Volle Bühne – viele Leute

Eine Konzertkritik vom Dirigenten? Das geht doch gar nicht!

Nun gut: Eine Kritik soll es nicht werden, vielmehr eine Schilderung aus meiner Sicht.

Die war im ersten Konzertteil ganz die Sicht des Publikums: Frau Weis hat mit ihrem Popchor und dem Differenzierungskurs „Meine Stimme als Klanginstrument erleben“ eine tolle Musical-Aufführung auf die Bühne gebracht. „Im Riff geht´s rund“ – und so war es: 28 herrlich bunte Kostüme wuselten herum und nutzten den engen Raum voll aus. Schön gesungene schmissige Melodien, ein souveränes Spiel und sichtlich Spaß am Set: Wir Zuhörer erlebten und litten hautnah mit, was es bedeutet, wenn eine Flaschenpost Bauchweh hat oder einem Kugelfisch die Luft ausgeht. Tosender Applaus!

Der zweite Teil des Konzertes begann zunächst vokal: Meine Gesangsklasse 6a sang drei Kanons. Jetzt darf ich ja nicht werten oder kritisieren. Aber die Meinung vieler Zuhörer darf ich wiedergeben: Die 6a hat ihre Sache wirklich toll gemacht und begeistert und sauber gesungen!

Der „Musikladen“ spielte schließlich zwei englische Lieder. Auch mit der Leistung dieses kleinen Orchesters bin ich sehr zufrieden. (Nein, ich bewerte nicht!)

Das Projektorchester ist diesmal deutlich größer als in den letzten Jahren und kann einen dementsprechend volleren Klang erzeugen. Neun Stücke, von Barock bis heute, wurden gespielt und von Martina Weis und mir dirigiert. Zwei Werke waren für die seltene Besetzung von vier Querflöten und vier Blockflöten geschrieben: eine Uraufführung aus meiner Feder. Es hat mir sehr großen Spaß gemacht, das zu dirigieren.

Alles in allem ein gelungenes Konzert – deutlich besser als erwartet (wenn ich das jetzt doch sagen darf): Die Vorbereitungen gestalteten sich als recht unübersichtlich, und die musikalische Qualität in der Generalprobe am Vormittag war, vorsichtig ausgedrückt, ausbaufähig. Doch es ist wie immer: Das Ergebnis zählt. Wiederum tosender Applaus!

Danke an meine Musikerinnen und Musiker!

Martin. S. Gehrling