Interesse für und Freude an Bildung und Wissen erhalten und fördern.
  • eine solide Grundbildung vermitteln, damit die Schülerinnen und Schüler in Verantwortung vor Gott und seiner Schöpfung aktiv in unserer Gesellschaft mitwirken, sich kritisch mit ihr auseinandersetzen und Verantwortung für sich und andere übernehmen können.

  • unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, unsere christlich geprägten kulturellen Werte einschließlich der traditionellen Bildungsinhalte kennen zu lernen, zu reflektieren, einzubringen und weiter zu entwickeln.

  • bei der fachlichen Wissensvermittlung die Schülerinnen und Schüler als Menschen im Blick behalten.

  • fachliche Methoden und Sozialformen des Unterrichts weiterentwickeln, mit dem Ziel, die selbständigkeit, Kreativität und Leistungsbereitschaften der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

  • die Persönlichkeitsentwicklung und sozialen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler fördern und stärken.

  • für eine ausgewogene Abstimmung zwischen Leistungsanspruch, Leistungsmessung und Leistungswürdigung sorgen.

  • unsere Schülerinnen und Schüler während ihrer Schullaufbahn sorgfältig und individuell beratend begleiten.

  • mit den Eltern vertrauensvoll zusammenarbeiten.
  • engagiert an der Gestaltung der Schule in den damit befassten Gremien mitarbeiten.

Die Mitarbeitervertretung – MAV

Geistige Grundlage für die Arbeit der MAV ist die Sendung der Kirche und der aus dem Glauben erwachsende Dienst am Nächsten. Rechtliche Grundlage für die Arbeit der MAV ist die Mitarbeiter­vertretungsordnung (MAVO) für das Bistum Mainz.

In der Dienstgemeinschaft des Bistums Mainz, die aus Dienstgeber und Dienstnehmer besteht, nimmt die Mitarbeitervertretung die dem Dienstgeber gleichgestellte Rolle des Dienstnehmers ein. So können Dienstgeber und Dienstnehmer gemeinsam Verantwortung tragen und vertrauens­voll zusammenarbeiten.

Ihrem Auftrag in der Mitarbeitervertretungsordnung für das Bistum Mainz entsprechend nimmt die Mitarbeitervertretung als von den wahlberechtigten Mitarbeitern gewähltes Gremium der Albertus-Magnus-Schule unterschiedliche Aufgaben wahr:

  • Vertretung und Wahrnehmung der Interessen der Kolleginnen und Kollegen, Mit­arbeiterin­nen und Mitarbeiter gegenüber Schulleitung und Dienstgeber.

  • Anregung und Durchsetzung von Maßnahmen, die der Verbesserung der Arbeits­situation der Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Schulge­mein­schaft dienen.

  • Regelmäßige Information der Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mit­arbeiter in einem Infobrief über ihre aktuelle Arbeit.

Mitarbeitervertretung und Schulleitung informieren sich regelmäßig gegenseitig über Ange­legen­heiten, welche die Dienstgemeinschaft betreffen. Hierbei sind wir auch bei Kontroversen bemüht, konstruktiv zu streiten und zu einer Lösung für die Schulgemeinschaft zu kommen.

Schulintern sind Mitglieder der MAV in allen zur Gestaltung der Dienstgemeinschaft maß­geblichen Gremien und Arbeitsgruppen vertreten und nehmen so Einfluss auf die Gestaltung von Schule. Als Beispiele seien hier Schulbeirat, Steuergruppe, Gesundheitsteam und Elternbeirat ge­nannt.

In halbjährlichen Abständen vertreten wir als MAV die Interessen des Kollegiums und der Mit­arbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber dem Dienstgeber in der Sitzung der AG Schulen, in der juristische Beratungen stattfinden und Gespräche mit dem Dezernat, vertreten durch die Dezer­nentin und dem für uns zuständigen Referenten, geführt werden.

Ein Jahresgespräch, in dem wir intensiv über die Belange des Kollegiums und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Vertreterinnen und Vertretern des Dezernats Schulen und Hochschulen  sprechen, vervoll­ständigt den Kontakt zum Dienstgeber. Darüber hinaus nehmen wir an einzelnen Fort­bildungs­veranstaltungen teil, die unsere Arbeit professionalisieren. Daneben kümmert sich die MAV um die Organisation und Durchführung geselliger Veranstaltungen, die der Förderung der kollegialen Gemeinschaft dienen und das Arbeitsklima verbessern sollen.

3.3. Schülerinnen und Schüler, Schülervertretung

Wir, die Schüler und Schülerinnen der Albertus-Magnus-Schule, sehen uns in der Ausbildung zu kritischen, engagierten, kreativen, offenen, frei denkenden, selbst- und verant­wortungs­bewussten Individuen. Zugleich wollen wir eine solide Bildung erwerben, die uns die Realisierung unserer Zukunftsvorstellungen ermöglicht. Da die Institution Schule erst durch uns ihre Daseinsbe­rechti­gung erhält, muss die Schülerschaft an allen Entscheidungsprozes­sen der Schule aktiv teilneh­men, was eine ausgeprägte Kommunikationskultur voraussetzt.

Zu frei denkenden und kritischen Individuen können wir nur heranreifen, wenn uns im Unterricht die Inhalte sachlich korrekt und objektiv vermittelt werden; eine geeignete Basis für das selbständige Treffen von Entscheidungen im Bewusstsein des christlichen Weltbildes soll durch fun­dierte Wissensvermittlung gelegt werden.

Zu engagierten und kreativen Individuen können wir nur heranreifen, wenn uns die aktive Betei­ligung an Entscheidungsprozessen im Schulalltag offen steht, ein großes Angebot von Arbeits­gruppen, Möglichkeiten zur Beteiligung am religiösen Leben sowie sozialen Hilfsprojekten über den Unterricht hinaus zur Verfügung gestellt wird. Dies sind z.B. Teilnahme an Wallfahrten, Sport-AGs, die Umwelt- und Energie-AG und ähnliche Aktivitäten. Die Kreativität und Leistungs­fähig­keit sollten durch eine dem natürlichen Biorhythmus angepasste Rhythmi­sierung unter­stützt wer­den. Weiterhin soll uns die Möglichkeit gegeben werden, das Erlernte auf Fach­exkursionen, Studien- und Klassenfahrten und zahlreichen Schüleraustauschen praktisch zu vertiefen.

Zu offenen Individuen können wir nur heranreifen, wenn uns in unserem schulischen Umfeld Schüler verschiedener Weltanschauungen begegnen, mit denen wir gemeinsam und im Dialog Prob­leme lösen. Weiterhin ist es nötig, dass im Unterricht Meinungen und Aussagen nur an sachlichen Kriterien gemessen und entsprechend gewertet werden dürfen.

Zu selbst- und verantwortungsbewussten Individuen, die sich durch angemessenes Verhalten und Auftreten auszeichnen, können wir nur heranreifen, wenn der Umgang aller Mitglieder der Schulgemeinde von gegenseitigem Respekt, von Rücksichtnahme und Achtung geprägt ist. In einer solchen angstfreien Atmosphäre kann anfängliche Zurückhaltung überwunden und Selbstsicherheit entwickelt werden.

Die Vermittlung einer soliden Bildung, die eine optimale Vorbereitung auf das Landesabitur bietet, setzt einen gut strukturierten, pädagogisch und didaktisch durchdachten Unterricht voraus, wie er nur von qualifizierten Lehrkräften gestaltet werden kann. Der gute Ruf unseres Gymnasiums kann nur aufrechterhalten werden, wenn das bisherige Bildungsniveau durch gute Rahmenbedingungen wie angemessene Klassengrößen, moderne mediale Ausstattung und qualitativ hochwertige Lehrmittel gesichert wird. Dies bringt die Notwendigkeit mit sich, leistungsstarke, dem Fortschritt entsprechende Informationstechnologie einzusetzen. Zusätzlich sollte im Hinblick auf den zu erwartenden globalen Arbeitsmarkt mehr Wert auf eine fundierte fremdsprachliche Ausbildung gelegt werden, was durch ein umfangreiches Angebot an modernen Fremdsprachen gewährleistet werden muss.

Die Verwirklichung dieser Interessen sowie die Umsetzung der dazu nötigen Maßnahmen fällt in den Zuständigkeitsbereich verschiedener schulischer Gremien. Daher gehört es zu wichtigen Aufgaben der Schülervertretung (SV), die Arbeit dieser Gremien konstruktiv und kritisch zu begleiten bzw. engagiert in ihnen mitzuarbeiten. Dabei bietet die SV durch ihre Arbeit vielfältige Möglichkeiten, sich aktiv für Schülerschaft und Schule zu engagieren. Die SV sieht ihre Aufgabe hauptsächlich darin, die gesamte Schülerschaft gegenüber der Eltern­schaft, dem Lehrerkollegium, dem Schulträger, der Schulleitung und der Öffentlichkeit zu vertreten.

Die Schülervertretung vertritt die Schülerschaft in den folgenden Gremien: Im Schulbeirat, in der Gesamtlehrerkonferenz, im Elternbeirat, in Disziplinarkonferenzen, in aktuellen Arbeits­kreisen bzw. Steuergruppen und Fachkonferenzen, in der Kreisschülervertretung und in der Landesvertretung katholischer Schulen in Hessen.

Die Schülervertretung besteht aus dem Schülerrat und dem SV-Vorstand. Der Schülerrat setzt sich aus allen Klassen- und Kurssprechern zusammen. Der SV-Vorstand wird für zwei Jahre vom Schü­lerrat gewählt und setzt sich wie folgt zusammen: Ein Team aus drei Schul­sprechern/innen leitet den Vorstand. Jede Stufe, d.h. Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe, wählt je eine(n) Stufen­sprecher/in und eine(n) stellvertretende(n) Stufen­sprecher/in. Des Weiteren wird der SV-Vorstand von bis zu fünf Beisitzern unterstützt. Kassenwart und Kassen­prüfer, zwei Ver­bindungslehrer sowie Kreis- und Landesdelegierte ge­hören ebenfalls zum Vorstand.

Aktionen und Veranstaltungen außerhalb des Schulalltags tragen wesentlich zur Verbesserung des Klimas unter den Schülerinnen und Schülern bei und werden eigenverantwortlich von der Schüler­vertretung geplant und durchgeführt. So wird zum Beispiel am Anfang eines jeden Schuljahres ein SV-Seminar in Maria Einsiedel veranstaltet, um neuen Mitgliedern den Einstieg in die SV zu erleichtern, sie auf ihre Aufgaben vorzubereiten und mit ihren Rechten und Pflichten vertraut zu machen. Außerdem werden Ideen, Wünsche und eventuelle Problemthemen der Schüler in Klein­gruppen bearbeitet. Am Ende eines jeden Seminars werden die erarbeiteten Ergebnisse einem Mitglied der Schulleitung präsentiert sowie problematische Themen diskutiert. Über Inhalt und Verlauf der Seminare werden die Klassen durch die Klassensprecher/innen informiert.

Da natürlich auch der Spaß im Schulalltag nicht zu kurz kommen soll, organisiert die SV in der Faschingszeit Faschingsbälle für die Unter- und Mittelstufe (Oberstufe), veranstaltet von Zeit zu Zeit Sportturniere für Schülerinnen und Schüler sowie interessierte Lehrerinnen und Lehrer oder gibt z.B. bei der Nikolausaktion im Rahmen einer wohltätigen Aktion Schüler- sowie Lehrerschaft die Möglichkeit, sich gegenseitig zu beschenken. Zudem wird versucht, die gesamte Schülerschaft in soziale Projekte einzubinden.

3.4. Eltern

Eltern und Lehrerkollegium haben einen gemeinsamen Erziehungsauftrag. Elterliches und schu-lisches Erziehungsrecht ergänzen sich und können nur nach dem Grundsatz der gegenseitigen Rücksichtnahme wahrgenommen werden. Eine gute, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus ist Voraussetzung für eine positive, zukunftsorientierte Schulentwicklung.

Für Eltern und Lehrkräfte sind die erzieherischen Herausforderungen in den letzten Jahren aus vielen Gründen deutlich gestiegen. Spannungen, Konflikte und Grenzüberschreitungen, wie sie Teil des Erwachsenwerdens von Kindern und Jugendlichen sind, werden aufgenommen und mit gemeinsamen Maßnahmen begleitet. Ziel ist die Erziehung der Schüler zu mündigen, selbständig denkenden und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten.

Angesichts der Tatsache, dass Schule nicht nur als reines Regelsystem verstanden werden kann, sondern sich einem dialogischen Prinzip verpflichtet weiß, kommt es darauf an, im Gespräch mit allen Betroffenen - Eltern, Schülern und Lehrkräften - gemeinsame Erziehungsziele auf der Basis der Grundordnung für katholische Schulen in freier Trägerschaft im Lande Hessen festzulegen.

Die Eltern bekennen sich zu den grundlegenden Menschen- und Bürgerrechten, die das Grund-gesetz und die Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen als Anspruch formulieren. Diese sind nicht in erster Linie als einklagbare individuelle Rechte zu verstehen, sondern als Pflicht eines Jeden, seinen Mitmenschen diese Rechte einzuräumen und sie zu verteidigen. Die Eltern erwarten eine an den christlichen Grundsätzen und Wertsetzungen orientierte Bildung, die die ethnische, religiöse, weltanschauliche und soziale Vielfalt berücksichtigt.

Die Eltern unterstützen die Schule bei der Erfüllung ihres Lehrauftrages und arbeiten an der Ent-wicklung und Umsetzung des Schulprogramms mit. Sie werden regelmäßig über den aktuellen Stand des klasseninternen und schulischen Geschehens unterrichtet. Die Mitwirkung der Elternschaft ist der Schlüssel für gegenseitiges Verständnis, für Interesse und Einsicht in schulische Abläufe und Inhalte. Elternarbeit entspricht nicht nur dem Gebot einer de-mokratischen Teilhabe an Schule in Verantwortung für das Wohl der anvertrauten Kinder, sie ist darüber hinaus ein Gebot der Herstellung von Offenheit und Transparenz. Deshalb sind die Eltern aufgefordert, sich aktiv an der Gestaltung des Schullebens in den jeweiligen Klassenverbänden und Gremien zu beteiligen, denn nur engagierte Eltern können dazu beitragen, dass die Entwicklung unserer Schule vorangeht.

Elternhaus und Schule müssen eng zusammenarbeiten, damit unsere Kinder in ihrer kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung optimal gefördert werden können.

Klassenelternbeirat

Jede Klasse wählt einen Klassenelternbeirat sowie dessen Stellvertreter für die Dauer von zwei Jahren. Die Eltern eines Schülers haben zusammen nur eine Stimme. Die Tutorengruppen in der Qualifikationsphase wählen für jeweils angefangene 20 Schülerinnen bzw. Schüler eine(n) Jahr­gangsvertreter/in.

Die Amtszeit der Mitglieder der Elternvertretungen beginnt mit ihrer Wahl. Als Mitglied scheidet aus, wer die Wählbarkeit für das jeweilige Amt verliert oder von seinem Amt zurücktritt. Mit­glieder, deren Amtszeit abgelaufen ist, führen ihr Amt bis zur Neuwahl auch dann weiter, wenn sie nicht mehr wählbar sind.

Die Klassenelternschaft wird vom Klassenelternbeirat nach Bedarf, mindestens jedoch einmal in jedem Schulhalbjahr, einberufen. Sie ist einzuberufen, wenn ein Fünftel der Eltern, die Schul­leiterin, der Klassenlehrer oder der Vorsitzende des Schulelternbeirates es unter Angabe der zu beratenden Gegenstände verlangt.

An den Versammlungen der Klassenelternschaft nimmt der Klassenlehrer teil. Den übrigen Lehrkräften der Klasse sowie der Schulleiterin steht die Teilnahme frei. Einmal jährlich sollen sie an einer Sitzung der Klassenelternschaft teilnehmen, auf Antrag eines Viertels der Klassen­eltern­schaft sind sie zur Teilnahme verpflichtet. Der Klassenelternbeirat kann im Einvernehmen mit der Klassenelternschaft weitere Personen einladen. Die Klassenelternschaft kann aus besonderen Gründen allein beraten.

Schulelternbeirat

Der Schulelternbeirat ist das zentrale Gremium für das Mitbestimmungsrecht der Eltern. Er übt es ge­mäß dem Hessischen Schulgesetz sowie den Vorgaben des Kirchlichen Amtsblattes Mainz aus und soll die Schule beraten, sie unterstützen, ihr Anregungen geben und Vorschläge unter­breiten. Der Schulelternbeirat ist bei allen für die Schule wesentlichen Maßnahmen anzuhören, einige Maßnahmen bedürfen des Benehmens mit dem Schulelternbeirat, andere seiner Zustimmung. Die Schulleitung informiert den Schulelternbeirat über alle wesentlichen Angelegenheiten des Schullebens. Das Sitzungsprotokoll der Schulelternbeiratssitzung wird durch die Klasseneltern­beiräte an die Klasseneltern verteilt.

Die gewählten Elternvertreter bilden zusammen den Schulelternbeirat. Dieser wählt aus seiner Mitte für die Dauer von zwei Jahren einen Vorsitzenden, einen Stellvertreter, einen Schriftführer und nach Bedarf weitere Vorstandsmitglieder (Beisitzer). An den Sitzungen des Schulelternbeirates nehmen die Schulleitung sowie Vertreter der Mitarbeiter- und Schülervertretung teil. Vertreter der Schulauf­sichts­behörde bzw. der Schulab­teilung der Diözese können ebenfalls teilnehmen. Der Vorsitzende kann im Einvernehmen mit dem Schulelternbeirat weitere Personen einladen.

Der Schulelternbeirat tagt mindestens einmal pro Schulhalbjahr. Er wird vom Vorsitzenden nach Bedarf einberufen. Der Schulelternbeirat muss einberufen werden, wenn ein Fünftel der Mitglieder oder die Schulleitung es unter Angabe der zu beratenden Gegenstände verlangt. Der Schuleltern­beirat kann aus besonderen Gründen allein beraten. Er kann mit der Beratung über Angele­genheiten, die ausschließlich eine Schulstufe oder einen Schulzweig betreffen, Ausschüsse beauf­tragen, denen die Klassen- oder Jahrgangselternbeiräte der jeweiligen Schulstufe oder des Schul­zweigs ange­hören. Sie wählen aus ihrer Mitte einen Ausschussvorsitzenden und einen Stellvertreter.

Der Schulelternbeirat wählt aus seiner Mitte je einen Vertreter und einen Stellvertreter für die Dauer von zwei Jahren und entsendet sie als Delegierte in den Schulbeirat, den Kreiselternbeirat und den Beirat Katholischer Schulen (Landeselternvertretung).

Konferenzen

Der Vorsitzende und der Stellvertreter des Schulelternbeirates oder vom Schulelternbeirat be­auftragte Personen können an der Gesamtlehrerkonferenz mit beratender Stimme teilnehmen. An den sonstigen Konferenzen der Lehrkräfte (z.B. Fachkonferenzen) mit Ausnahme der Zeugnis­konferenzen und solcher Konferenzen, an denen ausschließlich Per­sonalangelegenheiten der Lehrkräfte behandelt werden, können bis zu drei Beauftragte des Schul­elternbeirats teilnehmen.

Schulbeirat

Die beiden gewählten Delegierten und der Vorsitzende des Schulelternbeirates vertreten die Eltern im Schulbeirat. Der Schulbeirat an katholischen Schulen hat ausschließlich beratende Funktion. Die Mitglieder des Schulbeirates sind an Aufträge und Weisungen nicht gebunden. Sie haben das Recht, zu pädagogischen oder organisatorischen Fragen Initiativen zu ergreifen und diese als Vorschläge zur Beratung in die verschiedenen Gremien einzubringen. Die Entscheidungskompetenzen der Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft bleiben unberührt.

Beirat Katholischer Schulen

Zwei von den Elternvertreter gewählte Delegierte vertreten die Schule im Beirat Katholischer Schulen (Landes­elternvertretung) und üben das Stimmrecht in diesem Gremium aus. Die Landes­elternvertretung hat die Aufgabe, an der Gestaltung des katholischen freien Unterrichtswesens in Hessen mitzuwirken. Die Landesvertretung dient dem Austausch von Erfahrungen; sie fördert die Zusammenarbeit der katholischen Schulen in freier Trägerschaft in Hessen und mit Landes­vertretungen in anderen Bundesländern.

Kreiselternbeirat

Die gewählten Delegierten nehmen das Stimmrecht bei der Wahl des Vertreters der Schulform „Ersatzschulen“ (Schulen in freier Trägerschaft) und der Wahl der Delegierten für die Wahl des Landeselternbeirates (LEB) wahr. Sie nehmen an den öffentlichen Sitzungen des Kreiselternbeirates teil. Der Kreiselternbeirat Bergstraße versteht sich als ein beratendes Gremium, das die Interessen der Eltern auf Kreisebene vertritt und an der Gestaltung der regionalen Schulentwicklung mitwirkt. Er steht im Dialog mit dem Schulträger der staatlichen Schulen und dem Staatlichen Schulamt.

4. Bestandsaufnahme

Um unsere Schule zukunftsorientiert weiter zu entwickeln, ist es notwendig, die Qualität des bestehenden Bildungsangebots zu sichern.

4.1. Gestaltung positiver Lern- und Lebensbedingungen

Da die Schülerinnen und Schüler durch die Einführung des achtjährigen Gymnasiums täglich sehr viel Zeit in der Schule verbringen, müssen die Lern- und Lebensbedingungen, die wir als Schule anbieten, die Jugendlichen motivieren und unterstützen. Dies wollen wir durch unterschiedliche personelle und räumliche Angebote erreichen. Die Schaffung von positiven Rahmenbedingungen bildet eine wesentliche Grundlage dafür, dass sich alle Mitglieder der Schulgemeinde wohlfühlen.

Für eine gute Arbeits- und Lernatmosphäre ist es unverzichtbar, dass die allgemeinen Regeln, die Vernunft, Rücksichtnahme und Höflichkeit im Umgang miteinander erfordern, eingehalten werden. Dies regelt die Ordnung über das Verhalten auf dem Schulgelände und über die Teilnahme am Unterricht sowie die Benutzerordnung des Netzwerkes, die jedem Mitglied der Schulgemeinde übergeben werden. Im Schulvertrag, der mit allen Eltern und Schülerinnen bzw. Schülern, die unsere Schule besuchen, geschlossen wird, ist geregelt, wie die einzelnen Gruppen miteinander handeln sollen, welche Rechte und Pflichten jeder Beteiligte hat. Dies gibt Sicherheit und sorgt für einen geregelten Schulbetrieb.

Als ganztägig arbeitende Schule bieten wir für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I an vier Tagen Unterricht bzw. Betreuung oder Wahlunterricht bis 15.30 Uhr an. Dieses Angebot enthält an allen Tagen mit Ganztagsunterricht ein Mittagessen. Die Teilnahme an diesen Angeboten ist für die Schülerinnen und Schüler außerhalb des Regelunterrichts freiwillig, nach deren Anmeldung durch die Eltern besteht jedoch die Pflicht zur Teilnahme.

Für die Sekundarstufe I ist eine Mittagspause von 50 Minuten vorgesehen. Diese soll den Kindern die Möglichkeit bieten, eine warme Mittagsmahlzeit einzunehmen sowie ihren Bedürfnissen nach Entspannung und Bewegung oder der Erledigung der Hausaufgaben nachzukommen. Hierfür stehen verschiedene Angebote zur Verfügung, die jedes Schuljahr den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern in einem eigenen Informationsheft mitgeteilt werden. Als Aufenthaltsorte für die Mittagspause stehen die Schulbibliothek mit Stillarbeits- und Computerarbeitsplätzen, der Aufent­haltsraum, der Raum der Schulseelsorge, die Kapelle mit einem Ruhebereich, die Turnhalle sowie das Freigelände der Schule zur Verfügung.

Bewegung und Wahrnehmung

Die Neugestaltung des Schulhofes und des Schulhauses wirkt sich äußerst positiv auf den Bereich „Bewegung / Wahrnehmung“ aus. Im Rahmen einer bewegungsfördernden Schulkultur werden die Angebote des Hortus floralis gerne genutzt. Ergänzend finden vielfältige Bewegungsangebote in AGs statt, z.B. Zirkus, Handball, Golf.

Im Rahmen der bewegten Mittagspause bieten die Turnhalle und der Innenhof Möglichkeiten zu spielen, zu jonglieren und mit Wave-Boards zu fahren. Wir wollen den betroffenen Schülerin­nen und Schülern Bewegungsangebote machen, die Freude am Spielen, am Ausprobieren und an kreativer Eigeninitiative fördern. Sie beinhalten zugleich soziale Kompetenzen wie Rücksicht­nahme, Kooperation und Fairness.

Zur individuellen Erholung steht den Schülerinnen und Schülern ein Relaxbereich in der Kapelle zur Verfügung. Der Schulhof bietet vielfältige Sitzgruppen und Entspannungszonen.

Sucht- und Gewaltprävention

Unsere Schule nimmt an dem Projekt „Prävention im Team“ (PIT) des Landes Hessen teil. Wir arbeiten mit der Polizei und der Jugendförderung der Stadt Viernheim zusammen. An fünf Projekttagen wird Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 vermittelt, dass Konflikte gewaltfrei gelöst werden sollen. Am Ende des Projekts steht den Teilnehmern ein großes Repertoire an Wissen und Erfahrungen zur Verfügung, um drohende Auseinandersetzungen schnell zu erkennen und Gewalt schon im Vorfeld zu vermeiden.

Um Schülerinnen und Schüler für Suchtgefahren zu sensibilisieren, bietet unsere Schule in Zusammenarbeit mit der Jugendförderung der Stadt Viernheim, mit „Lions Quest“ und mit der Jugend- und Drogenberatungsstelle PRISMA das Projekt „Erleben macht Schule“ für die Jahrgangsstufe 7 und 8 an. Das Projekt ist mit einer Unterrichtseinheit zum Thema Life-Skills in das Fach Politik und Wirtschaft integriert. Außerhalb der Schule finden zwei Projekttage mit erleb­nispädagogischem Schwerpunkt statt. Die Eltern werden zu Beginn über das Projekt und nach Abschluss von „Erleben macht Schule“ über die Ergebnisse informiert.

Umwelterziehung

Ein wichtiges Erziehungsziel ist für uns, die Schülerinnen und Schüler für die Bewahrung der Schöpfung zu sensibilisieren. Dies findet seinen Ausdruck in der Auszeichnung „Umweltschule“, die wir seit 2001 jährlich erhalten. „Umweltschule - Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ ist eine Auszeichnung, die vom Hessischen Kultusministerium und vom Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz für das besondere Engagement einer Schule im Bereich Umwelterziehung vergeben wird.

Bestandteil dieser „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung” ist die Umwelt-AG mit vielfältigen Projekten zu den Themen Energie, Naturschutz, Ressourcen etc. Auch in Biologie, Chemie, Physik, Erdkunde, Politik und Wirtschaft, evangelischer und katholischer Religion sowie Ethik werden mit unterschiedlichen Schwerpunkten, zum Teil fachübergreifend, ökologische Zusammenhänge ge­lehrt. Folgen der Eingriffe in die Umwelt werden verdeutlicht und Einsicht in die Verantwortung des Einzelnen vermittelt. Sowohl das naturnah gestaltete Schulgelände als auch das Biotop werden innerhalb und außerhalb des Unterrichts genutzt. Außerdem wird durch die Umwelterziehung im Schulalltag mit den Schülerinnen und Schülern nachhaltiges Wirtschaften eingeübt.

Verkehrserziehung

Die Lehrerinnen und Lehrer der Albertus-Magnus-Schule sehen es als ihre Aufgabe an, über Gefahrenquellen auf dem Schulweg aufzuklären. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 können die Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen zum Thema Fahrradsicherheit und richtiges Verhalten im Straßenverkehr Lehrmaterial des Bundesverkehrs­ministeriums anbieten.

Im Physikunterricht der Jahrgangsstufen 7 und 8 werden Aspekte wie „Sehen und gesehen werden“, „Reaktionszeit und Bremsweg“ und „Verletzungsgefahr durch Einwirkung von äußeren Kräften“ thematisiert. Darüber hinaus führen wir gemeinsam mit der Polizei Aufklärungsaktionen durch, bei denen wichtige Aspekte der Verkehrssicherheit (Beleuchtung, Bremsen, Helm usw.) hervorgehoben werden. Ziel ist, ein Bewusstsein für das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu verankern.

Zum Thema Alkohol und Drogen im Straßenverkehr findet für die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase jährlich ein Projekttag in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen statt, u.a. mit der Polizeidirektion Bergstraße und der Jugend- und Drogenberatungsstelle Prisma der AWO.

Lehrergesundheit

Die Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern ist ein wichtiger Teil schulischen Lebens. Dabei wird versucht, auf die gestiegenen Belastungen der Lehrerinnen und Lehrer Rücksicht zu nehmen. Pädagogische Tage und Einkehrtage werden zur Stärkung der Gesundheit des Kollegiums genutzt. Für diese Veranstaltungen sind Kontakte zu Experten auch außerhalb der Schule vorhanden.

Schulsanitätsdienst

In Kooperation mit dem Malteser-Hilfsdienst Viernheim wird an der Albertus-Magnus-Schule seit mehreren Jahren ein Schulsanitätsdienst (SSD) betrieben. Schülerinnen und Schüler ab Jahr­gangsstufe 7 werden in (erweiterter) Erster Hilfe ausgebildet, um bei kleineren und größeren medizi­nischen Notfällen an der Schule qualifiziert Hilfe leisten zu können. Die fachliche Aus­bildung findet beim Malteser-Hilfsdienst statt, wo viele der Teilnehmer auch Mitglied sind. Die organisatorische Betreuung liegt bei der Schule selbst.

Die Mindestqualifikation der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ist ein Erste-Hilfe-Kurs, angestrebt wird jeweils die Ausbildung zum Sanitätshelfer/Einsatzsanitäter. Einzelne Mitglieder des Schulsanitätsdienstes verfügen über eine rettungsdienstliche Qualifikation, der SSD-Leiter Herr Holzmann ist examinierter Rettungsassistent und Fachausbilder im Rettungsdienst. Er wird organi­satorisch durch Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner auf Seiten der Schulsanitäter unter­stützt. Der Schulsanitätsdienst verfügt über eine notfallmedizinische Grundausrüstung und unterhält einen entsprechend ausgestatteten Sanitätsraum.

Neben der rein fachlichen Ausbildung stärkt die Mitarbeit im Schul­sanitätsdienst und die damit verbundene Ausbildung und Mitgliedschaft bei der Hilfs­organisation die soziale Kompetenz und die persönliche Entwicklung der Jugendlichen. Sie lernen mit Freude und im Team, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Davon profitieren alle Seiten.

4.2. Förderung unterschiedlicher Begabungen

Jeder kann etwas – keiner kann nichts. Wir sehen es daher als Aufgabe unserer Schule, die unterschiedlichen Begabungen und Interessen unserer Schüler zu erkennen, um die Schülerinnen  und Schüler einerseits in ihren Stärken zu unterstützen und andererseits individuelle Schwächen zu beheben. So gibt es eine Vielzahl an Förderangeboten:

  • Wir machen spezielle Förderangebote im Bereich des Wahlunterrichts in unseren „Fit-Kur­sen“. Jährlich erscheint hierzu ein Informationsheft mit den aktuellen Angeboten. Diese Kurse dienen in der Sekundarstufe I vor allem zur Unterstützung bei Problemen in den Hauptfächern.

  • Für Kinder mit Auffälligkeiten im Bereich der Lese-Rechtschreibe-Schwäche gibt es in den Jahrgangsstufen 5 und 6 kleine Lerngruppen, die die betroffenen Kinder in Absprache mit den Eltern unterstützen.

  • In den sogenannten Pfiffikus-Kursen werden Begabte gefördert. Ein Konzept für Be­gabten­förderung liegt vor und wird regelmäßig evaluiert.

  • Wir bieten ein breit gefächertes Angebot an Arbeitsgemeinschaften aus verschiedenen Berei­chen an, z.B. Sport, Kultur, Naturwissenschaften, Umwelt und soziale Verantwortung.

  • Wir geben Schülerinnen und Schülern in verschiedenen Jahrgangsstufen die Möglichkeit, an schulinternen bis bundesweiten Wettbewerben teilzunehmen und begleiten sie dabei. Regelmäßige Teilnahme am Mathematikwettbewerb der Jahrgangsstufe 8, dem Känguru-Wettbewerb sowie der Mathematik-Olympiade, ebenso die Beteiligung an Jugend trainiert für Olympia und dem Deutschen Sportabzeichen sind einige Beispiele dafür.

  • Abenteuerspiele, Sprachen, Naturphänomene, bilingualer Unterricht, Computer, Theater, Glück … - wir bieten für die Jahrgangsstufen 5, 8 und 9 ein breites Spektrum von Differen­zierung­sangeboten an. Die Schülerinnen und Schüler können entsprechend ihren Neigungen aus dem jeweiligen Angebot auswählen.

  • Wir haben begonnen, den Weg der Inklusion zu gehen. Dass der Lebensraum Schule allen Kindern und Jugendlichen offensteht, auch und gerade bei besonderem Förderbedarf, ist unsere Vision.

  • Außergewöhnliches Engagement und besondere Begabungen im Team oder als Individuum werden bei uns an jährlich stattfindenden Ehrungsabenden öffentlich gewürdigt und gefeiert. So verbindet sich der individuelle Einsatz mit der Wahrnehmung und Anerkennung der Schulgemeinschaft.

4.3. Entdeckung überfachlicher Kompetenzen

Personale und soziale Kompetenzen sowie Sprach- und Lernkompetenzen werden im Bereich des Unterrichts wie auch außerhalb des Unterrichts von uns gefördert. Sie ermöglichen den Schü­lerinnen und Schülern übergreifende Fähigkeiten zu erwerben, die sie in allen Lebens­situationen anwenden können.

Personale Kompetenz

Selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Handeln ist wichtig für erfolg­reiches Lernen. Die personale Kompe­tenz umfasst Einstellungen, Haltungen und Fähigkeiten, die dieses fördern. Die Lernenden sollen kognitive und psy­chische Voraussetzungen vertiefen, die dies begünstigen.

Wir fördern grundlegend die realistische Selbstwahrnehmung im Unterricht, aber auch in außer­unterrichtlichen Projekten der Schulseelsorge oder in Klassenprojekten. Wenn unsere Schülerinnen und Schüler ein Bewusstsein für ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln, können sie ein positives Selbstkonzept ausbilden. Selbstannahme ist Bedingung für die Öffnung zum Mitmenschen. Schü­lerinnen und Schüler sollen auch die Kompetenz erwerben, sich situativ richtig zu verhalten und eigene Lern- und Arbeitsprozesse konzentriert und sachgerecht zu steuern.

Die folgende Übersicht zeigt anhand von Beispielen, wie und wodurch wir die Dimensionen Selbst­wahrnehmung, Selbstkonzept und Selbstregulierung fördern möchten.

Wir fördern die Selbstwahrnehmung und stärken das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler, indem wir

  • in den Jahrgangsstufen 5 bis 7 eine Klassenlehrerstunde anbieten, die sich an dem Pro­gramm „Erwachsen werden“ des Lionsclubs orientiert; dazu bilden sich die Klassen­leh­re­rin­nen und Klassenlehrer der jeweiligen Jahrgangsstufen weiter.

  • in der Jahrgangsstufe 6 eine Klassenfahrt durchführen, die das Selbst­wertgefühl und Selbst­vertrauen der Kinder in spielerischen Situatio­nen schult.

  • in der Jahrgangsstufe 7 das Projekt Prävention im Team in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Jugendförderung durchgeführt wird.

  • in Jahrgangsstufe 7 bzw. 8 das Projekt „Erleben macht Schule“ im Klassenverband umsetzen, bei dem es besonders um das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten geht.

  • in mehreren Fächern den Unterricht in Form des methodischen Konzeptes „Lernen an Stationen“ gestalten oder die Methode „Lernen durch Lehren“ praktizieren.

  • im Rahmen des Deutschunterrichts handlungsorientierte Methoden der Texterschließ­ung einsetzen, wie z.B. szenische Darstellung.

  • durch Wahrnehmungs- und Stilleübungen vor allem im Religions­unterricht der Jahr­gangsstufe 5 und im Mittagsangebot „Relax Max“ die Kinder für sich und ihre Umwelt sensibilisieren.

  • im Ethikunterricht eine realistische Selbstwahrnehmung einüben und die Re­flexions­fähigkeit über Gefühle und Fähigkeiten unterstützen.

  • besonders im naturwissenschaftlichen Unterricht den Austausch der Schülerinnen und Schüler untereinander bei der Planung von Versuchen fördern.

  • Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht stärken, Vertrauen in sich und ihre Fähig­­keiten aufzubauen. Dabei bietet der Sportunterricht auf ganz eigene Weise die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit Erfolgen und Misserfolgen.

  • im Rahmen des Differenzierungsangebots „Erste Schritte auf die Bühne“ sowie im Bereich der Theater-AG die Übernahme von Rollen einüben und Formen der Dar­stellung erproben.

Wir fördern die Entwicklung eines positiven Selbstkonzepts, indem wir

  • mit Schülerinnen und Schülern in der Jahrgangsstufe 10 im Klassenverband Reflexionstage durchführen, die vom Schulseelsorgeteam vorbereitet und begleitet werden.

  • im Fach Religion und im übrigen Unterricht die unterstützende und stärkende Haltung Jesu bestätigen.

  • besonders im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht zur Teilnahme an Wett­bewerben (z.B. Känguru, Mathematikolympiade etc.) anregen und die Schülerin­nen und Schüler bei ihren Beiträgen unterstützen.

  • im Mathematikunterricht die Fähigkeit vermitteln, den eigenen Kenntnisstand kritisch zu reflektieren und selbständig aus Fehlern zu lernen, indem sie z.B. bei der Berichtigung von Arbeiten aktiv ihre Fehler reflektieren.

  • im Mathematikunterricht Selbstdiagnosebögen einsetzen, die den Schülerinnen und Schülern ihre Fähigkeiten, aber auch ihre Defizite bewusst machen. Sie lernen z.B., Ergebnisse einer Beratung eigenständig umzusetzen. So gewinnen sie Zutrauen zu sich selbst, weil ihnen vermittelt wird, dass sie erfolgreich arbeiten oder lernen, mit ihren Defiziten umzugehen.

  • im Fach Biologie in der Jahrgangsstufe 6 kooperative Lernformen wie beispielsweise „Lernen durch Lehren“ oder Gruppenpuzzle einüben.

  • im Fach Biologie durch die Auseinandersetzung mit ethischen, wissenschafts­theore­tischen und weltanschaulichen Fragestellungen Wertehaltungen entwickeln und To­leranz und Kritik einüben.

  • im Fach Chemie Experimente planen, durchführen und auswerten.

  • Schülerinnen und Schülern ermöglichen, die Schule bei Sport- bzw. Schachturnieren zu vertreten.

  • im Rahmen des England- und Frankreichaustausches die Schülerinnen und Schüler ermutigen, in Gastfamilien zu leben.

  • Schülerinnen und Schülern der Oberstufe ermöglichen, ein Betriebspraktikum im Ausland durchzuführen. 

Wir fördern Aspekte der Selbstregulierung, indem wir

  • im Deutschunterricht Schülerinnen und Schüler anhalten, kurze literarische Texte auswendig zu lernen.

  • im alt- und neusprachlichen Unterricht, angeregt durch den Umgang mit Texten, sowohl fremde als auch eigene selbstverständliche Wertvorstellungen hinterfragen.

  • im Lateinunterricht regelmäßige Vokabeltests durchführen.

  • im Fach Politik und Wirtschaft gezielt die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Betriebspraktikums in der Jahrgangsstufe 9 begleiten.

  • im Mathematikunterricht bei Arbeiten regelmäßig einen Wiederholungsteil einbauen.

  • im Chemieunterricht Schülerinnen und Schüler beim Steuern und Reflektieren ihrer Arbeits­prozesse unterstützen und stärken, indem die Ergebnisse des eigenständigen Erarbeitens und Präsentierens von Themen evaluiert werden.

  • das Durchhalte- und Konzentrationsvermögen der Schülerinnen und Schüler z.B. im Sport­unterricht durch Langstreckenläufe fördern oder Ausdauertests durchführen.

Soziale Kompetenz

Es ist uns wichtig, dass sich jeder als aktives Mitglied der Schulgemeinschaft wahrnimmt und im Bewusstsein der eigenen Persönlichkeit auch im Konfliktfall rücksichtsvoll und solidarisch handelt. Durch ein bewusstes und vorbildliches Miteinander in unserer Schulge­meinschaft leisten wir einen Beitrag zu gelebter gesellschaftlicher Verantwortung.

Die folgende Übersicht zeigt anhand von Beispielen, wie und in welchem Rahmen soziale Kom­petenz in ihren Dimensionen soziale Wahrnehmungsfähigkeit, Rücksichtnahme und Solidarität, Ko­operation und Teamfähigkeit, Umgang mit Konflikten, gesellschaftliche Verantwortung und inter­kulturelle Verständigung an unserer Schule gezielt gefördert wird.

Wir fördern die soziale Wahrnehmungsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler, indem wir

  • die gegenseitige Rücksichtnahme im Rahmen verschiedener Methoden, wie z.B. soziale Lern­formen, Projekte und Schülerexperimente, in allen Fächern trainieren.

Wir fördern Rücksichtnahme und Solidarität bei unseren Schülerinnen und Schülern, indem wir

  • Not, Leid, Konflikte, Gewalt und Ungleichheit u.a. im Unterricht der Fächer Politik und Wirtschaft, evangelische und katholische Religion sowie Ethik thematisieren.

  • in Unterricht und Gottesdienst den Schülerinnen und Schülern vermitteln, sich als Teil von Gottes Schöpfung zu begreifen.

  • im Rahmen des Faches Sport bei Wettbewerben und Turnieren auf faires Spiel Wert legen und dieses würdigen.

Wir fördern bei unseren Schülerinnen und Schülern Kooperation und Teamfähigkeit, indem wir

  • sie im Rahmen der Fächer Physik und Chemie anleiten, in Gruppen eigenständig Experi­mente durchzuführen und Lerngemeinschaften zu bilden.

  • sie im Sportunterricht lehren, sich beim Sportspiel in eine Mannschaft zu integrieren.

  • sie bei Projekten wie dem „Albertus-Magnus-Tag“ in Jahrgangsstufe 5, „Erleben macht Schule“ in den Jahrgangsstufen 7 und 8 sowie den Reflexionstagen in der Einführungsphase erfahrbar machen.

Wir fördern bei unseren Schülerinnen und Schülern die Fähigkeiten zum Umgang mit Konflikten, indem sie

  • beim Projekt „PIT“ in Jahrgangsstufe 7 in praktischen Trainings die Vermeidung von Gewalt bzw. Handlungsoptionen in Gewaltsituationen erlernen.

  • während der Reflexionstage (Einführungsphase) Konfliktentstehungsmodelle und Konflikt­lösungs­strategien kennenlernen und einüben.

Wir helfen unseren Schülerinnen und Schülern, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, indem sie

  • im Rahmen von Sozialprojekten im Religionsunterricht vor allem der Jahrgangsstufen 5, 6 bzw. 8 außerschulisch in sozialen Bereichen und Kirchengemeinden aktiv werden.

  • vielfältige Möglichkeiten vorfinden, sich auf allen Ebenen der Schülervertretung ab der Jahrgangsstufe 5 oder als Gruppenleiter in der J-GCL ab der Jahrgangsstufe 9 zu engagieren.

  • innerhalb der Schule regelmäßig Aktionen zugunsten unseres Sozialprojekts in Masiphu­melele (Südafrika) durchführen.

Wir fördern bei unseren Schülerinnen und Schülern die interkulturelle Kompetenz, indem sie

  • die Möglichkeit zu einem Schüleraustausch mit unseren Partnerschulen in England und Frankreich in Jahrgangsstufe 8 haben.

  • in Unterrichtseinheiten der Fächer Religion und Ethik die Gemeinsamkeiten, Eigenarten und den Dialog der Weltreligionen wahrnehmen.

  • die unterrichtliche Begegnung mit der lateinischen und altgriechischen Kultur zur Selbst­reflexion anregt.

Sprachkompetenz

Sprachkompetenz ist eine wichtige Voraussetzung für dauerhaft erfolgreiche Lernprozesse. Uns liegt deshalb viel daran, dass unsere Schülerinnen und Schüler lernen, sich angemessen mündlich wie schriftlich auszudrücken und Texte unterschiedlicher Formate sinnerfassend zu lesen, zu verstehen und zu schreiben.

Den Aufbau dieser Kompetenzen fördern wir besonders im Fach Deutsch sowie – bezogen auf die jeweilige Sprache – in den Fächern Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Latein und Altgrie­chisch. Doch darüber hinaus spielt Sprachkompetenz im Rahmen aller anderen Fächer, Projekte und Aktivitäten, die mit dem Schulleben zusammenhängen, eine große Rolle – es wird gelesen, kom­muniziert und dis­kutiert, präsentiert und geschrieben.

Die folgende Übersicht zeigt anhand von Beispielen, wie, wodurch und in welchem Rahmen wir Sprachkompetenz in ihren Dimensionen Lesekompetenz, Schreibkompetenz und Kommunikations­kompetenz an unserer Schule gezielt fördern.

Wir fördern Lesekompetenz, indem unsere Schülerinnen und Schüler

  • im Rahmen des Faches Deutsch in der Jahrgangsstufe 6 selbst ausgewählte Bücher vor­stellen und an einem Vorlesewettbewerb teilnehmen.

  • im Rahmen des Sprachunterrichts mit aufbereiteten Texten sowie auch mit Originaltexten arbeiten und somit lernen, fremdsprachliche Texte zu lesen und zu verstehen.

  • im Rahmen des Faches Politik und Wirtschaft lernen, mit fachspezifischen Materialien, etwa Statistiken und politischen Karikaturen, umzugehen, sie zu analysieren und zu inter­pretieren.

  • im Rahmen der Fächer Religion und Geschichte mit Quellentexten arbeiten und lernen, mit ihnen fachgerecht umzugehen.

  • im Rahmen des Faches Mathematik Texte zu verstehen und dabei notwendige von über­flüssigen Informationen zu trennen.

  • im Rahmen des Faches Biologie in Jahrgangsstufe 5 die 5-Schritt-Lesetechnik systematisch einüben und anwenden.

Wir fördern Schreibkompetenz, indem unsere Schülerinnen und Schüler

  • im Rahmen aller Fächer Kriterien für eine angemessene schriftliche Darstellung von Arbeits­ergebnissen kennenlernen, die schriftliche Darstellung immer wieder üben und von­einander sowie vom Lehrer kriteriengeleitetes Feedback erhalten.

  • im Rahmen des Faches Deutsch zur Überarbeitung eigener Schreibprodukte angeleitet werden und entsprechende Methoden erlernen.

  • im Rahmen des Fremdsprachenunterrichts Briefe und Emails an Austauschpartner, Betriebe, Brieffreunde etc. in der jeweiligen Sprache verfassen.

  • im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts den gängigen Standards entsprechende Versuchsprotokolle erstellen lernen.

  • im Rahmen der AGs SeitenweXel 1 und 2 Schreibwettbewerbe organisieren und daran teilnehmen.

Wir fördern Kommunikationskompetenz, indem unsere Schülerinnen und Schüler

  • im Rahmen der Fächer Englisch und Französisch an Austauschprogrammen, an Betriebs­praktika in Frankreich und England sowie an Reisen in die entsprechenden Sprachgebiete teilnehmen und dadurch lernen, die Sprachen selbständig und kompetent zu verwenden.

  • im Rahmen des Faches Englisch in der Qualifikationsphase anstelle der zweiten Klausur eine Kommunikationsprüfung ablegen.

  • im Rahmen des Sprachenunterrichts durch die Verwendung von Begleitmaterialien zum Lehrwerk, zu Liedern, Filmen, Interviews und Vorträgen authentischer Sprecher sowie durch den direkten Kontakt mit den Zielsprechern (Austausch, Betriebspraktikum, Telefonate) ihr Hörverstehen trainieren.

  • im Rahmen der Fächer Latein und Altgriechisch die Strukturen der lateinischen und alt­griechischen Sprache erfassen und verstehen lernen und dadurch ein Bewusstsein für die Bedeutung der kommunikativen und rhetorischen Dimension von Sprache entwickeln.

  • im Rahmen des Faches Politik und Wirtschaft Gespräche, Diskussionen und Debatten im Kontext politischer und wirtschaftlicher Themen führen. 

Lernkompetenz

Das Lernen zu lernen ist uns ein wichtiges Anliegen. Lern­kompetenz zeigt sich in der Fähigkeit, variable Anforderungssituationen und Aufgaben mit Hilfe geeigneter Strategien zu erschließen sowie den Lernprozess und seine Ergebnisse angemessen reflektieren zu können. Für die Er­schließung von Informationen und die Dokumentation von Ergeb­nissen ist eine differenzierte und zugleich kritische Nutzung neuer Medien wichtig.

Die folgende Übersicht zeigt anhand von Beispielen, wie die Entwicklung von Lernkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler gefördert wird.

Wir fördern die Lernkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler, indem wir

  • vermitteln, dass es voraussetzungsreiche Fächer wie z.B. Mathematik oder die Sprachen (Englisch, Französisch, Latein und Altgriechisch) gibt, in denen Grundlagenwissen erforder­lich ist, welches jeder Zeit abrufbar sein muss. Hierzu erlernen die Schülerinnen und Schüler Strategien, die Inhalte kontinuierlich zu wiederholen. Entsprechend üben sie sich in der angemessenen Dokumentation von Regeln und Arbeitsergebnissen in Form und Inhalt.

  • mit den Schülerinnen und Schülern in den Sprachen Lern- und Arbeitstechniken einüben, wie z.B. Techniken der Wortschatzarbeit oder des Vokabeltrainings.

  • Eigenverantwortlichkeit mit Hilfe von Stationenarbeit und Lerntheken in beispielsweise Mathe­matik, Physik und Sport fördern. So trainieren die Schülerinnen und Schüler die selbständige Erarbeitung bzw. Vertiefung von Sachverhalten.

  • in den Naturwissenschaften die Themen wissenschaftsorientiert aufbereiten und die Schü­lerin­nen und Schüler Experimente zu verschiedenen Phänomenen entsprechend durch­führen und auswerten.

Wir fördern die Problemlösekompetenz unserer Schülerinnen und Schüler, indem wir

  • in allen Fächern kombinatorisches und schlussfolgerndes Denken trainieren.

  • mit den Schülerinnen und Schülern im Fach Politik und Wirtschaft „problemorientiert“ arbeiten, d.h. fundamentale Probleme wie z.B. die Friedensfrage oder die Zerstörung unserer Umwelt in den Blick nehmen und über Lösungsstrategien nachdenken.

  • mit den Schülerinnen und Schülern in Mathematik verschiedene Lösungsstrategien u.a. anwenden bei Alltagsproblemen erarbeiten, so dass sie unterschiedliche Lösungsansätze prä­sent haben und anwenden können. In Jahrgangsstufe 6 wird dies durch ein zusätzliches Kapitel im Mathematikbuch systematisch vertieft.

  • in den Naturwissenschaften die Schülerinnen und Schüler unterstützen, die nötigen Arbeits­schritte bei theoretischen und praktischen Aufgaben selbständig zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

Wir fördern die Methodenkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler, indem wir

  • in einer Vielzahl von Fächern das Präsentieren von Lern- und Arbeitsergebnissen durch verschiedene Medien sowie das Anfertigen und Halten von Referaten und Präsentationen samt der Erarbeitung von Thesenpapieren schulen. Hierzu werden z.B in Politik und Wirtschaft in Jahrgangsstufe 9 im Kontext des Betriebspraktikums Präsentationstechniken eingeübt. In der Jahrgangsstufe 10 nehmen die Schülerinnen und Schüler an einer fächer­übergreifenden Präsentationsübung teil.

Die Medienkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler wird gefördert, indem wir

  • unseren Schülerinnen und Schülern in den Sprachen einen kritischen und sinnvollen Um­gang bei der Internetrecherche auf muttersprachlichen Portalen vermitteln.

  • in Ethik eine verantwortliche individuelle Mediennutzung thematisieren. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und bewerten dabei die Resultate von Mediennutzung und erkennen die eigenverantwortliche informationelle Selbstbestimmung.

  • athematik den Umgang mit Computerprogrammen (Euklid, KLSoft, Calc), interaktiven Tafeln u.a. trainieren.

  • in den Naturwissenschaften die Verwendung verschiedener Medien bei der Informations­beschaffung und Präsentation aufzeigen, so dass die Schülerinnen und Schüler diese bei eigenen Lern- u. Arbeitsprozessen nutzen und die Ergebnisse unter Verwendung geeigneter Medien präsentieren lernen.

  • mit unseren Schülerinnen und Schülern in Informatik Lernplattformen erschließen und darauf gemeinsam arbeiten.

  • im Rahmen von Themenabenden in Zusammenarbeit mit der Polizei die „Gefahren neuer Me­dien“ thematisieren und die Schülerinnen und Schülern fördern, diesen kompetent zu begegnen.

4.4. Erarbeitung fachlicher Kompetenzen

Der Deutschunterricht hat in der Schule zentrale Bedeutung, denn hier bekommen die Schülerinnen und Schüler das Handwerkszeug, um ihre Kommunikationsfähigkeit bewusst aus­zubauen und anzuwenden. Dies geschieht mit Hilfe vielfältiger - traditioneller und moderner - Methoden.

Wir befähigen die jungen Menschen in Theorie und Praxis, am öffentlichen und kulturellen Leben teilzunehmen. Dabei ist es unser Ziel, dass sich Schülerinnen und Schüler durch Sprachbewusstsein die Welt erschließen, sich in ihr zurechtfinden und sich verständlich machen können.

Die wesentlichen Kompetenzen, die wir im Deutschunterricht vermitteln, sind Lesen, Schreiben, Sprechen, Darstellen und Wahrnehmen.

  • Wir schulen das flüssige und verständliche und verständige Lesen als wesentliche Voraussetzung für den Umgang mit Literatur und Sachtexten.

  • Wir bringen den Schülern verschiedene schriftliche Darstellungsformen bei: Das Verfassen von Aufsätzen und die Überarbeitung eigener Schreibprodukte sind wichtig, da Schüler so die Möglichkeit erhalten, selbständig inhaltliche, grammatikalische, stilistische und ortho­grafische Korrekturen vorzunehmen und ihre Texte weiter zu entwickeln.

  • Wir vermitteln die Beherrschung von Sprachnormen und versetzen Schüler in die Lage, bewusst und kompetent mit Sprache umzugehen.

  • Wir legen Wert auf eine Erziehung zu gedanklicher und sprachlicher Klarheit im schrift­lichen und mündlichen Ausdruck und üben mit den Schülerinnen und Schülern die Formu­lierung eigener Gedanken und Vorträge ebenso wie Kommunikationsfähigkeit.

  • Wir achten neben der am Lehrplan orientierten Auswahl an literarischen Werken darauf, aktuelle Werke im Unterricht zu behandeln. Dazu hat die Fachschaft Deutsch einen schulinternen Lektürekanon erstellt, der alle zwei Jahre überprüft und aktualisiert wird.

  • Wir geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Texte und Meinungen wahr­zunehmen, zu­nehmend zu differenzieren und fremde Weltanschauungen zu erfahren.

  • Wir fördern durch die Beschäftigung mit Literatur die Allgemeinbildung  und schulen den ästhetischen Sinn für Literatur.

Wir legen im Englischunterricht Grundlagen für den kontinuierlichen Umgang mit Englisch als Weltsprache,

  • indem wir den Schülerinnen und Schülern die Lebensrelevanz der Sprache nahe bringen.

  • Dies erreichen wir außer im Regelunterricht z.B. durch den Schüleraustausch und die verstärkte Einbindung von Business English in der Oberstufe.

  • Wir fördern das interkulturelle Lernen durch die Auseinandersetzung mit Kultur, Literatur und Landeskunde der englischsprachigen Welt, z.B. in Kanada, Australien und Indien.

  • Wir vermitteln Kenntnisse und Fertigkeiten im sprachpraktischen Bereich, indem wir für eine solide Sprachbasis sorgen, kommunikative Kompetenz fördern und auf Sprach­genauigkeit Wert legen.

  • Dabei werden die Schülerinnen und Schüler im Sinne eines Spiralcurriculums in den Bereichen des Lesens, Hörens, Sprechens und Schreibens zu immer selbständigeren Formen des Umgangs mit der Sprache angeleitet.

  • Wir machen mit verschiedenen fachspezifischen Lerntechniken z. B. im Bereich der Wort­schatzarbeit vertraut.

  • Wir bereiten die Schülerinnen und Schüler auf neue Prüfungsformate vor wie z.B. die Kommunikationsprüfung im Leistungskurs oder Sprachmittlungs- und Hörverstehens­aufgaben im Landesabitur.

  • Wir sorgen für Nachhaltigkeit des Lernens, z. B. durch Klassenarbeiten in Jahrgangsstufe 7 und 8 mit einem nicht angekündigten Wiederholungsthema oder durch eine einheitliche Lern­kontrolle für den Jahrgang 9 im Hinblick auf den Übergang in die Oberstufe.

Mit dem Fach Französisch ermöglichen wir den Zugang zu einer weiteren modernen Fremd­sprache, die klar strukturiert ist und das Bewusstsein für grammatische Phänomene schult und fördert. In einem schüler- und handlungsorientierten Unterricht öffnen wir das Tor zur Lebenswelt unseres Nachbarlandes sowie der Frankophonie. So dienen z.B. Rollenspiele, Partnerübungen oder kooperatives Lernen dazu, kommunikative Sprachkompetenz zu erwerben und eigenständig einzu­üben. Handlungsorientierte Aktivitäten sind z.B. Begrüßungsgespräche, Vorstellung der eigenen Person, der Familie, Vorbereitungen für den Schüleraustausch, Brief- bzw. E-Mail-Wechsel, später u.a. auch Bewerbungs- und Vorstellungsgespräche sowie die Teilnahme am Austausch oder die Möglichkeit eines Berufspraktikums in Frankreich. Mit Hilfe eines Portfolios dokumentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Lernfortschritte eigenständig.

Wir arbeiten mediengestützt mit Folien, CDs, DVDs sowie Computern und zielen auf einen möglichst hohen Grad an Authentizität in der Begegnung mit der Sprache. Wir streben nach einem hohen Grad an Aktualität, indem wir, wo es möglich ist, zeitgenössische Kultur wie französische Musik, Filme, Literatur sowie aktuelle Ereignisse aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in unseren Unterricht mit einbinden. Dieser orientiert sich am Prinzip der funktionalen Einsprachig­keit. Deutsch wird nur dort eingesetzt, wo sprachliche oder inhaltliche Sachverhalte nicht eindeutig vermittelt werden können.

Die Fachschaften Latein und Altgriechisch sehen sich besonders in der Pflicht, den Unterricht lebendig zu gestalten. Dies wird durch die folgenden Maßnahmen erreicht:

  • Realia werden lebendig gemacht, indem im ersten oder zweiten Lernjahr eine Exkursion an die Saalburg und ein Museumsgang oder ein Workshop, bei dem Gegenstände der Antike selbst hergestellt werden, durchgeführt werden.

  • Vor allem im Bereich der Sprachkompetenz werden durch die Zusammenarbeit mit dem Fach Deutsch Synergieeffekte für den Lateinunterricht nutzbar gemacht.

  • Als Schule in katholischer Trägerschaft nutzen wir die Chance, im Lateinunterricht religiöse bzw. philosophische Texte zu lesen. Im Arbeitskreis „Latein an Schulen in kirchlicher Trägerschaft des Bistum Mainz“ ist eine Schulausgabe der consolatio von Boöthius ent­standen und veröffentlicht. Neben Texten von Augustinus oder aus der Vulgata bieten sich auch Texte aus der Legenda aurea an.

  • Die regelmäßige Teilnahme an den Philhellenia bietet unseren Schülerinnen und Schülern, die Altgriechisch lernen, eine Plattform, sich mit Lernenden in ganz Hessen auszutauschen und sich über Workshops außerhalb des Unterrichts mit Realienkunde zu beschäftigen.

  • Eine Exkursion nach Griechenland in der Oberstufe ermöglicht den Lernenden die im Unterricht besprochenen Orte selbst zu erkunden.

Italienisch und Russisch richten sich an die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase, die eine weitere moderne Fremdsprache erlernen wollen oder in der Qualifikationsphase die Beleg­verpflichtung einer zweiten Fremdsprache durch eine dieser beiden Sprachen erfüllen möchten.

Der insgesamt zwölfstündige Unterricht, wir beginnen in der Einführungsphase mit drei Stunden und steigern dann auf vier bzw. fünf Stunden, ist besonders in den ersten beiden Lern­jahren durch den Spracherwerb gekennzeichnet. Situatives Lernen in nachgestellten kleinen Szenen, Rollenspiele und Lernspiele stärken die kommunikative Kompetenz der Lernenden. Beide Sprachen bauen auf den bereits in den anderen Fremdsprachen vermittelten Lerntechniken auf.

Durch den frühen und regelmäßigen Einsatz italienischer beziehungsweise russischer Musik wird ein Zugang zur Kultur des Landes eröffnet. Es werden erste authentische Texte vermittelt und das Hörverstehen wird geschult.

Im dritten Lernjahr werden stärker aktuelle Zeitungsartikel sowie Dokumentationen aus Fernsehen und Internet zu gesellschaftlichen Themen in den Unterricht einbezogen.  Dieser orientiert sich am Prinzip der funktionalen Einsprachigkeit. Deutsch wird nur dort eingesetzt, wo sprach­liche oder inhaltliche Sachverhalte nicht eindeutig vermittelt werden können.

Außerdem pflegt unsere Schule seit 20 Jahren den Austausch mit einer russischen Partnerschule, der Schule Nr. 29 in Tambov. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler  können dabei nicht nur auf besondere Weise die im Russischunterricht erworbenen Kenntnisse umsetzen, sondern sie lernen auch vor Ort und in den Gastfamilien russische Sitten und Traditionen kennen. Moskau, Tambov und Sankt Petersburg sind die Städte, die unsere Schülerinnen und Schüler besuchen. Sie lernen unterschiedliche Seiten Russlands kennen und werden in die Lage versetzt, Maßstäbe zur Beurteilung dieses Landes und seiner Menschen zu entwickeln und eigene Vorstellungen zu überprüfen. Wie die Erfahrung zeigt, verstärkt diese Reise bei den Schülern sowohl die Motivation, die russische Sprache zu lernen, als auch das Interesse an russischer Kultur und Geschichte sowie an den Menschen in ihrem alltäglichen Leben.

Die visuelle Wahrnehmung des Menschen ist in unserer Gegenwart auf vielfältige Weise her­ausgefordert und überfordert. In diesem Sinne schaffen wir im Kunstunterricht einen Raum für Erfahrungen und Bildung im haptisch-sinnlichen Bereich.

Unser Selbstverständnis beruht zudem auf der Überzeugung, dass Kenntnisse sowohl der klas­sischen als auch der aktuellen künstlerischen Strömungen den Hintergrund für einen zeitgemäßen Unterricht darstellen sollten. Selbst wenn diese nicht in jedem Fall explizit thematisiert werden können und sollen, ist ein Selbstverständnis in diesem Bereich zwingend Grundlage für die Ver­mittlung gesamtgesellschaftlicher kultureller Prozesse.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, Schülerinnen und Schülern eine Leitlinie zur Orientierung in der Tradition der Kulturgeschichte des Abendlandes zu vermitteln. In theoretischer Stimulanz und praktischer Begleitung fördern wir Individualität, Innovationsmut und –fähigkeit, Kreativität, Ge­schmacks­bildung und die (selbst-) kritische Auseinandersetzung mit Konventionen und Klischees.

Auf der Basis der Vermittlung bildnerischen Grundverständnisses ergeben sich folgende unter­richtliche Schwerpunkte:

  • Vermittlung von Grundlagen der Anwendung und Analyse bildnerischer Mittel,

  • Förderung von Ausdauer, Zielorientierung, Wertschätzung eigener und fremder Arbeit und die Entwicklung von gestalterischer Kompetenz,

  • Training der Feinmotorik.

In der Oberstufe erweitern sich diese Inhalte um die folgenden Aspekte:

  • Methodisierung und Präzisierung des kritischen Umgangs mit Bildwerken,

  • Vermittlung von Kunst als einem kontinuierlichen geschichtlichen Phänomen,

  • Förderung der Problem- und Zielorientierung bei der eigenen Auswahl bildsprachlicher Mittel.

Im Musikunterricht ist uns zur Vermittlung zentraler Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten Folgendes wichtig:

  • Einnehmen von künstlerischen und emotionalen Sichtweisen,

  • Kreativität in Theorie und Praxis,

  • experimentelle und traditionelle Blickwinkel,
  • Aufgeschlossenheit gegenüber historischer, stilistischer und technischer Vielfalt,
  • Einüben motorischer Fähigkeiten beim Musizieren,
  • Rücksichtnahme bei Musizierphasen.

Wir fördern die kritische Auseinandersetzung mit Hörgewohnheiten und die Offenheit für sinnliche Erfahrungen, schaffen ein Bewusstsein für kulturelle Identitäten und Minderheiten, regen die Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit geistlicher Musik und ihren Inhalten an, vermitteln zeitgeschichtliche Einblicke und betonen die allgemeinbildenden Aspekte der Musik.

Bessere Schülerinnen und Schüler übernehmen anspruchsvollere Aufgaben im Rahmen des Musizierens, aber auch im Rahmen mehr theoretisch orientierter Arbeiten. Die freiwillige Mit­wirkung in Chor und Orchester bietet dabei die Möglichkeit, abseits von Lern- und Leistungsdruck ihre vokalen oder instrumentalen Fähigkeiten einzusetzen und zu erweitern. Wir bieten damit eine sinnvolle und reizvolle Ergänzung zu anderen, schulfremden musikalischen Ausbildungsangeboten.

Wir pflegen eine gute Zusammenarbeit mit der örtlichen Musikschule und schaffen damit die Öffnung des Faches Musik über den rein schulischen Rahmen hinaus, praktizieren einen praxisorientierten und spielerischen Zugang zum Musizieren, üben spezielle motorische Fähigkeiten beim Instrumentalspiel unter professioneller Leitung ein, stellen eine be-greifbare Synthese von Theorie und Praxis vor.

Die Fachschaft Erdkunde verfolgt eine fächerübergreifende natur- wie kulturgeographische Be­trachtung der Erde und einen thematischen Aktualitätsanspruch des Unterrichts, der auf aktuelle Naturereignisse und Entwicklungen reagiert. Ziel ist es, die Verknüpfung des menschlichen Lebens mit räumlichen Bedingungen zu begreifen, Land­schaftsräume als planbare, grenzübergreifende Handlungsräume des Menschen zu erkennen, den Nord-Süd-Gegensatz als eines der drängendsten ökologischen, sozialen und politischen Probleme unserer Zeit bewusst zu machen sowie die Situation anderer Länder und Kulturen wahrzunehmen und sie in die eigene Urteilsbildung einzu­beziehen. Dabei gilt es ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass zur Bewahrung der Schöpfung die kritische Betrachtung von Eingriffen in den Naturhaushalt, die nachhaltige Ressourcennutzung und eine gerechte Weltwirt­schaftsordnung gehören.

Das Fach Ethik wird an unserer Schule für nicht christlich getaufte Schülerinnen und Schüler angeboten. Es bietet den Lernenden die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit den philoso­phischen und religiösen Grundlagen des menschlichen Selbst- und Weltverständnisses sowie die Möglichkeit, sich mit diesem für ihre Sozialisation wichtigen Themenfeld zu beschäftigen. Uns ist es wichtig, dass sich alle Schüler mit dem christlich-humanistischen Weltbild beschäftigen, unab­hängig von ihrer kulturellen und religiösen Prägung. Der durch seine pluralistische Werte­orientierung gekennzeichnete Ethikunterricht bietet den Schülern hierzu die Gelegenheit, sich authen­tisch einzubringen.

So sollen die Schüler sich mit den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen und ihren sozialen Be­ziehungen beschäftigen und ihre Verantwortung in der Gesellschaft reflektieren, Fragen zur Moral stellen und moralische Probleme erkennen, ihre Rolle im sozialen Umfeld analysieren und ihr Verhalten in Konfliktsituationen erproben und vernunftgeleitet gestalten können. Sie sollen ihr Verhältnis zur Konsumwelt und den Umgang mit der Natur kritisch bestimmen und diskutieren sowie die unterschiedlichen medialen Zugänge zur Welt vergleichen, beschreiben und bewerten. Dabei gilt es auch, sich die Konsequenzen eigenen und fremden Handelns und die Werte und Normen der eigenen und fremder Kulturen bewusst zu machen. Insbesondere mit der Kenntnis der Geschichte und der Praxis der monotheistischen Religionen soll die Achtung und kritische Toleranz gegenüber Andersdenkenden gefördert werden. Dazu dienen Exkursionen in eine Synagoge in der Jahrgangsstufe 6 und der Besuch einer Moschee in der Jahrgangsstufe 8. Und mit der Frage nach einem sinnvollen Leben und würdevollen Sterben wird die Auseinandersetzung mit existenziellen Grunderfahrungen angeregt. Die Bearbeitung und Reflexion moralischer Fragestellungen, die in der Geschichte der philosophischen Ethik zentrale Bedeutung erlangt haben, bildet das zentrale Thema der Jahrgangsstufe 9.

Mit der Behandlung der Themenkomplexe „Glück“ und „Religiöse Sinngebung des Lebens“, der unter­schiedlichen Menschenbilder in Philosophie und Wissenschaft, der Bedeutung von Vernunft und Gewissen, des Problemfeldes Recht und Gerechtigkeit und des Verhältnisses von Natur und Technik hat der Ethikunterricht der gymnasialen Oberstufe eine interdisziplinäre Ausrichtung, die der  Bioethik (besonders in Bezug auf Gentechnik), der Medizinethik und der Umweltethik besondere Aufmerksamkeit schenkt.

Im Fach Geschichte soll ein historisches Bewusstsein im Sinne einer kritischen Auseinander­setzung mit der Vergangenheit und ihrer Bedeutung für die Gegenwart geschaffen werden. Die Schüler sollen eine reflektierte Urteilsbildung auf der Grundlage vielfältiger Perspektiven erreichen. In diesem Sinne wird auch eine sinnvolle Erinnerungskultur angestrebt. Die ethische Grundlage bildet dabei das christliche Menschenbild, sodass gerade auch soziale Aspekte vergangener Epochen bewusst gemacht werden.

Mit der eigenständigen Erarbeitung von Themen und der Erfassung, methodischen Analyse und Interpretation unterschiedlicher Quellen(gattungen) soll das selbständige Denken gefördert und die  Urteilskompetenz gestärkt werden. Neben der systematischen Vermittlung von Metho­den und Arbeits­techniken ist dabei die multiperspektivische Rekonstruktion einstiger Realitä­ten im Zuge der Arbeit an Texten und die Herstellung von Gegenwartsbezügen in Rollenspielen und Diskussionen von besonderer Bedeutung.

Neben der fächerübergreifenden Arbeit an Projekttagen spielen außerschulische Lernorte für die geschichtliche Erkundung und (Selbst-) Erfahrung eine besondere Rolle, so  etwa der Besuch von heimatlichen historischen Orte und Museen, von Denkmälern und Gedenkstätten im Zuge von Exkursionen insbesondere in den Jahrgangsstufen 9 und 11 (z.B. Ladenburg, Kloster Lorsch, Friedrich-Ebert-Museum , Technoseum, KZ-Gedenkstätte Sandhofen, Hambacher Schloss …) 

Der Unterricht im Fach Politik und Wirtschaft will die soziale, politische und ökonomische Sozialisation der Schülerinnen und Schüler thematisieren. Ziel ist es, sie in die Lage zu versetzen, in Staat und Gesellschaft ihre Rolle als Bürger zu finden. Der rasante Wandel unserer Lebensver­hältnisse verlangt nicht nur Kenntnisse über das Erscheinungsbild unserer Gesellschaft, die Grundent­scheidungen unseres politischen Systems und wirtschaftliche Zusammenhänge. Erfor­derlich ist insbesondere die Fähigkeit zur selbständigen und verantwortlichen Erkenntnis und Analyse von Problemen und deren Bewertung.

Wir wollen die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, vielfältigen Anforderungen des Lebens gewachsen zu sein. Der Unterricht bereitet vor auf die späteren Rollen als Bürger und Wähler sowie als Konsument, auf die Arbeitswelt und auf die Anforderungen der Ökonomie und der Ökologie.

Besonderen Wert legen wir darauf, dass die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen entwickeln, um politische und wirtschaftliche Sachverhalte erkennen, unterscheiden, einordnen und proble­matisieren zu können. Sie werden angeleitet, sich zentraler Fachmethoden und einschlägigen Fach­wissens zu bedienen. In der Präsentation und Diskussion kontroverser Themen, im Austausch der Meinungen und in der Auseinandersetzung mit ethischen Grundsätzen in Wirtschaft und Politik entwickeln sie angemessene Urteilsformen und Wertmaßstäbe.

Zu den Aktivitäten, die über den Unterricht hinaus gehen und unsere Fachschaft auszeichnen, zählen die Begegnung mit Vertretern der politischen Institutionen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene durch Erkundung des Rathauses, im Rahmen der Studienfahrt nach Berlin in der Qualifikationsphase und durch die Befragung von Stadt- und Landes­poli­ti­kern bei Podiums­diskussionen der Wahlkreiskandidaten anlässlich von Landes- und Bundestagswahlen. Darüber hinaus erfolgt die Teilnahme an außerunterrichtlichen Projekten, Planspielen und Wettbewerben wie z.B. „Jugend denkt Europa“, Planspiel Börse, Bankenplanspiel, Projekt „Jugend und Wirtschaft“ und Projekt „Business @ School“. Der Wertevermittlung und Erziehung zu mündigen, aktiven und verantwortungsvollen Staats­bürgern dient der Besuch einer Gerichtsverhandlung in der Jahrgangs­stufe 8. Und mit der Erarbeitung eines finanziellen Haushaltsplanes sollen die Schülerinnen und Schüler die Bedingungen und Folgen sowie die Kriterien und Gründe von wirtschaftlichen Ent­scheidungen analysieren und beurteilen sowie Entscheidungen und zukünftige Eigenverantwortung im Bereich der Haushaltsführung einüben.

Im Katholischen und Evangelischen Religionsunterricht vermitteln wir solide Kennt­nisse in den Bereichen Bibel, Ethik, Glaubenspraxis und ?tradi­tionen. Wir stellen Leben, Wirken und Bedeutung Jesu Christi als Zentrum unseres Glaubens dar. Wir setzen uns mit verschiedenen Ausprägungen von Kirche auseinander, gehen auf konfessionelle Unterschiede ein und verdeutlichen die Wichtig­keit jedes einzelnen Christen für seine Gestaltung den gemeindlichen Lebens. Dabei regen wir an zu kritisch-konstruktivem Hinterfragen von Werten und Normen und eröffnen positive Sinnhorizonte.

Unsere Fachschaft zeichnet sich dadurch aus, dass wir den christlichen Glauben verständlich dar­stellen und seine Bedeutsamkeit für die Lebenspraxis zeigen. Wir ermutigen zur Suche nach dem persönlichen Lebenssinn jedes Einzelnen, indem wir bei uns und unseren Schülern die Begegnung mit Gott, mit sich selbst, mit anderen Menschen und Religionen und mit der Schöpfung anbahnen. Wir machen Aspekte des Glaubens erfahrbar und sprechen beispielsweise in den Jahrgangsstufe 5 und 6 über das Geheimnis des Glau­bens in einer Unterrichtseinheit ‚Beten’. Wir geben der per­sönlichen und gemeinschaftlichen Gottesbeziehung Raum durch die Feier und Mitgestaltung von Gottesdiensten in den einzelnen Klassen bzw. Jahrgangsstufen. Wir fördern die Begegnung mit geschichtlichen Zeugnissen des Glaubens und kirchlichen Lebens, indem wir mit den Kursen in Katholischer Religion in der Oberstufe eine Exkursion nach Mainz durchführen. Und wir ver­knüpfen den Unterricht mit außerunterrichtlichen Veranstaltungen (z.B. mit Gottes­diensten der ganzen Schul­gemeinde und zu Gedenktagen des Kirchenjahres) und unterstützen insbesondere die Arbeit der Schulseelsorge.

Das Unterrichtsfach Mathematik kann glückliche Momente bescheren. Es ist unsere Motivation, den Schülerinnen und Schülern ein positives Bild dieses Faches zu vermitteln, sodass sie sich gerne mit Mathematik beschäftigen. Wir organisieren den Unterricht so, dass die Schülerinnen und Schüler Erfolgs­erlebnisse haben und sich für das Fach begeistern können.

Unsere Schülerinnen und Schüler

  • werden zu logischem, strukturiertem Denken befähigt, in dem sie innermathematische Struk­turen und Zusammenhänge entdecken, begreifen und hinterfragen.

  • erkennen, dass Mathematik in erheblichem Maße zum Welt- und Um­welt­verständnis bei­trägt, indem sie sich mit Anwendungsaufgaben und mathema­tischem Modellieren ausein­andersetzen.

  • erwerben die Fähigkeit zur Problemlösung, indem sie z. B. anhand von Musteraufga­ben Lösungsstrategien entwickeln und einen Katalog von Lösungsansätzen erarbeiten.

  • werden zu Selbständigkeit und Beharrlichkeit ermuntert, indem sie ständig Rechen­techniken wiederholen, den eigenen Kenntnisstand kritisch reflektieren und selb­ständig aus Fehlern lernen. Aus diesem Grund enthält jede Klassenarbeit einen Wieder­holungsteil.

Der Biologieunterricht ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, sich mit den verschiedenen Aspekten und Strukturen des Lebens auseinander zu setzen. Dabei entwickelt sich ein komplexes Verständnis für seine unterschiedlichen Formen, seine Voraussetzungen und Gefährdungen.

Besonderen Wert legen wir in unserem Unterricht auf

  • die Wahrnehmung zoopädagogischer Angebote in der Unterstufe.

  • Exkursionen zum Deutschen Krebsforschungszentrum, Explo-Lernlabor oder zu verschie­denen Fakultäten der Universität in Heidelberg, besonders in der Einführungsphase.

  • die Durchführung von gentechnischen Experimenten in einem molekularbiologischen Schü­ler­labor in der Qualifikationsphase mit jedem Leistungskurs, nach Möglichkeit auch mit Grund­kursen.

  • die praktische Untersuchung eines Ökosystems im Rahmen einer Exkursion passend zum Unterrichtsverlauf mit jedem Leistungskurs, in vereinfachter Form auch mit jedem Grund­kurs.

  • eine vorbereitete Exkursion zur Neurologischen Klinik der Medizinischen Fakultät Mann­heim der Universität Heidelberg mit dem Leistungskurs im dritten Halbjahr der Qualifi­kationsphase.

  • die Ermutigung zur Teilnahme an Wettbewerben, z.B. Jugend forscht.
  • die Zusammenarbeit mit dem Fach Sport sowie mit der Umwelt-AG (Biotop­vernetzungs­konzept) und dem Gesundheitsteam. Eine Reflexion ethischer Fragestellungen, die sich aus moderner naturwissenschaftlicher Forschung und Anwendung ergeben, erfolgt zwischen den Kolleginnen und Kollegen der Fächer Biologie, Evangelischer und Katholischer Religion sowie Ethik.

Das Fach Chemie ermöglicht eine genauere Einsicht in die uns umgebende stoffliche Welt, indem es die elementaren Bestandteile und deren Reaktionen untereinander untersucht. Damit wird das Verständnis für natürliche und künstliche Stoffe und mögliche positive wie negative Auswirkungen auf die Umwelt auch unter ethischen Gesichtspunkten geschärft.

Wichtig sind uns

  • n Besuch in einem Schülerlabor bei BASF, Merck oder an der TU Darmstadt mit dem Leistungskurs.

  • Exkursionen mit jedem Leistungskurs zu mindestens zwei Betrieben der chemischen Industrie, bevorzugt Merck und BASF, oder chemischen Fakultäten an Universitäten, z.B. an der TU Darmstadt oder der Universität Heidelberg.

  • Ermutigung zur Teilnahme an chemischen Wettbewerben (z.B. Jugend forscht, Chemie Olympiade, Chemie-mach-mit oder Dechemax) und chemischen Angeboten der Universitä­ten in Darmstadt und Heidelberg (z.B. Vorträge, Vorlesungen, Seminare, Praktika oder das „Life Science Lab“).

  • Empfehlung von Büchern und Software zum interessengeleiteten Eigenstudium oder dem Aufarbeiten von Defiziten.

  • fachübergreifender und fächerverbindender Unterricht, speziell im Biologie- und Chemie-Unterricht der Einführungsphase.

  • Nutzung von Förderangeboten der Industrie zur Verbesserung der Ausstattung.

Physik und Weltverständnis bedingen einander. Deshalb ist es uns wichtig, den Schülerinnen und Schülern durch die Beschäftigung mit unserem Fach ein positives Bild und tieferes Verständnis von Physik und damit der Welt zu eröffnen. Darüber hinaus ist es unser Bestreben, dass unsere Schü­lerin­nen und Schüler Physik als mögliches Berufsfeld erkennen.

Besondere Akzente setzen wir dabei durch

  • die Erziehung zum analytischen Denken und zur Modellbildung, wobei auch die Tragweite der Modelle reflektiert wird.

  • Die Erziehung zum selbständigen Handeln durch Hausversuche, Schulversuche und Schü­ler­versuche sowie Simulationsexperimente (Activboard, Applets).

  • die Umwelterziehung im Themenkreis Energie in der Jahrgangsstufe 9.

  • die Nutzung außerschulischer Lernorte, wie z.B. mit dem Leistungskurs Physik des Schü­lerlabors der GSI und der Veranstaltung „Saturday Morning Physics“ der TU Darmstadt.

Die Fachschaft Informatik weist daraufhin, dass die gesellschaftliche und beruf­liche Wirklichkeit von digitalen Strukturen und Prozessen geprägt ist, die dem Verhalten des Einzelnen neue Möglichkeiten eröffnen, es aber auch manipulativ beeinflussen können. Zudem durchdringen digi­tale Medien zunehmend Privatleben und Beruf. Deshalb ist es dringend not­wendig, Schülerin­nen und Schülern einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Medien zu vermitteln. Sie sollen im Rahmen des Unterrichts deren Möglich­keiten, aber auch deren Grenzen kennenlernen.

Darüber hinaus verstehen wir den Umgang mit digitalen Medien als Kulturtechnik, deren Erlernen und Nutzung vermittelt werden sollte, ohne dass eine Beschränkung auf bestimmte Plattformen und Anbieter erfolgt.

Im Differenzierungsunterricht der Jahrgangsstufen 5 und 9 legen wir den Schwerpunkt auf die Vermittlung eines kompetenten Umgangs mit dem Computer, dessen zentralen Anwendungen und dem Internet. Dem Alter der Schüler angemessen kommen dabei mehr oder weniger spielerische Unterrichtsmethoden zur Anwendung.

Die Jahrgangsstufe 10 sehen wir als Brücke zwischen der anwendungsbezogenen Vermittlung in der Mittelstufe und der eher theoretisch geprägten Vermittlung von Grundlagen in der Qualifikations­phase. Schülerinnen und Schüler sollen hier auf der Grundlage ihres Erfahrungs­horizontes all­mählich an die konstruktiven Grundlagen der IT-Technik herangeführt werden.

Es findet selbständige Arbeit sowohl an kleineren als auch an umfangreichen Projekten statt. Wir integrieren Inhaltsfelder und Kompetenzbereiche des Hessischen Kerncurriculums sowie christ­liche Bezüge des vom Bischöflichen Ordinariat verabschiedeten profilspezifischen Lehrplans in unseren Unterricht.

Der Sportunterricht unterstützt und fördert die Gesundheit der Kinder. Durch ein vielseitiges Angebot lernen Schülerinnen und Schüler Bewegung, Spiel und Sport als eine Möglichkeit zur gesunden und nachhaltigen Lebensführung kennen. Die Sportstunden dienen zudem als Ausgleich zu den mehr kognitiven Lernanforderungen und schaffen die Möglichkeit, eine Balance zwischen psychischen, physischen und sozialen Bedürfnissen zu finden. In den höheren Jahrgangsstufen werden Kompetenzen für ein gesundheitsbewusstes Sporttreiben in eigener Verantwortung vermittelt. Dabei lernen unsere Schülerinnen und Schüler gesundheitliche Risiken, z.B. die Aus­wirkungen auf den Körper durch falsches Training und Gefahren durch den Einsatz von Drogen und Dopingmitteln, kennen.

Sport ist soziale Interaktion. In unserem Sportunterricht wird dies deutlich durch das Erleben von Mit- und Gegeneinander, z.B. bei den Sportspielen, durch das Akzeptieren und Einhalten von Regeln, durch das Einfordern eines respektvollen Umgangs mit Gegnern und Mitspielern.

Körperwahrnehmung ist ein zentraler Aspekt des Sportunterrichts und bedeutet, dass wir Freude an der Bewegung vermitteln wollen. Es geht darum, Körpererfahrung beim Erlernen neuer Be­wegungs­abläufe zu erleben und den eigenen Körper als Ausdrucksmittel zu entdecken, z.B. bei Tanz, Turnen und Gymnastik.

Im Sportunterricht geht es auch um Leistung. Für unsere Schülerinnen und Schüler heißt das, dass sie eigene Möglichkeiten und Grenzen erfahren, dass sie Fertigkeiten selbstbewusst präsentieren können und dass sie über den Sport hinaus eine positive Einstellung zum Ehrgeiz entwickeln, dass individuelle Leistungsentwicklungen berücksichtigt werden und keineswegs nur gesetzte Normen bewertet werden.

Die Bedingungen für das Fach Sport sind an unserer Schule gut. Es beginnt bei den modern und gut ausgestatteten Sportstätten, dem Angebot von Arbeitsgemeinschaften wie z.B. in Fußball, Handball, Leichtathletik, der Zusammenarbeit mit Vereinen und der Talentfördergruppe und endet bei den vielfältigen Beiträgen der Fachschaft Sport wie der Ausrichtung und Teilnahme an Wettkämpfen, z.B. Jugend trainiert, Bundesjugendspiele sowie Spielfeste, Projekttage, Projekte u.a.m.

 

4.5. Berufs- und Studienorientierung

Die Berufs- und Studienorientierung ist eine wesentliche Aufgabe von Schule. Um den Schülerin­nen und Schülern eine Berufs- und Studienorientierung zu ermöglichen, hat die Albertus-Magnus-Schule folgende Veranstaltungen für die Schülerinnen und Schüler eingerichtet.

Betriebspraktikum

Ziel des Praktikums ist es, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit ihrer Berufswahl und in diesem Zusammenhang mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten auseinandersetzen. Indem sie über ihre Berufswahl nachdenken, analysieren sie ihre eigenen Stärken und Schwächen und diagnostizieren ihre Neigungen. Das Praktikum wird in der Jahrgangsstufe 9 durchgeführt. Mit dem Abschluss der  Jahrgangsstufe 10 können die Schülerinnen und Schüler den mittleren Schulabschluss erlangen und im Anschluss eine Ausbildung beginnen. Das Praktikum leitet die Schülerinnen und Schüler somit zum rechten Zeitpunkt dazu an, sich mit ihrer Zukunft auseinanderzusetzen, bevor sie in die Einführungsphase der Oberstufe gehen. Sie können bewusst die Entscheidung treffen, das Abitur anzustreben oder aber eine Ausbildung zu beginnen.

Bei der Durchführung des Betriebspraktikums handeln die Schülerinnen und Schüler selbständig, indem sie den Praktikums­betrieb auswählen, ihre Bewerbungen selbst formulieren und an Vor­stellungsgesprächen teil­nehmen. Die Albertus-Magnus-Schule sorgt durch entsprechende Vorarbeit in den Fächern Politik und Wirtschaft und Deutsch für eine adäquate Vorbereitung, sodass den Schülerinnen und Schüler im Vorfeld bereits die Möglichkeit zur Erlangung der geforderten Kom­petenzen gegeben ist. Durch diese Vorgehensweise erreichen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Selbständigkeit, sondern werden zugleich verantwortlichem Handeln angeleitet. Während des zwei­wöchigen Praktikums werden die Schülerinnen und Schüler von einer Lehrperson betreut, die sie vor Ort im Betrieb besucht und bei Fragen oder Problemen zur Verfügung steht.

Im Anschluss an das Praktikum stellen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Präsen­tations­abends ihre Erfahrungen vor. Bei dieser Auswertung reflektieren sie ihre Erfahrungen im Hinblick auf die Erwartungen, die sie im Vorfeld hatten. Zudem werden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 mit ihren Eltern zu diesem Abend eingeladen, um auf diese Weise von den Erfahrungen der älteren Schülerinnen und Schüler zu profitieren und Anregungen für das eigene Praktikum zu erhalten.

Bewerbertraining

In der Qualifikationsphase bieten wir den Schülerinnen und Schülern verschiedene Möglichkeiten an. Neben zwei Abenden zum Thema Selbstmanagement, die in der Regel von einem ehemaligen Schüler gestaltet werden, finden zwei Seminare statt, in denen Vorstellungsgespräche geübt werden. In diesen Seminaren werden Stellenanzeigen analysiert und Übungen für Assessmentcenter in Form von Rollenspielen angeboten.

5. Entwicklungsziele

Christ sein heißt unterwegs sein. So gehört zu einer christlichen Schule das stete Bemühen, sich weiterzuentwickeln. Dies tun wir. Vor dem Hintergrund unseres vielfältigen Bildungsangebots wollen wir unser besonderes Profil entfalten und die Lernbedingungen an unserer Schule opti­mieren. Dazu konzentrieren wir uns auf verschiedene Entwicklungsbereiche: auf die Stärkung des christlichen, altsprachlichen und des mathematisch-naturwissenschaftlichen Profils sowie auf die Gesundheitsförderung, Kompetenzorientierung und auf die Entwicklung einer Feedback-Kultur. Das sind große Vorhaben. Für uns Herausforderungen, in diesen Bereichen in den kommenden Jahren verstärkt zu arbeiten.

5.1. Ausweitung des christlichen Profils

An erster Stelle steht für uns die Ausweitung unseres christlichen Profils, das unser Selbst­verständnis trägt und unsere Schule als Lebensraum prägt. Beides kommt exemplarisch durch unseren Schulpatron zum Ausdruck, der in seiner Zeit als Universalgelehrter bezeichnet wurde. Daher soll der Albertus-Magnus-Tag weiter entwickelt werden: von einem Projekttag der Jahr­gangs­stufe 5 zu einem Tag, der die ganze Schulgemeinde inspiriert. Dazu wird in einem ersten Schritt ein jährliches „Albertus-Forum“ organisiert. Es soll in Form einer an den Albertus-Magnus-Tag angeschlossenen Abendveranstaltungen für die älteren Schülerinnen und Schüler bzw. Kol­legin­nen, Kollegen und Eltern eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit Gedanken und Themen des heiligen Albertus bieten bzw. diese weiterführen und aus unterschiedlichen Perspektiven beleu­chten.

Der Gemeinschaftsgedanke der christlichen Schule verdichtet sich in der Jugendarbeit, die wir im Rahmen der Jugendverbände der Gemeinschaft christlichen Lebens, kurz J-GCL, betreiben. Hier können die Schülerinnen und Schüler exemplarisch die christlichen Grundwerte erfahren: im eigenen Handeln und in der Begleitung durch die Schulseelsorge. Unsere J-GCL-Gruppen sollen daher in größere Räumlichkeiten umziehen, die bessere Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Außerdem sollen durch Werbung mehr Mitglieder gewonnen und Mitgliedsbeiträge erhoben werden. Die Qualität der Gruppenarbeit soll verbessert werden, indem die Gruppenleiterinnen und -leiter an Schulungen teilnehmen, die auf Diözesanebene angeboten werden. Mittelfristig soll das Angebot einer jährlichen Freizeit etabliert werden.

Die Schulseelsorge plant einen Umzug in größere Räumlichkeiten. Im ehemaligen Haus­meister­haus, dem derzeitigen Betreuungsbereich, sollen neue Projekte wie z.B. ein Oberstufencafé angeboten werden.

Um die Spiritualität besser im Alltag der Schülerinnen und Schüler zu verankern, wollen wir ein Schulgebet formulieren und dafür Sorge tragen, dass es in den Lerngruppen regelmäßig gebetet wird. Außerdem soll eine Materialsammlung zum Thema Segen für Tages- oder Mehrtagesfahrten entstehen, die dann von den Kolleginnen und Kollegen verwendet werden kann.

5.2. Stärkung des altsprachlichen Profils

Da es nicht mehr selbstverständlich ist, dass Latein und Altgriechisch im Fächerkanon vertreten sind, und wir merken, dass es notwendig ist, Kinder und ihre Eltern für dieses Angebot zu interessieren, wollen wir das altsprachliche Profil stärken. Das altsprachliche Bildungsangebot ist aus unserer Sicht nicht aufzugeben.

  • Wir wollen gewährleisten, dass Latein als erste Fremdsprache im Klassenverband gelernt wird, indem wir die Kooperation mit den Grundschulen verstärken. Denn die Grunds­chülerinnen und -schüler sollen die Chance erhalten, über das Fach Latein gut informiert zu werden, um eine begründete Fremdsprachenwahl zu treffen. Da sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass die angebotenen „Schnupperstunden“ auf große Resonanz bei den angehenden Gym­nasiasten gestoßen sind, soll ein Konzept erarbeitet und durch­geführt werden, nach dem Werbe­aktionen für Latein als erste Fremdsprache regelmäßig durchgeführt werden können. In diesem Konzept ist die Bandbreite des Faches im Hinblick auf den Kompetenzerwerb darzustellen. Auf kindgerechte Art soll den Kindern nahe gebracht werden, was Gegenstand des Latein­unterrichtes ist. Das Konzept wird von der Fachschaft Latein erarbeitet und von einer von der Fachschaft bestimmten Lehrkraft durchgeführt.

  • Für die altsprachlichen Fächer wird eine regelmäßige Teilnahme an Fremdsprachenwett­be­werben angestrebt, indem wir unsere Schülerinnen und Schüler positiv motivieren und begleiten.

  • Um die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu fördern, setzt sich die Fachschaft zum Ziel, die Fächer Latein und Altgriechisch enger mit den Fächern Deutsch, Geschichte, Ethik und Religion zu verzahnen, indem wir neben thematischen Absprachen mit den Fachlehrern fächerverbindende Projekte und Exkursionen planen.

  • Da wir davon überzeugt sind,  dass mit Altgriechisch ein vertieftes Kennenlernen und Verstehen der Wurzeln unseres europäischen Werte-, Begriffs- und Denksystems er­möglicht wird, setzen wir uns das Ziel, Altgriechisch als 3. Fremdsprache fest zu ver­ankern und kontinuierlich ab der Jahrgangsstufe 9 anzubieten, indem wir ein Konzept erarbeiten, welches den Schülerinnen und Schülern  helfen soll, die Attraktivität dieses Unterrichtsfaches schon im Voraus zu vermitteln. Projekte wie z.B. „Erste Gehversuche mit dem griechischen Alphabet“ sollen Berührungsängste der Schülerinnen und Schüler und Vorurteile bezüglich der Schwierigkeit dieses Faches ab­bauen. Nach wie vor bleiben dabei die bis­herigen Ziele bestehen, eine zweiwöchige Exkursion nach Griechenland durchzu­führen, wichtige Ausstellungen zu besuchen und das Graecum zu erwerben.

5.3. Vertiefung des naturwissenschaftlichen Profils

Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler für die naturwissenschaftlichen Fächer begeistern und für die Lösung technologischer Fragestellungen interessieren, indem wir ihnen z.B. durch außerschulische Kooperationen einen Einblick in entsprechende Berufsfelder ermöglichen. Im Fach Physik werden wir für die Jahrgangsstufe 9 mit einem Unternehmen aus dem Bereich Energie­technik zusammenarbeiten. Die Projekte werden jeweils von Fachkollegen, die in der betroffenen Jahrgangsstufe unterrichten, akquiriert und koordiniert. Zur Erhöhung der Motivation der Schülerin­nen und Schüler soll der von den naturwissenschaftlichen Phänomenen ausgehenden Faszination mehr Raum gegeben werden.

Die jeweilige Lehrkraft des Chemieleistungskurses führt, orientiert an den Bedürfnissen der jeweiligen Lerngruppe, mindestens eine weitere Exkursion zu Betrieben der chemischen Industrie bzw. Forschungseinrichtungen durch, die zum jeweiligen Zeitpunkt aktuelle berufsfeldorientierende Angebote unterbreiten. Da wir feststellen, dass Mädchen in den naturwissenschaftlichen Bereichen unterrepräsentiert sind, sollen besonders Schülerinnen in der Einführungsphase bei ihrer Ent­scheidung für die Anwahl der naturwissenschaftlichen Fächer in der Qualifikationsphase beraten werden. In der Vergangenheit hatte sich gezeigt, dass sie bei der Wahl der Naturwissenschaften häufig unschlüssig waren, wofür sie sich entscheiden sollten. Aus diesem Grund werden wir eine Schülerinnen-Beraterin NaWi stellen. Sie wird im Bereich Naturwissenschaften Schülerinnen in ihrer Entscheidung dahingehend beraten, welches der drei Fächer am Besten für ihre persönliche Laufbahn geeignet ist. Auch Schüler können von diesem Beratungsangebot Gebrauch machen.

Ein Kollege bietet an, kompetenzorientierte Lernkontrollen und Klassenarbeiten in den Fächern Biologie, Chemie, Physik und Mathematik zusammenzustellen. Den einzelnen Aufgaben wird er Kompetenzbereiche mit den entsprechenden Niveaus zuordnen. In Fällen, wo dies nötig erscheint, wird eine Erläuterung vorgenommen, besonders notwendig scheint dies bei den Kompetenzen, die in der jeweiligen Arbeit nicht abgeprüft werden. Die Arbeiten mit Musterlösung und Kom­petenzzuordnung werden unter der Gruppe „all teachers“ auf dem Server des Netzwerkes abgelegt, so dass sie jedem interessierten Kollegen zur Verfügung stehen. Der Schwerpunkt liegt nicht auf der Erstellung neuer Aufgabenformate, sondern in der Zuordnung der fachlichen Kompetenzen bei bestehenden Aufgaben, aus denen er dann die Arbeiten zusammenstellt. Eine Zusammenarbeit mit den Kollegen des Fachbereiches ist erwünscht, im ersten Schritt bestünde sie aus der Zurver­fügungstellung bestehender Arbeiten. Das quantitative Ziel ist, pro Kalenderjahr pro Fach zwei Arbeiten zusammenzustellen, beginnend mit dem Anfangsunterricht der jeweiligen Fächer.

Wir streben eine Erweiterung des im Unterricht eingesetzten Methodenrepertoires an, indem die Lehrkräfte in den nächsten Jahren für sie neue Unterrichtsmethoden erproben und diese, wenn sie sich in der Praxis bewährt haben, in einem Fachschaftsportfolio den anderen Mitgliedern der Fachschaften zur Verfügung stellen.

Es wird angestrebt, dass in den naturwissenschaftlichen Fächern jeweils ein Leistungskurs statt­finden kann. Hierzu soll es z.B. im Fach Chemie Zusatzangebote zur Vorbereitung auf die Ober­stufenkurse geben, so dass Defizite aus der Mittelstufe kompensiert werden können.

Die naturwissenschaftlichen Fächer wollen weiterhin im Differenzierungsangebot vertreten sein, z.B. im Jahrgang 5 und 8 mit „Naturphänomene -  untersuchen, verstehen und begreifen“. Ebenso in der Jahrgangsstufe 8 mit „Gesund und munter“ sowie in der Jahrgangsstufe 9 mit dem bilingualen Differenzierungsangebot „Understanding Chemistry“.

Ergänzend soll das Angebot der Naturwissenschaften durch Arbeitsgemeinschaften erweitert wer­den, z.B. durch ein jährliches Angebot wie „Experimentalchemie“ für Schülerinnen und Schüler ab der Einführungsphase. Es soll ein Angebot einer partiell bilingualen Arbeitsgemeinschaft für Schülerinnen und Schüler ab der Einführungsphase aufgebaut werden, sofern die organisatorischen Rahmenbedingungen dies ermöglichen.

5.4. Entfaltung gesundheitsfördernder Aspekte

Die Pflege und Weiterentwicklung der Gesundheitsförderung wird an unserer Schule von einem Gesundheitsteam unterstützt, in dem Kolleginnen und Kollegen, die Schulleiterin und Schülerver­treter aktiv sind. Eine Mitarbeit der Eltern wird angestrebt. Als Ziel konsequenter und nachhaltiger Gesundheitsförderung streben wir das Zertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ an, das vom Hessischen Kultusministerium verliehen wird.

Bisher konnten folgende Teilzertifikate erreicht werden:

  • Bewegung und Wahrnehmung                     (2010 erhalten)
  • Ernährung und Verbraucherbildung             (2010 erhalten)
  • Sucht- und Gewaltprävention                     (2011 erhalten)
  • Umwelterziehung                                      (2011 erhalten)

Unser Schulentwicklungsprozess hat also bereits begonnen, mit dem Ziel, Schule als Lebensraum für alle Mitglieder der Schulgemeinde gesundheitsförderlich zu gestalten. Dabei gilt es, die Standards zur Gesundheitsförderung zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Als wichtigstes Entwicklungsziel im Bereich gesunde Ernährung gilt es, den hohen Standard zu erhalten, der uns bei der Vergabe der Teilzertifikate bescheinigt wurde. Außerdem wird im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Eltern angestrebt, Informationsabende über gesundes Pausenbrot  anzubieten.

Für den Bereich „Bewegungsfördernde Anlässe im alltäglichen Unterricht“ werden der Aufbau und die Einführung eines Pools von kleinen Bewegungs-, Interaktions- und Konzentrationsspielen in den nächsten Schuljahren ins Auge gefasst.

Geplant ist, das Projekt „PIT“ weiter zu etablieren, so dass alle Klassen der Jahrgangsstufe 7 teilnehmen können. Bis 2014 soll das Projekt „Erleben macht Schule“ jahrgangsübergreifend in allen 7. und 8. Klassen angeboten werden.

Zukünftig wollen wir die Basis unserer Umwelterziehung weiter festigen, indem wir vermehrt Kollegium und Eltern in die Projekte einbeziehen. Im Bereich der Lehrergesundheit sollen in Zukunft verstärkt Gesundheitsprojekte angeboten werden.

5.5. Förderung des kompetenzorientierten Lernens und Lehrens

Die Umsetzung des kompetenzorientierten Lernens und Lehrens ist uns ein wichtiges Anliegen für die kommenden Jahre. Dies wollen wir zum einen fachbezogen fördern, wobei sich hier die einzelnen Fachschaften ihre je eigenen Entwicklungsziele gesetzt haben. Zum anderen ist es uns ein großes Anliegen, die vielfältigen Methoden, die wir in den einzelnen Fächern praktizieren, in ein Methodencurriculum zusammenzuführen.

In den kommenden drei Jahren möchten wir im Deutschunterricht besonders die folgenden Punkte verfolgen:

  • In der Befähigung zur Überarbeitung eigener Schreibprodukte sehen wir noch Handlungs­möglichkeiten und haben uns deshalb zum Ziel gesetzt, dies zu verbessern, indem wir derartige Überarbeitungen fordern und fördern.

  • Die Förderung zur konkreten Begegnung mit Literatur soll in der Oberstufe verändert beibe­halten und erweitert werden, indem wir „Tage der Literatur und Kultur in der Oberstufe“ durchführen.

  • Die Fachschaft nimmt an einer Fortbildung des Staatlichen Schulamtes zum „kompetenz­orientierten Unterricht“ teil, sodass die oben erwähnten Aspekte hinsichtlich der Modernität und Vielfalt in der didaktischen Konzeption auch weiterhin gewährleistet sind.

Entwicklungsziele der Fachschaft Englisch sind:

  • Stärkere Einbindung von Fortbildungsveranstaltungen vor Ort bezüglich des achtjährigen Gymnasiums, Landesabiturs und neuer Aufgabenformate (Bildungsstandards für den mittleren Abschluss und Kommunikationsprüfungen in der Oberstufe).

  • Zur Vorbereitung von Englisch als Lingua Franca soll das Angebot von Projekten und bilingualem Unterricht erweitert werden. Des Weiteren soll geprüft werden, ob die Schülerinnen und Schüler im schulischen Rahmen auf den Erwerb von Sprachzertifikaten vorbereitet werden können.

In der Fachschaft Französisch setzen wir uns zum Ziel:

  • Stärkung der Außenwirkung des Französischen im schulischen wie außerschulischen Be­reich durch Selbstdarstellung des Faches, Werbung und Pressearbeit u.a. am Deutsch-Französischen Tag.

  • Verstärkte Förderung der Methodenkompetenz u.a. durch die Arbeit mit Diagnosebögen zur Fehlerreduktion ab der Einführungsphase.

  • Intensivierung der mündlichen wie schriftlichen Kommunikationskompetenzen sowie der interkulturellen Kompetenz. Dies wird möglich durch den verstärkten Einsatz von Referaten und Präsentationen in der Zielsprache sowie den Ausbau von Kontakten mit Mutter­sprachlern.

Entwicklungsziel der Fachschaft Musik ist:

  • Förderung fachlicher Kompetenzen durch eigene musikpraktische Erfahrung wie gemein­sames Singen und Musizieren im Unterricht.

Entwicklungsziele der Fachschaft Erdkunde:

  • Stärkere Förderung der Analyse- und Interpretationsfähigkeit von Karten, Statistiken, Schau­bildern u.ä. durch verstärkte Anwendung im Unterricht.

  • Förderung der Sprachkompetenz durch vermehrten Einsatz von Texten zur Vermittlung geografischer Zusammenhänge.

Entwicklungsziele der Fachschaft Geschichte:

  • Die Schaffung eines ausgeprägten historischen Bewusstseins im Sinne einer kritischen Aus­ein­andersetzung mit der Vergangenheit und ihrer Bedeutung für die Gegenwart, indem sich die Schülerinnen und Schüler multiperspektivisch mit subjektiven wie objektiven Quellen auseinander setzen und diese zur Rekonstruktion historischer Realitäten nutzen sowie kriterienorientiert reflektieren und diskutieren sowie ihre Bedeutung für die Gegenwart erkennen, erläutern und beurteilen.

  • Die reflektierte Urteilsbildung auf der Grundlage vielfältiger Perspektiven verstärken, indem bei der Behandlung historischer Themen unterschiedliche Sichtweisen im Unterricht thema­tisiert und diskutiert werden, so dass das Sach- und Werturteilsvermögen der Schülerinnen und Schüler zu historischen Prozessen gefördert wird.

Entwicklungsziele der Fachschaft Politik und Wirtschaft:

  • Die Fachschaft hat sich zum Ziel gesetzt, das Projekt „Nachwuchsexperte in Finanzfragen“ über den bisher vereinbarten Zeitrahmen hinaus in der Jahrgangsstufe 7 zu etablieren. Dieses Planspiel soll dazu dienen, die Finanzkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern, indem diese in die Rolle eines Auszubildenden schlüpfen können, der mit seinem monat­lichen Ausbildungseinkommen seinen Lebensunterhalt finanzieren muss. Die Schülerinnen und Schüler müssen beispielsweise an dessen Stelle entscheiden, welche Wohnung gemietet werden soll oder ob das Budget z.B. den Kauf eines neuen Handys zulässt. Die Fachschaft Politik und Wirtschaft will damit einen Beitrag zum reflektierten Umgang mit dem Geld und dem Erwerb von Lebens- und Konsummitteln leisten.

  • Ein weiteres Entwicklungsziel sieht die Fachschaft in der Vereinheitlichung der Präsen­tations­techniken, welche die Schülerinnen und Schüler vor allem im Zuge des Betriebs­prakti­kums in der Jahrgangsstufe 9 erwerben und anwenden sollen. Hierbei sollen die Schülerinnen und Schüler sowohl im Hinblick auf eine gelungene Präsentationsgestaltung als auch auf eine angemessene Vortragsweise geschult werden. Um dieses Ziel erreichen zu können, wird die Fachschaft ein Gremium benennen, welches einen Leitfaden für die Gestaltung der Präsentationen erarbeiten wird.

Entwicklungsziel der Fachschaften evangelische bzw. katholische Religion:

  • Wir wollen die Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler zielgerichtet und ver­bindlich fördern, indem wir Rollenspiele in der Jahrgangsstufe 6 einüben (z.B. am Thema Gewalt), in der Jahrgangsstufe 7 Stationenarbeit erproben und in der Jahrgangsstufe 8 und 9 Pro-Kontra-Diskussionen in schriftlicher Form durchführen.

Entwicklungsziel der Fachschaft Ethik:

  • Erarbeitung eines Materialpools zur verantwortlichen Mediennutzung in sozialen Netz­werken für die Jahrgangsstufe 7.

Entwicklungsziele der Fachschaft Mathematik:

  • Ausgehend vom Kerncurriculum Hessen 2011 setzt sich die Fachschaft zum Ziel, in den nächsten drei Jahren ein Schulcurriculum zu erarbeiten, beginnend mit den Jahrgangsstufen 5 und 6.

  • Im Rahmen der Entwicklung des Kerncurriculums strebt die Fachschaft an, sich in den kommenden Jahren durch entsprechende Fortbildungen unterstützen zu lassen.

  • Die Fachschaft wird nach Möglichkeit die Schülerinnen und Schüler bei der Vorbereitung auf das Landesabitur durch ein Zusatzangebot unterstützen.

Entwicklungsziele im Fach Informatik sind:

  • Der Anteil der weiblichen Teilnehmerinnen in den Kursen soll steigen.

  • Im Differenzierungsunterricht der Jahrgangsstufe 9 werden in Zukunft Inhalte, die sich mit juristischen, personenbezogenen und sicherheitsrelevanten Aspekten des Internets beschäfti­gen, verstärkt behandelt.

Unsere Ziele im Sportunterricht sind:

  • Im Sportunterricht wollen wir den Schülerinnen und Schülern verstärkt die Mehr­perspek­tivität sportlichen Handelns und Erlebens zugänglich machen: Wahrnehmung und Erfah­rung, Ausdruck und Gestaltung, Wagnis und Verantwortung, Leistung, Kon­kurrenz, Ko­operation und Toleranz sowie Gesundheit und Fitness.

  • Zunehmende Abkehr von rein normativen Lernerfolgskontrollen, hin zu Bewertungen, die auch den individuellen Fortschritt berücksichtigen.

  • Durch eine immer bewegungsunfreundlichere Umwelt und eine Verlängerung des Schul­alltags soll der Wert des Sportunterrichts allen Mitgliedern der Schulgemeinde noch stärker verdeutlicht werden.

Entwicklungsziel Methodencurriculum

Unser Ziel ist es, innerhalb der nächsten drei Jahre ein Methoden­curriculum zu erstellen. Um eine Verbindlichkeit des Erlernens fachspezifischer und überfachlicher Methoden zu gewährleisten, sollen die Jahrgangsstufe und das Fach abgesprochen werden, in der die spezielle Methode erlernt wird.

Im Sinne des kompetenzorientierten Unterrichtens soll die Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Entsprechend ist es erforderlich, dass diese in verschiedenen Klassenstufen über bestimmte methodische Fähigkeiten verfügen.

Jede Lehrperson hat damit die Möglichkeit, auf die Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler zurückzugreifen. Um Redundanzen im Erlernen der Methoden zu verhindern, soll für die unterschiedlichen Methoden ein Fundament in einer Klassenstufe eines Faches gelegt werden. Dieses Fundament wird durch weiteres Üben intensiviert und gefestigt.

5.6. Entwicklung einer Feedbackkultur

Unter Feedbackkultur wird eine Haltung verstanden, bei der regelmäßig die Möglichkeit einer Rückmeldung über den Unterricht gegeben wird, um ein gutes Miteinander und ein gelungenes Lernen zu fördern. Mit differenzierten, ehrlichen und ernsthaften Rückmeldungen wird verant­wortungs­bewusst sowohl Positives als auch Verbesserungswürdiges angesprochen. Rückmeldungen werden ernst genommen, daraus resultierende Ziele formuliert und umgesetzt. Dabei lernen auch die Schülerinnen und Schüler, sich gegenseitig konstruktiv Kritik zu geben.

Innerhalb der nächsten drei Jahre wollen wir die in Ansätzen vorhandene Feedbackkultur hin­sichtlich des Schüler-Lehrerfeedbacks weiterentwickeln. Erstrebenswert ist es, dass mehr als die Hälfte der Lehrkräfte regelmäßig Evaluationen durchführen. Die Mitglieder der Steuergruppe begleiten den Prozess und stehen beratend zur Verfügung.

Ziel der Feedbackkultur ist es, die Unterrichtsqualität zu verbessern, damit jeder Einzelne vom Unterricht profitieren kann. Eine gelungene Feedbackkultur soll darüber hinaus die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler erhöhen, insofern sich die Schülerinnen und Schüler ernst genommen fühlen und sie, indem sie an der Unterrichtsgestaltung teilhaben, Verantwortung übernehmen. Eine daraus resultierende ernsthafte und wertschätzende Rückmeldung soll alle Beteiligten positiv bestärken und motivieren.

Der Feedbackkultur werden folgende Prinzipien zu Grunde gelegt, die eingehalten werden müssen:

  • Begrenzung: Das Feedback findet ausschließlich zwischen den Schülerinnen und Schülern und der sie unterrichtenden Lehrperson statt.
  • Vertraulichkeit: Die Rückmeldung ist ausschließlich für die Beteiligten gedacht und wird weder Dritten zugänglich gemacht noch von Dritten ausgewertet.
  • Freiwilligkeit: Keine Lehrperson ist verpflichtet, eine Evaluation mit ihren Schülerinnen und Schülern durchzuführen. Die Feedbackkultur soll so entwickelt werden, dass es für Lehrper­sonen und Schülerinnen und Schüler bereichernd ist, Rückmeldungen zu bekommen.
  • Individuelle Vielfältigkeit: Für die Entwicklung einer Feedbackkultur gibt es unterschied­liche Wege, Formen und Methoden. Sie sollten sowohl dem Alter der Schülerinnen und Schüler als auch der Persönlichkeit der Lehrperson angepasst sein.

In den kommenden drei Jahren werden von der Schulleitung Mittel zur Fortbildung der Kolleginnen und Kollegen bereitgestellt. Die Schülervertretung unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, die Formen des Feedbacks einzuüben.