Startschuss zum 36. MINT-Erfinderlabor des Zentrums für Chemie

Louis Bugert von der Albertus-Magnus-Schule in Viernheim erforscht Hochleistungsmaterialien für die Energiewende an der TU Darmstadt

Bensheim/Darmstadt:

Eine Woche lang tauchen 16 Ausnahmetalente hessischer Schulen in die Materialforschung ein. Vom 30. Juni bis 5. Juli tüfteln sie, unterstützt von wissenschaftlichen Mitarbeitenden, an Materialien von morgen – für eine klimaneutrale und ressourcenschonende Zukunft. Die teilnehmenden Oberstufenschülerinnen und -schüler haben sich im strengen Auswahlprozess gegen 126 Mitbewerberinnen und 111 Mitbewerber mit hervorragenden Schulnoten durchgesetzt. Alle haben ein Faible für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Früchte ihrer Forschung stellen die Schülerinnen und Schüler Gästen aus Schule, Universität und Wirtschaft in einer Abschlussveranstaltung beim Unternehmen Merck in Darmstadt vor, wo Prof. Warzecha, Vizepräsident der TU Darmstadt, ein Grußwort sprechen wird. Das Erfinderlabor begleitende Pressegespräche finden am 3. Juli in den Laboren der Universität statt.

Im 36. Erfinderlabor, einem vom Zentrum für Chemie (ZFC) in Kooperation mit dem Institut für Materialwissenschaft der TU Darmstadt, der Firma Merck, der LandesEnergieAgentur und weiteren Partnern organisierten Workshop, gehen sie eine Woche lang spannenden Fragen nach, zum Beispiel: Wie sieht die Oberfläche von effizienten Solarzellen aus? Wie lassen sich Umweltschäden an Materialien für die Energiewende durch Korrosion verhindern? Was braucht es für die Entwicklung einer neuen Batterie-Generation? Welche Anwendungsgebiete haben Roboter mit künstlichen Muskeln für die Energiewende?

Motor der Energiewende

„Am Institut für Materialwissenschaft der TU Darmstadt arbeiten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen an hochaktuellen Forschungsthemen“, sagt Dr. Thomas Schneidermeier, Vorstand vom ZFC. „MINT-Fachkräfte sind der Motor der Energiewende. Im Erfinderlabor erfahren die jungen Männer und Frauen, wie sie ihre eigene Zukunft technologisch mitgestalten können.“ Die Teilnehmenden führen nicht nur eigenständig Experimente durch, sondern können ihre Betreuerinnen und Betreuer auch mit den verschiedensten Fragen löchern. „Dadurch bekommen sie ein gutes Gefühl dafür, wie Forschung funktioniert“, so Schneidermeier. Auftakt der Veranstaltung bildet ein Besuch bei der Firma Merck. Dort erleben die Teilnehmenden hautnah, wie Forschung und industrielle Anwendung Hand in Hand gehen. „Im Erfinderlabor erleben wir jedes Jahr außergewöhnlich leistungsstarke Schülerinnen und Schüler mit geballtem MINT-Potential“, sagt Dr. Thomas Eberle, Head of Educational Partnerships bei Merck. „Für die Schülerinnen und Schüler ist es eine exzellente Möglichkeit, in die Welt der Materialforschung einzutauchen.”

Pressetermin am 3. Juli

Am Mittwoch, 3. Juli von 14 bis 15 Uhr, sind Pressevertreterinnen und -vertreter in die Labore der TU Darmstadt eingeladen. Dort haben sie die Möglichkeit, mit Schülerinnen und Schülern während der Experimente ins Gespräch zu kommen.

Anmeldung: bis zum 2. Juli bei magdalena.schmitt@z-f-c.de oder Tel. 015123674126

Abschlussveranstaltung am 5. Juli

In allgemeinverständlichen und unterhaltsamen Präsentationen stellen die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihrer Laborexperimente Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Universität, Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Angehörigen vor. Die Abschlussveranstaltung findet am Freitag, den 5. Juli von 9:30 bis 13:00 Uhr im Merck Conference Center A160 statt. Ausdrücklich eingeladen sind Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die sich beruflich orientieren und über ein Studium oder eine Ausbildung im MINT-Bereich nachdenken.

Anmeldung: bis zum 4. Juli bei magdalena.schmitt@z-f-c.de oder Tel. 015123674126

Teil der Initiative „Schule 3.0“

Die Erfinderlabore sind Teil der ZFC-Initiative „Schule 3.0 – MINT for Future“, unterstützt u.a. von der LandesEnergieAgentur Hessen GmbH (LEA Hessen). Ziel der Initiative ist es, Zukunftstechnologien z.B. zur Digitalisierung, Künstlichen Intelligenz, Energiewende und Arzneimittelentwicklung in den Regelunterricht an Schulen zu integrieren. Die Initiative „Schule 3.0“ soll junge Menschen außerdem dazu befähigen, gezielt verbreitete Fake News im Netz mit MINTWissen zu erkennen.

Über das Zentrum für Chemie

Das Zentrum für Chemie (ZFC) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit über 20 Jahren führt das ZFC in Kooperation mit Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Verbänden, Stiftungen und Ministerien MINT-Projekte für Schülerinnen und Schüler im Alter von 8 bis 19 Jahren durch, um klassische Unterrichtsinhalte mit Berufsfeldern im MINT-Bereich zu koppeln. Die Einbindung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen in den Regelunterricht ermöglicht eine bessere berufliche Orientierung, trägt damit zur MINT-Fachkräftesicherung bei und erlaubt es News mit MINT-Wissen einzuordnen.

Weitere Informationen: www.z-f-c.de

Kontakte für Rückfragen

Dr. Thomas Schneidermeier, Zentrum für Chemie (Vorstand), E-Mail: thomas.schneidermeier@z-f-c.de Telefon: 01742493016

Magdalena Schmitt Zentrum für Chemie, Projektleitung Erneuerbare Energien Bildung, E-Mail: magdalena.schmitt@z-f-c.de Telefon: 015123674126