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Sonntag, 20.05. 2012

Schulprogamm

Das Schulprogramm gibt Ihnen u.a. einen detaillierten Einblick in die Arbeit an unserer Schule und einen ausführlichen Überblick über das Selbstverständnis der einzelnen Fachschaften.

1. Präambel

"Bemüht euch nicht, reine Verstandesmenschen zu sein, sondern trachtet danach, gute Menschen zu werden."

Albertus Magnus, ca. 1193 - 1280,
Bischof, Theologe, Philosoph und Naturforscher

Die Leitideen der Albertus-Magnus-Schule

Wir haben unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Individualität und Einzigartigkeit im Blick. Sie zu stärken und ihnen Lebenschancen zu eröffnen, ist unser Ziel. Unsere pädagogische Leitvorstellung ist die Verbindung von solider Wissensvermittlung und christlicher Werteerziehung. Was wir in unserer Schule tun, geschieht in Verantwortung vor Gott.

Das vielfältige und ganzheitliche Bildungsangebot der Albertus-Magnus-Schule ermöglicht es unseren Schülerinnen und Schülern, ihre besonderen Anlagen und Neigungen zu erkennen und gezielt zu fördern. Selbstentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung eröffnen nachhaltig Lebensperspektiven und -chancen. Wir möchten die jungen Menschen für die Zukunft und für den Dienst an ihren Mitmenschen, an der Welt und am Reich Gottes stärken.

Christliche Bildung zielt auf den Menschen in seiner Ganzheit. Seine von Gott gegebene Freiheit bedarf einer Orientierung an christlichen Werten. Diese Werte dialogisch zu ver?mitteln, zeitgemäß zu artikulieren und ein an ihnen ausgerichtetes Leben anzustreben, ist Aufgabe aller Mitglieder unserer Schulgemeinschaft. Es geht uns um Werte wie Nächstenliebe, Solidarität, Gerechtigkeit, Eigenverantwortung und Toleranz. Die Albertus-Magnus-Schule will eine Lebensform sein, in der Leben und Lernen, das Handeln der beteiligten Personen und Gruppen sich an diesen gemeinsam geteilten Werten ausrichten.

Zu einer ganzheitlichen, an christlichen Werten orientierten Erziehung gehört unverzichtbar, Leben aus dem christlichen Glauben heraus zu deuten und erfahrbar zu machen. Gleichzeitig gehören Toleranz und Respekt vor anderen Religionen zu den Grundprinzipien unserer Schule. Die gemeinsame Orientierung am Evangelium und an der katholischen Glaubenstradition erleichtert die Bildung einer Erziehungsgemeinschaft, in der jeder Einzelne sich als Glied der Gemeinschaft verstehen soll. Der konfessionelle Charakter unserer Schule bedeutet nicht geistige Enge und Abgrenzung. Kardinal Lehmann führt aus, dass "das christliche Ethos ... kein Gruppenethos ist für einen beschränkten Adressatenkreis. Das Kennzeichen einer christlichen Ethik ist nicht ihre Exklusivität, sondern ihre Kommunikabilität".

Werte vermitteln, Lebenschancen eröffnen, den jungen Menschen stärken, diesen Grund?sätzen fühlt sich die Albertus-Magnus-Schule verpflichtet.

2. Schulgemeinschaft

2.1. Schülerinnen und Schüler

Wir, die Schüler und Schülerinnen der Albertus-Magnus-Schule, sehen uns in der Ausbildung zu kritischen, engagierten, kreativen, offenen, frei denkenden, selbst- und verantwortungs­bewussten Individuen. Zugleich wollen wir eine solide Bildung erwerben, die uns die Rea­sierung unserer Zukunftsvorstellungen ermöglicht. Da die Institution Schule erst durch uns ihre Daseinsberechtigung erhält, muss die Schüler­schaft an allen (Entscheidungs-)Prozessen der Schule aktiv teilnehmen, was eine ausgeprägte Kommunikationskultur voraussetzt.

Zu frei denkenden und kritischen Individuen können wir nur heranreifen, wenn uns im Unter­richt die Inhalte sachlich korrekt und objektiv vermittelt werden; eine geeignete Basis für das selbst­ständige Treffen von Entscheidungen im Bewusstsein des christlichen Welt­bildes soll durch fundierte Wissensvermittlung gelegt werden. Dies bringt die Notwendigkeit mit sich, leistungsstarke, dem Fortschritt entsprechende Informations­technologie zur Verfügung zu stellen.

Zu engagierten und kreativen Individuen können wir nur heranreifen, wenn uns die aktive Beteiligung an Entscheidungsprozessen im Schulalltag offen steht, ein großes Angebot von Arbeitsgruppen und sozialen Hilfsprojekten, wie z.B. Sport-AGen, Theatergruppen, dem Orchester, Aktionen der Schulpastoral, der Umwelt- und Energie-AG und ähnlichem, über den Unterricht hinaus zur Verfügung steht. Die Kreativität und Leistungsfähigkeit sollten durch einen dem natürlichen Biorhythmus angepassten Stundenplan unterstützt werden. Weiterhin soll uns die Möglichkeit gegeben werden, uns auf Fachexkursionen, Studien- und Klassen­fahrten und zahlreichen Schüleraustausche zu verwirklichen. Der Schülerrat bietet durch seine Arbeit vielfältige Möglichkeiten, sich aktiv für Schülerschaft und Schule zu engagieren, wie zum Beispiel im Mentorenprogramm für die Jahrgangsstufe 5.

Zu offenen Individuen können wir nur heranreifen, wenn uns in unserem schulischen Umfeld Schüler verschiedener Weltanschauungen begegnen, mit denen wir gemeinsam und im Dialog Probleme lösen. Weiterhin ist es nötig, dass im Unterricht Meinungen und Aussagen nur an sachlichen Kriterien gemessen und entsprechend gewertet werden dürfen.

Zu selbst- und verantwortungsbewussten Individuen, die sich durch angemessenes Verhalten und Auftreten auszeichnen, können wir nur heranreifen, wenn der Umgang aller Mitglieder der Schulgemeinde von gegenseitigem Respekt, Rücksichtnahme und Achtung geprägt ist. In einer solchen angstfreien Atmosphäre kann anfängliche Zurückhaltung überwunden und Selbstsicherheit entwickelt werden.

Die Vermittlung einer soliden Bildung, die eine optimale Vorbereitung auf das Landesabitur bietet, setzt einen gut strukturierten, pädagogisch und didaktisch durchdachten Unterricht voraus, wie er nur von qualifizierten Lehrkräften gestaltet werden kann. Der gute Ruf unseres Gymnasiums kann nur aufrechterhalten werden, wenn das bisherige Bildungsniveau durch gute Rahmenbedingungen wie angemessene Klassengrößen, moderne mediale Ausstattung und qualitativ hochwertige Lehrmittel gesichert wird, die in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Zusätzlich sollte im Hinblick auf den zu erwartenden globalen Arbeitsmarkt mehr Wert auf eine fundierte fremdsprachliche Ausbildung gelegt werden, was durch ein umfangreiches Angebot an modernen Fremdsprachen gewährleistet werden muss.

2.2. Eltern

Die Erziehungsverantwortung ist eine gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Schule. Elterliches und schulisches Erziehungsrecht ergänzen sich und können nur nach dem Grundsatz der gegenseitigen Rücksichtnahme wahrgenommen werden.

Für Eltern und Lehrer sind die erzieherischen Herausforderungen in den letzten Jahren aus vielen Gründen deutlich gestiegen. Spannungen, Konflikte und Grenzüberschreitungen, wie sie Teil des Erwachsenwerdens von Kindern und Jugendlichen sind, werden aufgenommen und mit gemeinsamen Maßnahmen begleitet.

Angesichts der Tatsache, dass Schule nicht nur als reines Regelsystem verstanden werden kann, sondern immer mehr einem dialogischen Prinzip verpflichtet ist, wird es künftig stärker darauf ankommen, im Gespräch mit allen Betroffenen - Eltern, Schülern und Lehrkräften - gemeinsame Erziehungsziele festzulegen.

Die Eltern erwarten eine an den christlichen Grundsätzen orientierte Bildung. Ethnische, religiöse, weltanschauliche und soziale Vielfalt muss berücksichtigt werden.

Die Eltern unterstützen die Schule bei der Erfüllung ihres Lehrauftrages und arbeiten an der Entwicklung und Umsetzung des Schulprogramms mit.

Die Eltern sind aufgefordert, sich aktiv an der Gestaltung des Schullebens in den jeweiligen Klassenverbänden und Gremien zu beteiligen, denn nur engagierte Eltern können dazu beitragen, dass die Entwicklung unserer Schule vorangeht.

Schule und Elternhaus müssen zukünftig noch enger als bisher zusammenarbeiten, damit unsere Kinder in ihrer kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung mehr als bisher erreichen.

2.3. Lehrerinnen und Lehrer

Innerhalb der Dreierbeziehung im Schulleben, Lehrerschaft, Schülerschaft und Elternschaft, sehen wir Kolleginnen und Kollegen der AMS unsere Rolle als Lehrerinnen und Lehrer insbe­sondere in der Vermitt­lung von christlichen Bildungs- und Werteidealen, denn wertebezogene Bildung enthält immer ein unverzichtbares personales Element. Ohne personale Bindung können Werte keine motivierende Kraft entfalten. Werte bedürfen der Repräsentation, sie erfordern "das Zeugnis des Lebens". Das bedeutet, wir achten neben der Vermittlung von Wissen in unserer Erziehungsarbeit auf ein respektvolles und to­leran­tes Miteinander, auf Offen­heit für andere Kulturen, auf Fairness, auf christliche Nächsten­liebe und auf unsere Vor­bildfunktion gegenüber unseren Schülerinnen und Schülern. Wir arbeiten engagiert an der Gestaltung der Schule und in den damit befassten Gremien mit. Dabei ist uns wichtig, dass wir

  • unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, unsere christlich geprägten kulturellen Werte einschließlich der traditionellen Bildungsinhalte kennen zu lernen, zu verstehen, anzuwenden und weiter zu entwickeln

  • eine solide Grundbildung vermitteln, damit die Schülerinnen und Schüler aktiv in unserer Gesellschaft mitwirken, sich kritisch mit ihr auseinandersetzen und Verant­wortung für sich und andere übernehmen können

  • fachliche Methoden und Sozialformen des Unterrichts weiterentwickeln, mit dem Ziel, die Selbstständigkeit, Kreativität und Leistungsbereitschaften der Schülerinnen und Schüler zu fördern

  • die Persönlichkeitsentwicklung und sozialen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler fördern und stärken

  • die Schülerinnen und Schüler zu Selbsttätigkeit und Eigenverantwortlichkeit motivieren

  • für eine ausgewogene Abstimmung zwischen Leistungsanspruch, Leistungsmessung und Leistungswürdigung sorgen und bei ihrer fachlichen Wissensvermittlung die Schülerin bzw. den Schüler als Menschen im Blick behalten

  • den neuen Anforderungen, wie sie durch das Konzept der "Mainzer 8" geschaffen wurden, im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler gerecht werden und neue Ideen entwickeln und umsetzen (z.B. bezüglich der Unterrichtsgestaltung oder der Struktu­rie­rung des Tagesablaufs)

  • Interesse für und Freude an Bildung und Wissen erhalten und fördern

  • unsere Schülerinnen und Schüler während ihrer Schullaufbahn sorgfältig und individuell beratend begleiten

  • mit den Eltern vertrauensvoll zusammenarbeiten

2.4. Schulleitung

Die Schulleitung sorgt dafür, dass sich Kollegium, Eltern und Schülerinnen und Schülern als Erziehungsgemeinschaft verstehen, in der die beteiligten Menschen jeweils zu ihrem Teil gemeinsam für ihre Schule verantwortlich sind. Sie entwickelt mit den Beteiligten Visionen einer wertebezogenen Bildung und setzt diese in Verantwortung vor Gott um. Sie arbeitet an der Entwicklung und Umsetzung des Schulprogramms aktiv mit. Folgende Aspekte sind ihr dabei wichtig:

Die Schulleitung macht Entscheidungen transparent, in dem sie beispielsweise Einblick in die Unterrichtsverteilung, Kurswahlen, Schulhausgestaltung, den Schulhaushalt gewährt.

Die Schulleitung achtet und übt Formen der Beteiligung ein. Konferenzbeschlüsse werden do­ku­mentiert und beachtet, regelmäßige Gespräche mit der MAV werden geführt, Gespräche mit Schüler- und Elternvertretung werden gesucht, Vorschläge des Schulbeirates werden auf­gegriffen.

Die Schulleitung fördert und unterstützt die Zusammenarbeit im Kollegium. Sie tut dies bei­spielsweise durch Delegation, Einsetzen von Arbeitsgruppen, die über den laufenden Prozess in der Gesamtkonferenz berichten, Anregung von fächerübergreifenden Projekten, durch offe­nes Ansprechen von Konflikten und Schaffung von Konfliktlösungsstrategien, die Schaffung eines organisatorischen Rahmens für die Anliegen des Kol­legiums.

Die Schulleitung ist in der Schule präsent und ansprechbar durch häufige Präsenz im Lehrer­zimmer, besonders in den Pausen sowie durch die Möglichkeit, Anliegen in die wöchentliche Schulleitungsrunde einzubringen und durch die Möglichkeit, von regelmäßigen Sprechstun­den. Die Schulleitung ermuntert Kollegen, ihre Anliegen in die Gesamtkonferenz einzubringen.

Die Schulleitung regt den Prozess der Qualitätssicherung der schulischen Arbeit im Unterricht an und begleitet ihn, indem sie die Arbeit der Fachkonferenzen ins Ganze integriert, die An­passung von Schulcurriculum und Lehrplänen anregt und be­gleitet, klare Kriterien zur Beur­teilung von Lehrerleistung kommuniziert und Impulse zur Fortbildung der Lehrkräfte setzt. Ein weiteres Anliegen der Schulleitung ist es, die Zusammenarbeit mit außerschulischen Ein­richtungen zu fördern.

Die Schulleitung unterstützt hervorragende Leistungen durch Lob und Anerkennung, indem Personalentwicklung gezielt gefördert wird, soweit dies möglich ist. Innerschulische Informa­tionskanäle sollen genutzt werden, gute Leistungen von Kolleginnen und Kollegen zu wür­digen. Das soziale Engagement von Schülerinnen und Schülern wird positiv gewürdigt, Leistungs­beste werden ausgezeichnet.

Die Schulleitung unterstützt Kolleginnen und Kollegen und Schülerinnen und Schüler in schwie­rigen Situationen, indem sie zu Gesprächen bei persönlichen Krisen bereit ist. Sie nimmt auf die besondere Situation Rücksicht und wird unterstützend tätig. Es können durch die Schulleitung Kontakte zu Unterstützungssystemen aufgenommen werden.

Die Schulleitung vertritt die Schule nach außen, indem sie regelmäßig an den Sitzungen des Staatlichen Schulamts und der Diö­zese teilnimmt, sie an Veranstaltungen der Stadt Viernheim und der Diözese Mainz vertritt und den Kontakt zur örtlichen Presse sucht.

3. Schulpastoral

Der Lebensraum Schule braucht auch Zeiten und Orte zum Aussprechen und Ausruhen, wo die annehmende Gelassenheit Gottes im Alltag spürbar wird. Solche Orte und Zeiten möchte das Team der Schulseelsorge an der AMS (er-) finden.

Begegnung und Begleitung

Wir möchten durch unsere Arbeit und unsere Aktivitäten einen Raum schaffen, in dem Schülerinnen und Schülern sowie Kolleginnen und Kollegen Begegnung mit sich selbst, miteinander und mit Gott ermöglicht wird. Ganz wichtig ist uns dabei die vom christlichen Menschenbild geleitete persönliche seelsorgerliche Begleitung aller Mitglieder der Schulge meinschaft: Schüler, Lehrer, Angestellte und Eltern. Jeder Mensch ist einzigartig und unend lich wertvoll! Wer Rat, Trost oder ganz praktische Hilfe sucht oder einfach über "Gott und die Welt" reden will, findet bei uns Ansprechpartner. Insbesondere sehen wir es als ein Spezifikum einer christlichen Schule an, dass kein Schüler und keine Schülerin in Krisenzeiten einfach durch alle Netze rutscht. Wir sind da für Gespräche und Begleitung.

Räume zum Innehalten

Mit den regelmäßigen katholischen, evangelischen und ökumenischen Gottesdiensten zu Schuljahresanfang und -ende, sowie zu den Festen des Kirchenjahres bieten wir Schülerinnen und Schülern und Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, die religiöse Praxis und Tradition unserer Kirchen zu entdecken und zu feiern. Innerhalb des anstrengenden Schulalltags bieten die Gottesdienste Räume zum Innehalten und Atemholen. Dazu trägt auch die moderne musikalische Gestaltung der großen Gottesdienste durch die Sacro-Pop-AG bei. Zu besonderen Festen und Zeiten des Kirchenjahres, z.B. im Advent, werden weitere Aktionen durchgeführt: Besinnungsangebote, Gottesdienste, SMS-Aktionen usw. Natürlich besuchen uns auch regelmäßig hohe Würdenträger wie Bischof Nikolaus von Myra.

Pädagogisch und spirituell

Die vielfältigen pädagogischen und spirituellen Angebote der Schulseelsorge für die Schülerinnen und Schüler beginnen mit dem "Albertus-Magnus-Tag", einem Projekttag für die neuen 5. Klassen, reichen über die Reflexionstage der 10. Klassen und die Klostertage der Jahrgangsstufe 11 bis zu einem Exerzitien- bzw. Orientierungsangebot nach dem Abitur und der jedes Jahr stattfindenden "Auszeit" für Lehrer, aktuelle Oberstufenschüler und Ehemalige der AMS. Um wichtige Werte wie Respekt, Hilfsbereitschaft u.a. zu fördern, versuchen wir, mit unseren Angeboten in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler präsent zu sein, z.B. mit wechselnden Sozialprojekten oder dem Fairplay-Pokal.

Unter den Angeboten für die Eltern sind insbesondere die regelmäßigen pädagogischen Elternabende heraus zu heben, die wir zusammen mit unserem Schulpsychologen zu Themen wie "Unterstützung beim Lernen" oder "Pubertät ist, wenn die Eltern schwierig werden" durchführen. Den Kolleginnen und Kollegen bieten wir neben Gesprächen und Begleitung u.a. einen literarischen Abend im Advent an.

Natürlich verändern sich die Themen und Angebote immer wieder, entstehen neue Ideen, wer den je aktuell verschiedene Exkursionen durchgeführt, wird auch einmal Altes abgelöst. Aber immer ist dabei die Frage zielführend: was tut uns und den anderen gut?

In diesem Sinn möchte die Schulseelsorge an der AMS zum persönlichen Wachstum und zur religiösen Entscheidungsfähigkeit aller Einzelnen sowie zu einem guten und liebevollen Mit einander in der Gemeinschaft beitragen.

4. Gremien und Einrichtungen

4.1. Trägerbeirat

Der Trägerbeirat ist ein Gremium, in dem der Schulträger mindestens einmal pro Schuljahr mit den Vertreterinnen und Vertretern der Schulgemeinde über die Schulentwicklung berät. Es hat keinen Beschluss fassenden Charakter, die Entscheidungen werden im Einvernehmen mit der Schule in den dafür vorgesehenen diözesanen Gremien getroffen.

Dem Trägerbeirat gehören zwei Vertreter bzw. Vertreterinnen des Trägers an. Dies sind der­zeit die Dezernentin des Dezernats Schulen und Hochschulen Frau Dr. Pollak sowie der für die Albertus-Magnus-Schule zuständige Referent Herr Dr. Riedel. Die Schule selbst ist einerseits durch die engere Schulleitung, d.h. die Schulleiterin Frau Dr. Kubera, den Stellvertreter Herr Gehrling und die Studienleiterin Frau Hannstein, vertreten, sowie andererseits durch den Vorstand des Elternbeirats, derzeit Herr Hahl und Frau Peiter.

Nach dem Trägerwechsel ist die förderlichste Aufgabe des Trägerbeirats, die Profilierung der Schule als Bischöfliches Gymnasium voran zu treiben. Dabei ist es ein wesentliches Anliegen der Schule, das Fach Ethik in diesem Kontext zu positionieren. Es wird an einem Konzept "Evangelisierende Schule im Dialog" gearbeitet. Die Einbettung der Schulseelsorge in dieses Konzept ist eine notwendige Voraussetzung. Ebenso soll die Vernetzung zu den Pfarrge­meinden hin verstärkt werden.

Die Umsetzung des achtjährigen Gymnasiums nach dem Modell der "Mainzer 8" ist eine weitere zentrale Aufgabe, die sich in den kommenden drei Jahren der Schule stellt. Hierbei geht es sowohl um die Modifizierung der Kontingentstundentafel als auch um die Umsetzung von familiengerechten Stundenplänen. Das Kuratorium berät pädagogische Konzepte und beschäftigt sich mit der Klärung der Rahmenbedingungen.

4.2. Schulbeirat

Der Schulbeirat ist das Gremium, in dem Lehrerinnen und Lehrer, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler im Sinne der Zielsetzung der Schule zusammenwirken. Dabei bilden die in der Grundordnung verankerten Bildungs- und Erziehungsziele die Grundlage für die Arbeit dieses Gremiums.

Dem Schulbeirat kommt die Aufgabe zu, Anregungen für die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule zu geben, die Zusammenarbeit der Gruppen zu fördern und für einen Ausgleich bei Meinungsverschiedenheiten zu sorgen. Oberstes Ziel der Beratungen im Schulbeirat ist es, den Grundkonsens der Beteiligten bei allen anstehenden Problemen zu erhalten und in der Schule eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens zu fördern und somit die Voraussetzungen für die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule schaffen zu helfen.

Im Schulbeirat finden Informationsaustausch und Beratung statt über pädagogische Fragen und aktuelle Gegebenheiten des schulischen Alltags. Die Mitglieder arbeiten vertrauensvoll zusammen, wenn es um die Bildungs- und Erziehungsarbeit, die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung der Schule geht.

Inhalte und Ziele der Arbeit sind es, Prozesse zu bündeln und eine beratende Rolle einzu­nehmen hinsichtlich aller Fragen, die das schulische Leben betreffen. Daraus ergeben sich die Aufgaben des Schulbeirates, Bindeglied zwischen allen Interessengruppen und der Schul­öffentlichkeit zu sein, Anregungen aus anderen schulischen Gremien in die Arbeit mit aufzu­nehmen und umgekehrt wiederum Vorgaben für die Entscheidungsgremien (z.B. Gesamt­konferenz) zu machen und dadurch die Weiterentwicklung der Schule zu fördern.

Die Mitglieder des Schulbeirates sind neben der Schulleiterin und ihrem Stellvertreter je drei Vertreter des Lehrerkollegiums, der Eltern und der Schülerschaft, deren Amtszeit zwei Jahre beträgt.

4.3. Schülervertretung

Die Schülervertretung (SV) setzt sich aus den von der Schülerschaft gewählten Klassen-, Stufen- und Schulsprechern, den Verbindungslehrern, einem Schriftführer, dem Kassenwart und einem Kassenprüfer zusammen. Zusätzlich werden Arbeitskreise für verschiedene Auf­gabenbereiche gegründet, um allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, sich aktiv an aktuellen Projekten der SV zu beteiligen.

Die SV sieht ihre Aufgabe hauptsächlich darin, die gesamte Schülerschaft gegenüber der Elternschaft, dem Lehrerkollegium, den Schulträgern, der Schulleitung und der öffentlichkeit zu vertreten. Des Weiteren soll die Arbeit jeder Schülerin und jedem Schüler zugute kommen. Aktionen und Veranstaltungen außerhalb des Schulalltags tragen wesentlich zur Verbesserung des Klimas unter den Schülerinnen und Schüler bei und werden eigenverantwortlich von der Schülervertretung geplant und durchgeführt.

So wird zum Beispiel am Anfang eines jeden Schuljahres ein SV-Seminar durchgeführt, um sowohl neuen Mitgliedern den Einstieg in die SV zu erleichtern als auch sie auf ihre Aufgaben vorzubereiten und mit ihren Rechten und Pflichten bekannt zu machen, als auch Ideen, Wünsche und eventuelle Problemthemen der Schüler in Kleingruppen zu bearbeiten. Am Ende eines jeden Seminars werden die erarbeiteten Ergebnisse einem Mitglied der Schulleitung präsentiert.

Da natürlich auch der Spaß im Schulalltag nicht zu kurz kommen soll, organisiert die SV in der Faschingszeit Faschingsbälle für die Unter- und Mittelstufe, veranstaltet von Zeit zu Zeit Sportturniere für Schüler sowie Lehrer und wirkt bei dem Farbkonzept der Neugestaltung der Schule aktiv mit.

Auch die Verpflegung an verschiedenen Veranstaltungen, wie zum Beispiel eine Kaffee- und Kuchentheke für die Besucher des Elternsprechtags oder Getränkeausschank beim "Ehe­maligentreffen" wurden von der SV organisiert oder unterstützt.

Mitglied der SV kann prinzipiell jede Schülerin und jeder Schüler werden, indem sie/er sich als Klassen-, Stufen-, oder Schulsprecher(in) aufstellen lässt und dann gewählt wird. Doch auch nicht gewählte Schülerinnen und Schüler sind in der SV jederzeit herzlich willkommen und können gerne bei den Projekten der SV mitwirken.

 

4.4 Schulelternbeirat

Die Klassenelternbeiräte und die gewählten Elternvertreter/innen der Jahrgangsstufen bilden zusammen den Schulelternbeirat. Dieser wählt aus seiner Mitte für die Dauer von zwei Jahren eine/n Vorsitzende/n, eine/n Stellvertreter/in und nach Bedarf weitere Vorstandsmitglieder und einen Schriftführer.

An den Sitzungen des Schulelternbeirates nehmen die Schulleiterin oder deren Stellvertreter sowie Vertreter/innen der Mitarbeiter- und Schülervertretung teil. Vertreter/innen der Schul­aufsichtsbehörde bzw. der Schulabteilung der Diözese können ebenfalls teilnehmen. Die Vorsitzende oder der Vorsitzende kann im Einvernehmen mit dem Schulelternbeirat weitere Personen einladen. Der Schulelternbeirat kann aus besonderen Gründen allein beraten. Der Schulelternbeirat wird von der oder dem Vorsitzenden nach Bedarf einberufen. Er muss einberufen werden, wenn ein Fünftel der Mitglieder oder die Schulleiterin bzw. der Schulleiter es unter Angabe der zu beratenden Gegenstände verlangt.

Der Schulelternbeirat kann mit der Beratung über Angelegenheiten, die ausschließlich eine Schulstufe oder einen Schulzweig betreffen, Ausschüsse beauftragen, denen die Klassen- oder Jahrgangselternbeiräte der jeweiligen Schulstufe oder des Schulzweigs angehören; sie wählen aus ihrer Mitte eine/n Ausschussvorsitzende/n und eine/n Stellvertreter/in.

Der Schulelternbeirat übt das Mitbestimmungsrecht der Eltern an der Schule. Die Schulleiterin unterrichtet den Schulelternbeirat über alle wesentlichen Angelegenheiten des Schullebens. Der oder die Vorsitzende und der oder die Stellvertreter/in oder eine beauftragte Person können an der Gesamtlehrerkonferenz mit beratender Stimme teilnehmen. An den sonstigen Konferenzen der Lehrkräfte mit Ausnahme der Zeugnis- und Versetzungskonferenzen und solcher Konferenzen, an denen ausschließlich Personalangelegenheiten der Lehrerinnen und Lehrer behandelt werden, können bis zu drei Beauftragte des Schulelternbeirats teilnehmen. Der oder die Vorsitzende und zwei gewählte Mitglieder vertreten die Eltern im Schulbeirat.

4.5. Mitarbeitervertretung

Ihrem Auftrag in der Mitarbeitervertretungsordnung für das Bistum Mainz entsprechend nimmt die Mitarbeitervertretung der Albertus-Magnus-Schule unterschiedliche Aufgaben wahr. Sie ist ein von den wahlberechtigten Mitarbeitern gewähltes Organ der AMS mit folgenden Hauptaufgaben:

  • Vertretungen und Wahrnehmungen der Interessen der Kolleginnen und Kollegen gegen­über der Schulleitung und dem Dienstgeber

  • Anregungen von Maßnahmen, die der Verbesserung der Arbeitssituation der Mitarbei­terinnen und Mitarbeitern sowie der Schule als Ganzem dienen

  • Entgegennahme von Anregungen und Beschwerden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die, falls sie berechtigt erscheinen, an entsprechenden Dienststellen vorgetragen werden und auf deren Erledigung hingewirkt wird

  • die Eingliederung und berufliche Entwicklung Schwerbehinderter und anderer schutzbe­dürftiger, insbesondere älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern

Mitarbeitervertretung und Dienstgeber informieren sich regelmäßig gegenseitig über Angele­genheiten, welche die Dienstgemeinschaft betreffen. Auf Wunsch findet eine Aussprache statt.

In ihrer Interessensvertretung gegenüber den übergeordneten Gremien nimmt die Mitar­beitervertretung unterschiedliche Formen der Beteiligung wahr, wie sie die Mitarbeiterver­tretungsordnung des Bistums vorsieht.

Darüber hinaus nimmt die MAV an einzelnen Fortbildungsveranstaltungen, an den regel­mäßigen Treffen der "Arbeitsgemeinschaft Schule" des Bistums Mainz teil und hält den Kontakt zu den Personalräten der staatlichen Schulen des Kreises Bergstraße/Odenwald.

Daneben kümmert sich die MAV um die Organisation und Durchführung geselliger Veran­staltungen, die der Förderung der Gemeinschaft dienen und das Arbeitsklima verbessern sol­len.

4.6. Schulpsychologischer Dienst

Als spezifisches Angebot der Katholischen Schulen des Bistums Mainz für Eltern, Schüler und Lehrer ist der schulpsychologische Dienst an einem Tag in der Woche in der Albertus-Magnus-Schule anzutreffen. Er hat im Wesentlichen folgende Aufgaben: Elternberatung bei schulspezifischen Erziehungsfragen wie z.B.

  • Lern- und Arbeitsstörungen
  • Teilleistungsschwächen wie z.B. Rechtschreibschwäche oder Dyskalkulie
  • Konzentrationsschwächen
  • Schul- und Prüfungsangst
  • soziale Auffälligkeiten wie Aggressivität und Gehemmtheit
  • Fragen zur Schullaufbahn
  • Beratung und Begleitung von Schülerinnen und Schüler bei schulischen Schwierigkeiten
  • psychologische Diagnostik, z.B. überprüfung der Leistungsfähigkeit oder spezifischer emo­tionaler oder sozialer Fragestellungen (i.d.R. nachmittags)
  • Ansprechpartner für Lehrerinnen und Lehrer in fachpsychologischen Fragen oder zur Ver­einbarung von Eltern- bzw. Schülerberatung, Begleitung von psychosozialen Projekten (derzeit die Mutmachgruppe), auf Wunsch auch Moderation von Fallbesprechungen unter psychosozialem Aspekt

Für die schulpsychologische Beratung gelten folgende wichtige Grundsätze:

  • sie ist Hilfe zur Selbsthilfe; sie will Ratsuchende darin unterstützen, auftretende Probleme in eigener Verantwortung zu bewältigen
  • sie ist grundsätzlich freiwillig; sie kann nicht erzwungen werden
  • sie unterliegt der Schweigepflicht
  • sie ist nicht Ersatz für Pädagogik, sondern Ergänzung aus einem anderen Blickwinkel
  • bei Minderjährigen bedarf die Hinzuziehung des Psychologen grundsätzlich der Zustim­mung der Eltern

Kontakte können unmittelbar durch Schüler oder Eltern oder auf Anregung von Lehrern telefonisch oder persönlich vereinbart werden.

4.7 Förderverein

Der Förderverein versteht sich als Bindeglied zwischen Ehemaligen, Aktiven und an den Belangen der Schule interessierten Menschen. Er ist fester Bestandteil der Schulgemeinschaft. Zweck des Vereins ist laut Satzung

  • die Förderung und Unterstützung der allgemein bildenden und kulturellen Ziele der Schule

  • die Förderung des Gemeinschaftslebens in der Schule

  • die Pflege freundschaftlicher Verbindungen zwischen ehemaligen Schülern, Lehrern, der Schülerschaft insgesamt, der Eltern, Freunde und Förderer der Albertus-Magnus-Schule

Dies zeigt sich zum einen in finanziellen Zuwendungen, die für die Belange der Schulgemein­schaft verwendet werden, wie beispielsweise der Anschaffung von PCn für die Schulbibliothek oder den Kauf von Bänken für den Innenhof. Zum anderen ist der Förderverein bei Fest­veranstaltungen wie z.B. Goldenes Abitur, Ehemaligentreffen, Schulfesten u.a. vertreten und fördert die Kommunikation weit über die aktuelle Schulgemeinde hinaus.

Der Förderverein betreibt auch den Schulkiosk und beschäftigt hierfür eigenes Personal. Die Angebote des Kiosks unterstützen das Essensangebot der Schule und orientieren sich am Konzept der gesundheitsfördernden Schule.

Ebenfalls unterstützt der Förderverein die Schule durch die übernahme der Personal- und Sachkosten von verschiedenen Arbeits­gemeinschaften wie beispielsweise Schach- und Thea­ter-AG, die das breite Angebot erweitern.

Ziel des Fördervereins ist es, die Mitgliederzahl zu vergrößern und seine Präsenz im Schulall­tag zu verstärken. Hierfür versuchen die Vorstandsmitglieder bei schulischen Veranstaltungen wie beispielsweise Einschulungsfeier, Abiturfeier u.a. aktiv Anteil zu nehmen. Durch die Mitgliedschaft der Schulleiterin und des Elternbeiratsvorsitzenden im Vorstand ist eine enge Zusammenarbeit garantiert.

5. Pädagogische Konzepte

5.1. Förderung unterschiedlicher Begabungen: Den Menschen stärken

Jeder Schüler und jede Schülerin unserer Schule ist uns als Person wertvoll und wichtig. Wir sehen es als unseren Auftrag, den einzelnen uns anvertrauten Menschen mit seinen unter­schiedlichen Begabungen zu fördern und damit seine Persönlichkeit zu stärken. Angebote für besonders Begabte und für Kinder mit Teilleistungsschwächen betrachten wir dabei als genauso selbstverständlich wie die Breitenförderung.

5.1.1. Förderung Lern- und Leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler

Lern- und Leistungsschwächen bei Kindern können unterschiedliche Ursachen haben, sich auch unterschiedlich zeigen und es kann ihnen nur in gemeinsamer Anstrengung mit dem Elternhaus Erfolg versprechend begegnet werden.

Die AMS macht es sich zur Aufgabe, auf spezifische Probleme von Schülerinnen und Schüler mit besonderen Förderangeboten einzugehen. Ziele sind dabei die Stärkung der Persönlichkeit und das Erlernen bestimmter Lernstrategien, die bei Bewältigung der Lernschwierigkeiten hilfreich sein können

Darüber hinaus wird in den einzelnen Fächern nach unterschiedlichen Modellen leistungs­differenziert gearbeitet. Eine regelmäßige Förderung lese- und rechtschreibschwacher Schülerinnen und Schüler findet an der AMS kontinuierlich statt.

Gemäß der Verordnung über die Förderung von Schülerinnen und Schüler bei besonderen Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen sowie dem Nachteilsausgleich für Schülerinnen und Schüler mit Funktionsbeeinträchtigungen, Behinderungen oder für Schüler­innen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen in der Fassung vom 16. Juni 2006 verfahren wir folgendermaßen:


Ist durch Rechtschreibtests und die Untersuchung des Schulpsychologen ein Förderbedarf bei einem Kind festgestellt, beschließt die Klassenkonferenz, für das Kind den sog. Notenschutz (vgl. §1-§5 der o.g. Verordnung) zu gewähren, wenn entsprechende Förderung erfolgt. Die AMS bietet den Schülern der 5. und 6. Klassen einen gezielten Förderkurs an. Er wird von Kollegen der Schule geleitet, die sich mit lerntherapeutischen Fragen im Zusammenhang mit LRS auseinandergesetzt haben und mit dem Schulpsychologen zusammenarbeiten.

Die kleine Lerngruppe des Kurses besteht über zwei Schuljahre hinweg und arbeitet - in jeweils zwei Wochenstunden - zunächst auf der Basis eines regelgeleiteten Förderprogramms für rechtschreibschwache Kinder. Später nutzen die Kinder auch computergestützte Lern­soft­ware. über Lernfortschritte und Entwicklungen tauschen sich die Kursleiter mit den Fach­kolle­gen aus und informieren die Eltern.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Kinder, die den Kurs besuchen, diese Form gezielter Förderung und Zuwendung gerne annehmen, die geschützte Atmosphäre des Kurses schätzen und großen Einsatz zeigen. Auch die betreuenden Kollegen sehen den beson­deren Wert dieses Angebots. Die innerschulische Förderung endet z.Z. mit dem übergang in die 7. Jahrgangsstufe.

Eine weitere Facette des innerschulischen Förderangebots stellen die so genannten Mutmachstunden für Kinder der 5. und 6. Klassen dar. Diese richtet sich an Kinder, die im schulischen Leben Schwierigkeiten unterschiedlicher Art haben, ermöglicht, auf neuen Wegen die eigenen Schwächen strategisch anzugehen und sich der eigenen Stärken bewusst zu werden. Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist unabdingbar.

über den Klassenlehrer und nach Rücksprache mit dem Schulpsychologen werden Kinder, deren Lern- und Sozialverhalten Anlass zur Sorge gibt und für die eine lerntherapeutische Betreuung über einen gewissen Zeitraum sinnvoll erscheint, in die sog. Mutmachstunden vermittelt.

5.1.2. Begabtenförderung

Die AMS hat es sich seit 2002 zum Ziel gemacht, hochbegabten Kindern eine angemessene Förderung zu bieten und damit einer möglichen Unterforderung entgegenzuarbeiten. Unserer Schule wurde im Jahr 2004 und erneut im Jahr 2007 vom Hessischen Kultus­ministe­rium das Gütesiegel für Schulen verliehen, die begabte Kinder besonders fördern. Diese Aus­zeichnung basiert unter anderem auf folgenden durchgeführten oder anvisierten Maßnahmen:

Den Auftakt bildeten im Jahre 2002 zwei Informationsveranstaltungen für Schüler/-innen, Eltern und Lehrer/-innen.

Es folgte die Einführung eines Systems zum Erfassen von besonders begabten Schülerinnen und Schülern anhand von formalisierten, regelmäßigen Konferenzbefragungen im Zusammen­spiel mit Einzelrückmeldungen von Lehrerinnen, Lehrern oder Eltern. Hierbei ist es uns wich­tig, dass nicht nur der Notendurchschnitt eine Rolle spielt, sondern die individuelle, vielleicht auch schwerer zu erkennende Begabung eines Kindes gesehen und wertgeschätzt wird.

Als besondere Fördermaßnahme bietet die AMS seit 2003 den PFIFFIKUS-KURS für jeweils zwei zusammengefasste Jahrgänge der Klassenstufen 5 bis 10, künftig bis 9, an. Dieser umfasst ca. 18 Förderstunden pro Halbjahr, verteilt auf 9 Wochen. Die Teilnehmer des Kurses verlassen zweimal pro Woche den regulären Unterricht um die Extra-Pfiffikusstunden zu besu­chen. Der versäumte Stoff wird von ihnen nachgearbeitet. Sie befassen sich mit anspruchs­vol­len Projekten aus verschiedenen Fachgebieten (z.B. Mathe­matik, Chemie, Philosophie, Chinesisch), die über den Stoff des Unterrichts hinausreichen.

Ab zweitem Halbjahr 2006/2007 läuft der Pfiffikus-Kurs zweispurig, so dass alle Jahr­gänge von Klasse 5 bis Klasse 9 in den Genuss der Förderung kommen. Den zweiten Kurs bieten unter schulischer Koordination interessierte Eltern an, die spezifische Themen­gebiete ein­bringen (z.B. historische Sachverhalte, Betriebswirtschaftslehre, Homöopathie).

Eine Förderung des Kurses durch Mittel des Hessischen Kultusministeriums ist angelaufen und wird weiterhin angestrebt. Die einzelnen Fördermaßnahmen werden regelmäßig im Team evaluiert und gegebenenfalls modifiziert.

Als weitere Fördermöglichkeiten - neben generell zunehmend binnendifferenziertem Unter­richt - werden realisiert oder anvisiert:

  • Unterstützung der Bewerbung für Ferienakademien, Praktika und externen Förderkursen
  • Teilnahme an AGs und Wettbewerben
  • Zeitweilige und gegebenenfalls regelmäßige Teilnahme am Fachunterricht einer höheren Klasse
  • überspringen von Klassenstufen bzw. Vorversetzung bei Auslandsaufenthalten
  • bilingualer Wahlpflichtunterricht z.B. in Chemie
  • Zusammenarbeit mit Fördereinrichtungen, wie z.B. dem Zentrum für Mathematik in Bensheim
  • Kooperation mit Hochschulen und Universitäten (z.B. Life Science Lab Heidelberg) in der Oberstufe
  • Teilnahme an der Talentfördergruppe in Leichtathletik

5.1.3. Musisch-künstlerische Persönlichkeitsförderung

Die AMS hat im Schultheater eine lange Tradition in allen Altersstufen. Dies gilt es trotz oder gerade wegen der Anforderungen, denen die Schülerinnen und Schüler durch das achtjährige Gymnasium ausgesetzt sind, zu erhalten. Schultheater trägt zur Persönlichkeitsbildung bei. In allen Phasen der Ichfindung fördert es nicht nur rhetorische Fertigkeiten, sondern auch die Bewusstmachung des eigenen Körpers (Mimik, Gestik) und Standortes. Künstlerische Kom­petenz wird durch die Entwicklung von Bühnenbild, Kostüm, Maske als Interpretation von szenisch-dramatischen Texten erreicht. Insofern ist Schultheater interdisziplinär am ganzen Menschen orientiert. Es besteht die Möglichkeit Kurse im Differenzierungsbereich der Klasse 5, im Wahlpflichtbereich der Klassen 9 und 10, sowie als Grundkurs "Darstellendes Spiel" in der Oberstufe und als freie Arbeitsgemeinschaft anzubieten.

ähnlich der Tradition im Bereich des Schultheaters gibt es auch die Chor- und Orchester­tradition, die durch die Versuche der Kooperation mit der Musikschule im Rahmen eines Streicherprojekts in den letzten Jahren ergänzt wurde. Singen ist ein Grundausdruck men­schlichen Daseins und bildet ganzheitlich. ähnliches gilt für das Spielen eines Instru­mentes. So möchten wir die Schülerinnen und Schüler anleiten, in Chor und Orchester der Schule mitzuwirken. Daneben sollen Musikabende angeboten werden, wo Schülerinnen und Schüler ihr Können auch solistisch oder als kleine Gruppe ohne Anleitung einer Lehrkraft zeigen können. Weitere Formen der Darbietung sollen gesucht werden.

5.2. Leistungswürdigung

Die AMS würdigt außergewöhnliche fachliche und/oder soziale Leistungen sowohl zum Abitur als auch zum Schuljahresende und hält diese Würdigung in den entsprechenden Zeugnissen fest.

Die Schulleitung sowie einzelne Fachschaften bemühen sich darum, dass Abiturientinnen und Abiturienten im Rahmen der Akademischen Feier für hervorragende Leistungen über Stif­tungen, andere Ein­richtungen und über das Bischöfliche Ordinariat in Mainz Preise oder Stipendien erhalten. Ausgewählte Schülerinnen und Schüler werden für die Förderung durch das Cusanuswerk, die Stiftung des Deutschen Volkes oder andere Einrichtungen vorge­schlagen.

Die Würdigung außergewöhnlicher fachlicher und/oder sozialer Leistungen findet im Rahmen der Zeugnisausgabe oder im Rahmen einer schulinternen Feier mit überreichung einer Urkunde statt.

Im sozialen Bereich werden

  • Aktivitäten im Rahmen der Schulseelsorge
  • Mitarbeit in der Schülerbücherei
  • und besondere soziale Leistungen innerhalb der Klassengemeinschaft oder der SV im Zeugnis lobend erwähnt.

Die Fachschaft Deutsch prämiert die Sieger des jährlich stattfindenden Schreibwettbewerbs und die Sieger des Lesewettbewerbs (in Klasse 6). Die Fachschaft Erdkunde würdigt den Sieger des jährlich stattfindenden Erdkundewettbe­werbs (Klasse 8). Die Fachschaft Englisch prämiert die besten Scrapbooks, Reisebücher, die die Austausch­schüler der Klassenstufe 8 selbst schreiben und gestalten. Geehrt werden darüber hinaus Jahrgangs- und Schulsieger bei den jährlichen Bundes­jugendspielen und Mannschaften, die sich für den Landesentscheid Hessen über Kreis- und Regionalentscheid bei "Jugend trainiert für Olympia" qualifiziert haben.

Auch die Teilnahme an besonderen fächerorientierten Wettbewerben (z.B. Fremdsprachen-, Mathematik-, Physik-, Biologie- und Chemiewettbewerben) und an sportlichen Wettkämpfen ist Ausdruck überdurchschnittlicher Leistung. Die AMS beabsichtigt, die Leistungswürdigung sowohl im fachlichen als auch im sozialen Bereich deutlich auszuweiten, indem z.B.

  • der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin den jeweiligen Klassenbesten ein Lob und einen Vermerk darüber im Zeugnis erteilt

  • Belobigungen für besondere Leistungen in einzelnen Fächern ausgesprochen werden. So hat die Fachschaft Mathematik beschlossen, zur Grundlage der Leistungswürdigung die Vergleichsarbeiten in den Klassen 6, 8, und 10, die landesweiten Mathematikwett­bewerbe und den Tag der Mathematik in der Jahrgangsstufe 12 heran zu ziehen

  • Gedacht ist auch an eine Ehrungsfeier mit der Schüler-, Lehrer- und Elternschaft, in der hervorragende Leistungen öffentlich und im festlichen Rahmen gewürdigt werden

5.3. Gesundheitsförderung

5.3.1. Bewegung

An der AMS sind feste Bewegungszeiten etabliert, die es gilt zu erweitern. So ist beispiels­weise die "bewegte Mittags­pause" ein Teilbereich der pädagogisch gestalteten Mittagszeit. Ein Anliegen ist es, den Schülerinnen und Schülern sinnvolle Bewegungsangebote zu machen, ihre Freude am Spielen, am Miteinander, am "Ausprobieren" und kreativer Eigen­initiative zu fördern. Auch die soziale Dimension (aufeinander Rücksicht nehmen, sich absprechen, fair sein) ist dabei von Be­deutung.

Erste Erfahrungen zeigen ein positives Bild. Die Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schülern liegt täglich zwischen 15 und 40. Nächste Entwicklungsschritte stehen an, wie z.B. die Ausweitung des übungsprogramms, die Gestaltung einer übungskartei u.a. Die Optimierung des Angebots, vor allem hinsichtlich der Materialien und Begleitmaterialien, ist über ein Projekt im Rahmen der Referendarausbildung geplant.

Wichtig sind auch die Sportarbeitsgemeinschaften, auf die im Rahmen der Darstellung des Fachs Sport eingegangen wird.

5.3.2. Ernährung

Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen Essen und Psyche. Die Ernährung ist daher ein wichtiger Faktor für ein gesundes Leben. In Zukunft wird sich die Schulzeit um ein Schuljahr verkürzen. Für die Schülerinnen und Schüler wird sich jedoch die tägliche Verweildauer in der Schule deutlich erhöhen.

Wir wollen den Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern ein gesundes Essen in angenehmer Atmosphäre ermöglichen. Dazu gehört ein Essen ohne Stress in einer freundlichen Umgebung. Zur Verringerung des Stressfaktors Zeit gehört eine veränderte Pausenordnung. Zur angenehmen Atmosphäre brauchen wir nicht nur ein gesundes, sondern auch ein schmackhaftes Essen, das weitgehend auf die Wünsche von Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern eingeht.

Einen ersten Schritt für ein erweitertes und gesundes Essensangebot haben wir mit der Neugestaltung unseres Schulkiosks seit Anfang des Jahres 2004 getan. Der Speiseplan hat die Ergebnisse der bei den Schülerinnen und Schülern durchgeführten Umfrage berück­sichtigt. Es gibt seitdem frischen Obstsalat und Rohkost, frisches Müsli und mittags auch eine warme Suppe und andere warme Speisen. Dieser Kiosk mit seinem gemütlichen Speiseraum wird seitdem von vielen Schülerinnen und Schülern und zunehmend auch von Kolleginnen und Kollegen in der Mittagspause zum Essen genutzt. Im Jahre 2005 fand zum Thema gesundes Essen der "FOOD EXPERIENCE DAY" für die Klassen 5 bis 7 an unserer Schule statt. Die Inhalte und die Materialien aus dieser Veranstaltung werden seitdem sowohl in der Sek. I als auch in der Sek. II genutzt. Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 verfügen wir zusätzlich über eine Mensa. Hier wird derzeit den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 7 in der Mittagspause ein warmes Mittagessen angeboten. Dabei wechselt der Speiseplan täglich. Dieses Angebot wurde in einer Arbeitsgruppe bestehend aus Eltern, Schülern, Lehrern und Schulleitung gemeinsam erarbeitet. Dabei wurden bei dem Prozess des Gestaltens der Räumlichkeiten von Küche und Mensa die gesetzlichen Sicherheits- und Hygienebe­stimmungen berücksichtigt. Als Caterer wurde ein Unternehmen ausgewählt, das auf diesem Gebiet seit Jahrzehnten erfolgreich arbeitet. Dieses Unternehmen verzichtet in seinen Speisen auf Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Farbstoffe und Geschmacksverstärker. Weiterhin werden die Speisen aus frischen Lebensmitteln vom Caterer selbst zubereitet und tief­gefroren. Diese Standards werden von der AMS -beginnend mit 2008- regelmäßig überprüft unter Einbeziehung fachlicher Beratung.

Ebenso unter fachlicher Beratung stellt die Schule den Speiseplan selbst zusammen. Hierbei wird auf Abwechslung und Ausgewogenheit geachtet. Als Grundlage für die Nährstoff­zusam­menstellung gilt die Nahrungspyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. Täglich werden neben einem vollwertigen warmen Essen frisches Obst und ein Salat- oder Rohkost­buffet, sowie ausreichend Getränke angeboten. Ernährungsbezogene Besonderheiten, wie z.B. spezielle Angebote für Vegetarier oder Allergiker, sind teilweise nach Rücksprache um­setzbar.

Themen bezogene Aktionstage, eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, Informations­veranstaltungen unter Einbezug von außerschulischen Partnern und Projekten zum Thema "gesunde Ernährung" sollen durchgeführt werden. Es ist geplant, das Zertifikat "gesunde Ernährung" zu erhalten.

Für eine bessere Gesundheit benötigen wir neben einem Angebot an gesundem Essen auch eine Bewusstseinsänderung. Diese versuchen wir bereits in vielen Fächern im Unterricht zu erreichen.

Von den vorgesehenen übergeordneten Lerninhalten sind die folgenden dafür geeignet:

  • Biologie
    Suchtprävention, Ernährung, Sexualität und Hygiene des Menschen (Klasse 5/6/9) sowie Fragen im Bereich der Gentechnik und Ethik (Klasse 12)

  • Chemie
    Beziehungen zum Alltag herstellen, gesundheitliche Folgen bei der Verwendung von Chemikalien in der Schule und zu Hause, technische Verfahren in Bezug auf ihre Umweltverträglichkeit und Gesundheitsrisiken beurteilen lernen, die Herstellung von Medikamenten und deren Wirkungsweise sowie die Herstellung von Lebensmitteln und deren Untersuchung kennen lernen

  • Sport
    Physiologische Aspekte der Gesundheit

  • Politik und Wirtschaft
    Konzepte für Maßnahmen zur Gesundheitserziehung

5.3.3. Sucht- und Gewaltprävention

Die Albertus-Magnus-Schule ist bemüht, die Persönlichkeit der ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler zu stärken, ihnen bei der Suche nach eigenen Werten Hilfestellung und Orien­tierung zu bieten, ihre psychosoziale Kompetenz zu fördern, einen verantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper zu unterstützen und sie gegen Suchtgefahren zu sta­bilisieren.

Auf unterschiedlichen Wegen wird deshalb in den einzelnen Klassenstufen versucht, diesem Ziel näher zu kommen.

In der Klassenstufe 5/6 hat die einwöchige Integrationsklassenfahrt eine herausragende Bedeutung. Sinn und Zweck dieser Klassenfahrt ist es, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und ihnen bei ihrer Suche nach dem eigenen Standort in der neuen Gemeinschaft eine Hilfestellung zu leisten. Diesem Ziel entspricht auch die Klassenlehrerstunde in der Klasse 5.

Eine besondere Erwähnung verdienen in diesem Zusammenhang die für die Klassenstufen 5-10 konzipierten Unterrichtseinheiten aus dem Life-Skills-Programm "Erwachsen werden", das in Zusammenarbeit mit dem deutschen Lions Club durchgeführt wird. Etliche Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule haben bereits eine Zusatzqualifikation zum "Lions-Quest-Lehrer" erworben. Die wich­tigsten Ziele dieses Programms sind die Förderung und Entwicklung der so­zialen und kommunikativen Kompetenz junger Menschen. Es will sie in ihrer Fähigkeit fördern, eigene Entscheidungen ver­antwortlich zu treffen und umzusetzen, Konflikt- und Risiko­situationen in ihrem Alltag zu begegnen, für Probleme positive Lösungen zu finden und so ihr Leben verantwortlich in die Hand zu nehmen.

In ihrem Bemühen um Persönlichkeitsstärkung, Konfliktfähigkeit und Suchtprävention bietet unsere Schule einen weiteren Baustein für die Jahrgangsstufe 7 an - das Projekt "ERLEBEN MACHT SCHULE". Dieses Projekt wurde als Kooperationsprojekt in Zusammenarbeit mit der Jugendförderung Viernheim, Stadtteil Ost (hauptverantwortlicher Kooperations­partner), der Jugend- und Drogenberatungsstelle PRISMA und dem Jugendschutzbeauftragten des Kreises Bergstraße entwickelt und dient in besonderer Weise den oben genannten Zielen. Unter­richtseinheiten aus dem Projekt "Erwachsen werden" werden vor allem in das Fach Politik und Wirtschaft integriert, sollen jedoch, sofern möglich, auch in den anderen Fächern thematisiert werden.

Außerhalb der Schule erlernen die Schülerinnen und Schüler an drei Unterrichtstagen anhand unterschiedlichster erlebnispädagogischer übungen und Aufgaben, die Kooperation mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern selbstbewusst zu verbessern, Ich-Stärke und Selbstver­trauen zu entwickeln und ihre Konfliktfähigkeit zu trainieren. Höhepunkt dieses Projekts ist ein Klettertag im Mannheimer Seilgarten, der in Kooperation mit Trainern der Mannheimer Polizei stattfindet. Ein wesentliches Ziel dieser übung ist, das Verantwortungsgefühl der Schülerinnen und Schüler zu stärken und die eigenen Grenzen erfahrbar zu machen. Es gilt diese Projekt zu evaluieren und den neuen Bedingungen anzupassen.

Bestandteil unseres Präventionskonzeptes sind die Darbietungen des Präventionstheaters RequiSiT, die durch die Barmer Ersatzkasse und den Lions Club finanziell unterstützt werden. RequiSiT ist ein Improvisationstheater, dessen Akteure, ehemalige Drogenabhängige, sich zum Ziel gesetzt haben, auf ihre - sehr eigene, aber eindrucksvolle - Weise Suchtprävention zu betreiben. Vor allem die sich an die Aufführungen anschließenden Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern hinterlassen im Blick auf dieses Ziel nachhaltige Eindrücke.

In den Jahrgangsstufen 8-10 fällt immer wieder die Problematik von Essstörungen auf. Eine Essstörung ist in die Kategorie Suchtkrankheiten einzuordnen und in diesem Fall ist spezielle therapeutische Hilfe nötig. Aus diesem Grund ist es Aufgabe von Schule präventiv tätig zu werden, um bei der ganzheitlichen Betrachtungsweise und Erziehung des jungen Menschen Stär­ken herauszubilden, die einer Suchtkrankheit entgegenwirken. Um dieser Heraus­for­de­rung angemessen begegnen zu können, bietet unsere Schule für den Jahrgang 8 einen Projekttag an. Schülerinnen und Schüler haben die Gelegenheit an diesem Tag mit diversen Fachleuten -Ernährungsberatung, Erziehungsberatung, Kinder- und Jugendtherapeuten, Dro­gen­beratung etc.- zu arbeiten. In Kleingruppen werden die Schülerinnen und Schüler infor­miert, beraten und für dieses Thema sensibilisiert. Flankiert wird dieser Projekttag von einer Informationsveranstaltung für die Eltern, an der eine Referentin aus der Praxis spricht. Auf Fragen von Eltern kann in einer anschließenden Gesprächsrunde näher eingegangen werden. Unterstützt wird diese Präventionsarbeit dankenswerter Weise von mehreren Krankenkassen.

5.3.4. Verkehrserziehung

Viele unserer Schülerinnen und Schüler kommen mit dem Fahrrad zur Schule. Die meisten von ihnen besitzen mit 16 bzw. 18 Jahren einen Führerschein. Die stetig wachsende Verkehrsdichte im Einzugsgebiet der Schule birgt Gefahren für unsere Schülerinnen und Schüler. Sie müssen diese erkennen und sich angemessen verhalten können.

Die AMS möchte dazu wichtige Beiträge leisten.

  • In regelmäßigen Abständen führen wir daher gemeinsam mit der Polizei Aufklärungs­aktionen durch, bei denen die Bedeutung der Verkehrssicherheit hervorgehoben wird. Das be­trifft insbesondere das Verhalten im Straßenverkehr, den technischen Zustand der Fahrräder und funktionsgerechte Bekleidung.

  • Im Physikunterricht der Jahrgangstufen 7 und 8 werden Aspekte wie "sehen und gesehen werden", "Reaktionszeit und Bremsweg" und "Verletzungsgefahr durch Einwirkung von äußeren Kräften" thematisiert. Die Kinder sollen mögliche Gefahrensituationen aus der eigenen Erfahrung beschreiben und Lösungsvorschläge für besseres Verhalten erarbeiten.

  • Zum Thema Alkohol und Drogen im Straßenverkehr leisten wir für die Jahrgangsstufen 10 - 13 regelmäßig Aufklärungsarbeit in Zusammenarbeit mit der lokalen Polizei und dem Landeskriminalamt.

  • Im Chemie- und Biologieunterricht der Jahrgangsstufen 10 bis 12 werden die Wirkung von Alkohol und Drogen auf den Organismus behandelt und die Gefahren im Straßenverkehr unter Alkohol- oder Drogeneinfluss thematisiert. Ziel ist es, ein Bewusstsein für das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu verankern.

 

5.3.5. Umwelterziehung

Ein wichtiges Erziehungsziel einer christlichen Schule ist die Bewahrung der Schöpfung. Dies findet in der AMS seinen Ausdruck in der Auszeichnung "Umweltschule in Europa", die wir seit 2001 nun jedes Jahr erhalten haben.

"Umweltschule - Lernen und Handeln für unsere Zukunft" ist eine Auszeichnung, die vom Hessischen Kultusministerium und vom Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz jährlich für das besondere Engagement einer Schule im Bereich Umwelterziehung und "Bildung für nachhaltige Entwicklung" vergeben wird. über das Bund-Länder-Programm "Transfer 21" und über das Programm "Schule und Gesundheit" steht diese Auszeichnung in Verbindung mit bundesweiten internationalen Programmen. Ausgezeichnet wird der jährliche dokumentierte Zuwachs an Umweltverträglichkeit: die Integration umwelt­bewussten Verhaltens in Unterricht und Schulleben sowie der dazugehörige Verständigungs­prozess in und außerhalb der Schule. Das bedeutet, in jedem Schuljahr müssen neue Projekte in unterschiedlichen Bereichen initiiert werden, um die Auszeichnung zu erhalten.

Das heißt zum einen werden in Biologie, Chemie, Physik, Erdkunde, Politik und Wirtschaft und Religion, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, ökologische Zusammenhänge gelehrt, Folgen der Eingriffe in die Umwelt verdeutlicht und Einsichten in die Verantwortung des Einzelnen vermittelt. Und zum anderen wird durch Umwelterziehung im Alltag den Schülerinnen und Schülern nachhaltiges Wirtschaften verdeutlicht und auch praktisch eingeübt, z.B.

  • Sauberkeit und richtige Abfalltrennung
  • Ressourcenschonung durch Recycling (Papier, Korken, Druckerpatronen)
  • Energie sparen durch sinnvolles Heizen und Lüften
  • Aktionstage zu umweltrelevanten Themen, wie z.B. Abfall und Energie
  • Erarbeitung und praktische Umsetzung eines Biotopvernetzungsprogramms in Viernheim im Rahmen der Agenda 21
  • In Arbeitsgemeinschaften ökologische Verbesserung des Schulumfeldes, Energieeinsparung und Nutzung alternativer Energien
  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen
  • Präsentation unserer Umweltprojekte innerhalb und außerhalb der Schule

Zunehmend wird die Komplexität ökologischer Zusammenhänge auch in fächerübergreifenden Projekten vermittelt.

Diesen eingeschlagenen Weg werden wir konsequent weiter gehen.

5.3.6. Lehrergesundheit

Die Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern ist Gegenstand der schulischen Entwicklung. Dabei wird versucht, auf die in den letzten Jahren gestiegenen Belastungen der Lehrerinnen und Lehrer Rücksicht zu nehmen. Eine gesundheitsförderliche Arbeits- und Pausenkultur wird neu entwickelt. Pädagogische Tage und Einkehrtage für das Kollegium werden zur Stärkung der Lehrerinnen- und Lehrergesundheit genutzt. Für diese Veranstaltungen werden Kontakte zu Experten auch außerhalb der Schule aufgenommen.

Es wird an gesundheitsförderlichen Maßnahmen gemeinsam mit der Schulleitung gearbeitet, dazu gehört u.a. die Neugestaltung des Lehrerzimmers sowie des Ruhearbeitsraumes. Außer­dem sollen in Zukunft verstärkt Gesundheitsprojekte für Kollegen angeboten werden, z.B. Stimmgesundheit, Stressmanagement, Rückenschule.

5.3.7. Arbeitssicherheit

An der Albertus-Magnus-Schule sind die Inhalte des Arbeits- und Gesundheitsschutzes verankert. Für die Umsetzung sorgen Sicherheitsbeauftragte in verschiedenen Bereichen. Für die Brand­bekämpfung und Evakuierung aller Personen hängen Alarm- und Fluchtwegepläne aus. Es finden halbjährlich Feueralarmübungen in unserer Schule statt, deren Erfolg kon­trolliert wird.

In den Naturwissenschaften erfolgt zu Beginn jeden Halbjahres in allen Klassen eine Unter­weisung über Gefahrstoffe, Gefahrensymbole, fachgerechte Entsorgung von Chemikalien­resten, außerdem werden Sicherheitshinweise zu den besonderen Gefahren z.B. im Chemie­unterricht besprochen. Diese Unterweisungen werden im Klassenbuch bzw. Kursheft doku­mentiert.

Bei der Anschaffung neuen Mobiliars werden die Aspekte des Arbeitsschutzes berücksichtigt z.B. die Ergonomie bei Tischen und Stühlen, zuletzt berücksichtigt bei unserer neuen Mensa, der Schülerbibliothek und dem Schüleraufenthaltsraum. Maßnahmen zur Ersten Hilfe sind bei uns etabliert. Dazu wird die Ausbildung zum Ersthelfer sichergestellt und unter Aufsicht einer ausgebildeten Lehrkraft wird das Wissen aktualisiert. Es steht der Gruppe ein Sanitätsraum zur Verfügung.

Weiterhin sind in Bereichen mit erhöhter Gefährdung (Sporthallen, natur­wissenschaftlichen Räumen) Verbandskästen vorhanden. Für Exkursionen o.ä. stehen Sani­tätstaschen zur Verfügung. Schülerinnen und Schüler, die während des Unterrichts erkranken, werden durch Benachrichtigung der Eltern sicher in deren Obhut übergeben.

5.4. Informations-und kommunikationstechnische Grundbildung

Die Albertus-Magnus-Schule arbeitet bereits seit ca. 20 Jahren mit Computern. Neben der Forderung nach einer informations- und kommunikationstechnischen Grundbildung wurde der Einsatz der so genannten "Neuen Medien" in den letzten Jahren auch in den einzelnen Fä­chern vermehrt gefordert. Dies ist häufig schwierig, da die Grundlagen der Schülerinnen und Schüler sehr verschieden sind; ebenso ist der Kenntnisstand im Kollegium als heterogen zu bezeichnen. Der Computereinsatz ist von der Ausstattung abhängig; derzeit stehen uns zwei Computerräume, zwei mobile Klassenräume, transportable Laptops plus Beamer sowie vier fahrbare Laptop-Beamer-Kombinationen und meh­rere transportable Laptops und Beamer einzelner Fachschaften zur Verfügung. Nach der Umbauphase werden sämtliche Unter­richtsräume vernetzt sein, so dass man von jedem Raum aus eine Internetverbindung ermöglichen kann.

Momentan können die Schüler der fünften Klassen im Rahmen des Differenzierungsunterrich­tes "Mit dem PC arbeiten" eine erste Grundbildung erhalten. Im Mathematikunterricht der fünften Klassen ist eine Einführung in die Tabellenkalkulation Teil des Schulcurriculums, wobei alle Schüler zudem eine erste Einführung in die Handhabung des Computers erhalten. Ab der Jahrgangsstufe 6 bemühen sich alle Fachschaften um den Baustein "Recherchieren und Kommunizieren" im Internet. Im Wahlpflichtunterricht der neunten Klasse werden die "Grundlagen des Programmierens" gelegt. Im Unterricht Politik und Wirtschaft werden Prä­sentationstechniken bei der Vorstellung der Erfahrungsberichte zum Betriebspraktikum ein­geübt. In der zehnten Jahrgangsstufe wird das Fach Informatik angeboten, was im elften und zwölften Schuljahr als Grundkurs fortgesetzt werden kann.

Wie im Fach Mathematik die Einführung in die Tabellenkalkulation zum Schulcurriculum gehört, so wird für das Fach Deutsch angestrebt, die Einführung in die Textverarbeitung im Schulcurriculum festzuschreiben. Die AMS nimmt sich vor, weitere Angebote im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts der Klasse 8 und in Form von Arbeitsgemeinschaften zu machen.

Bis zum Jahr 2011 soll eine verbindliche Vereinbarung zwischen den einzelnen Fachschaften getroffen werden, wie die Einführung in die Handhabung des Computers, in Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, in Recherchieren, Kommunizieren und Präsentieren im Regelunter­richt verankert wird.

5.5. Pädagogische Mittagsbetreuung

Durch die Einführung des achtjährigen Gymnasiums im Schuljahr 2005/2006 stellte sich die Frage, wie wir mit Schülerinnen und Schülern umgehen, die mehrere Nachmittage in der Woche in der Schule verbringen, wie wir insgesamt auf die Ausweitung des Unterrichts re­agieren. Im Rahmen einer Gesamtkonferenz entschieden wir uns für ein modifiziertes Konzept der pädagogischen Mittagsbetreuung. Wir gehen im Rahmen dieses Konzeptes davon aus, dass kein Schüler, keine Schülerin an mehr als drei Nachmittagen in der Schule ist. Das Ende eines langen Schultages liegt bei 15.50 Uhr. Um diese Tage gestalten zu können, ist eine Mittagspause für alle verpflichtend, die im achtjährigen Gymnasium unterrichtet werden.

Die Mittagspause soll den Kindern die Möglichkeit bieten eine warme Mittagsmahlzeit einzunehmen sowie ihren Bedürfnissen nach Entspannung, Bewegung und der Erledigung der Hausaufgaben nachzukommen. Hierfür stehen an verschiedenen Tagen diverse Angebote zur Verfügung, z.B. die Schulbibliothek, ein betreuter Hausaufgabenraum, die offene Turnhalle, der Aufenthaltsraum und anderes mehr. Die aktuellen Angebote sind jeweils an einer Stellwand vor der Verwaltung zu ersehen. Eine Anmeldung für diese Angebote ist nicht notwendig, die Kinder müssen jedoch an einem der Angebote teilnehmen.

Das Essensangebot bietet für angemeldete Schüler einen warmen Mittagstisch während der Mittagspause. Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 ist das Mittagsessen am Tage des Nachmittagsunterrichts verpflichtend. Es wird gemeinsam im Klassenverband eingenommen.

Wir bieten für die Kinder der Jahrgangsstufen 5 bis 7 eine Mittagsbetreuung an. Mit der Mittagsbetreuung kommen wir auch dem Wunsch vieler Eltern nach, ihre Kinder in der Mittagspause mit einer warmen Mahlzeit versorgt und an unterrichtsfreien Nachmittagen versorgt zu wissen. Eine Betreuungsgruppe besteht aus ca. 16 Schülerinnen und Schülern, welche von Absolventinnen oder Absolventen eines "Freiwilligen Sozialen Jahres" betreut werden. Die Mittagsbetreuung beginnt um 13.00 Uhr mit dem gemeinsamen Mittagessen und geht dann in das betreute Erledigen von Hausaufgaben über. Nach den Hausaufgaben wird für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt.

Die Gestaltung des Nachmittagsunterrichts geht von dem Prinzip aus, dass Schülerinnen und Schüler langsam an diese neue Herausforderung herangeführt werden müssen. In der Jahr­gangsstufe 5 haben die Kinder an einem Nachmittag Unterricht. Es handelt sich hierbei um ein wählbares Differenzierungsangebot, welches nicht benotet wird. Im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 6 bleibt es bei einem Nachmittag Unterricht, wobei darauf geachtet wird, dass noch keine Hauptfächer am Nachmittag liegen. Ab dem zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 6 haben die Schülerinnen und Schüler an zwei Nach­mittagen Unterricht.

Im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2007/2008 soll eine ausführliche Evaluation der bereits gemachten Erfahrungen stattfinden, deren Erkenntnisse bei Weiterentwicklung des Konzepts Berücksichtigung findet. Kernpunkte der Evaluation sind die Mittagsverpflegung, das Pausen­angebot besonders im Nachmittagsbereich, die Mittagsbetreuung, der Unterricht am Nach­mittag sowie die Hausaufgaben und das AG-Angebot.

Ziel der pädagogischen Mittagsbetreuung ist es, die Schülerinnen und Schüler bei den geänderten Lern- und Lebensbedingungen, die durch das achtjährige Gymnasium entstehen, zu begleiten. Für die nächsten drei Jahre geht es vor allem darum, Ressourcen zu schaffen, um dieser Aufgabe nachkommen zu können.

6. Fächer und Fachschaftsprofile

6.1 Vorwort zu den Fachprofilen des Fachbereichs I

Im Fachbereich I sind die Fächer des sprachlich-musisch-künstlerischen Aufgabenfeldes vereint. Dazu gehören neben Deutsch, Musik und Kunst die alten und modernen Fremd­sprachen.

Kunst und Musik werden an der AMS in den Jahrgangsstufen 5 bis 7 durchgängig und Klasse 8/9 epochal unterrichtet; im Kursangebot der Oberstufe sind beide Fächer als Grundkurse anwählbar.

An der AMS besteht die Möglichkeit, Latein oder Englisch als erste Fremdsprache zu wählen. Die zweite Fremdsprache (Englisch, Französisch oder Latein) kommt ab der Jahrgangsstufe 6 hinzu. Die Kinder, die sich für Latein als erste Fremdsprache entscheiden, erhalten und erweitern ihre in der Grundschule erworbenen Englischkenntnisse im Rahmen eines zweis­tündigen verpflichtenden Kurses des Differenzierungsunterrichts in Klasse 5.

Als weitere Fremdsprachen werden ab Jahrgangsstufe 8 bzw. 10 (für die Schüler/Innen im 9-jährigen Gymnasium ab Klasse 9 bzw. 11) als Wahlpflichtfach und im AG-Bereich Altgrie­chisch, Latein, Französisch, Italienisch und Russisch angeboten.

Über viele Jahre hinweg gepflegte Austauschbeziehungen zu Partnerschulen in Frankreich, England und Russland bereichern auf besonders belebende Weise den Fremd­sprachen­unterricht. Denn so eröffnet sich Schülerinnen und Schülern der AMS eine ausgezeichnete Mög­lichkeit, im Rahmen interkulturellen Lernens ihre fremdsprachlichen und sozialen Kompetenzen zu erweitern und neue Perspektiven zu gewinnen, wie es für ein Europa ohne Schranken unverzichtbar ist. Alle drei Jahre bietet die Schule eine Griechenlandexkursion für Oberstufenschüler an.

Immer wieder sind Schüler/innen der AMS an auch Fremdsprachenwettbewerben erfolgreich beteiligt. Zudem ermutigt die Schule Schüler/Innen bei entsprechender Eignung Auslands­praktika wahrzunehmen oder sich gar für mehrmonatige oder ganzjährige Auslands­schul­aufenthalte zu bewerben.

Dem Selbstverständnis und der Tradition unserer Schule folgend, bei Kindern und Jugend­lichen kreative und musische Fähigkeiten zu entdecken und zu fördern, gibt es ein breit gefächertes Angebot an Aktivitäten. Die Einrichtung einer Streicherklasse in Kooperation mit der Musikschule Viernheim hat sich als erfolgreiches Projekt erwiesen. Chor und Orchester, sakrale Popmusik, Theaterspiel, Rhetorikkurse und Schreibwettbewerbe ergänzen den Pflichtunterricht oder sind Bestandteil des Wahlpflichtprogramms. Viele der aus dieser Arbeit erwachsenen Früchte wie Kam­mermusik- und Themenabende, Theateraufführungen und Orchesterdarbietungen tragen zum kulturellen Leben der Stadt Viernheim bei. Daran hat die Arbeit des Kulturprojekts seitenweXel, einer Literatur- und Lese-AG der Klassen 9-13, entscheidenden Anteil. Neben der Durchführung des jährlichen Schreibwettbewerbs hat die Gruppe bereits mehrfach kulturelle Veranstaltungen mit regionalen und überregionalen Künstlern/Literaten, Informa­tions­veranstaltungen, Diskussionsforen u.a.m. durchgeführt.

Herausforderung und Aufgabe der kommenden Jahre wird sein, unter den Bedingungen des 8-jährigen Gymnasiums das vielfältige außerunterrichtliche Angebot unseres Fachbereichs zu erhalten und zu ergänzen.

6.1.1. Deutsch

Im Deutschunterricht bekommen die Schülerinnen und Schüler das Handwerkszeug gereicht, um ihre Kommunikationsfähigkeit auszubauen, sich ein Sprachbewusstsein zu schaffen und dieses zu schärfen. Sie erhalten damit Schlüssel, sich die Welt zu erschließen, sich in ihr zurechtzufinden, sie zu verstehen und nicht zuletzt sich in der Welt verständlich zu machen. Mittels der Wahr­nehmungsschulung und der ästhetischen Erziehung werden die jungen Menschen befähigt, am öffentlichen und kulturellen Leben teilzunehmen. Besonders in diesen Bereichen ist für uns der Luxus des scheinbar Überflüssigen, des nicht unmittelbar einsichtig Verwertbaren unverzichtbar. Über seine Inhalte und Aufgaben wie auch über die Nähe und die Grenzübertritte zu anderen Fakultäten erhält der muttersprachliche Unterricht in der Schule seine zentrale Bedeutung.

Wie wir in unserem Fach das christliche Menschenbild einbinden:

In literarischen und philosophischen Werken/Texten aller Gattungen thematisieren nationale und internationale Autorinnen und Autoren zu allen Zeiten ihre Existenz, ihre Gesellschaft, ihre Lebensbedingungen, das vorherrschende oder erwünschte Menschenbild, ihren Glauben oder Nichtglauben, suchen und gehen Wege der kritischen Auseinandersetzung.

Wir weisen die Schülerinnen und Schüler auf diese Auseinandersetzungen und Probleme hin, schlagen Brücken ins Heute und erarbeiten mit den Schülern alternative Gedankenmodelle und Handlungsmöglichkeiten, die im christlich-humanistischen Sinne konstruktiv, ausgewogen und lebensbejahend sind.
Exemplarische Beispiele sind unter anderem:

Leyoy:

Der gelbe Vogel:

Diskriminierung und Außenseitertum

Schiller:

Wilhelm Tell:

Zivilcourage

Goethe:

Faust:

Was ist der Mensch?

Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir in unserem Fach vermitteln:

Als wesentliche Kompetenzen, die im Deutschunterricht vermittelt werden sollen, lassen sich die Fähigkeiten Lesen, Schreiben, Sprechen, Darstellen und Wahrnehmen benennen.

Das Lesen ist zentraler Unterrichtsgegenstand im Fach Deutsch. Flüssiges und verständliches Lesen soll geschult, vor allem aber auch verständiges Lesen als wesentliche Voraussetzung für den Um­gang mit Literatur eingeübt werden. Die hierfür erforderlichen Fertigkeiten werden exem­pla­risch an ausgewählten Werken eingeübt, Schülerinnen und Schüler lernen Literatur und wichtige Epocheneinordnungen kennen. Anregungen zum Lesen über die Pflicht hinaus sollen durch ein breit gefächertes Literaturangebot gegeben und Freude an der Literatur vermittelt werden.

Die Ausbildung von Kompetenzen im schriftlichen Bereich soll durch das Erlernen verschiedener schriftlicher Darstellungsformen erreicht werden. Ebenso wie dem Verfassen von Aufsätzen kommt auch der Überarbeitung eigener Schreibprodukte eine wichtige Rolle zu, da hier Schüler die Mög­lichkeit erhalten, selbstständig inhaltliche, grammatikalische, stilistische und orthografische Kor­rekturen vorzunehmen und ihrem Text weiter zu entwickeln.

Die Beherrschung von Sprachnormen wird als wichtige Fähigkeit angesehen; Schüler sollen dazu in die Lage versetzt werden, bewusst und kompetent mit Sprache umzugehen. Auf eine Erziehung zu gedanklicher und sprachlicher Klarheit im schriftlichen und mündlichen Bereich legen wir Wert. Die Formulierung eigener Gedanken und Vorträge sollen eingeübt werden, Kommunikationsfähigkeit durch ein Mehr an Sprechen geschult werden.

Beim Lesen ergibt sich die Frage nach der Auswahl der Lektüren. Was soll gelesen und in welcher Altersstufe behandelt werden? Neben der am Lehrplan orientierten Auswahl an Werken, die exemplarisch gelesen werden, ergibt sich hier die Möglichkeit, durch Präsentationen von Schülern die Literaturkenntnisse zu erweitern und Überblickswissen zu erlangen. Neben der Vertiefung der fachlichen Qualifikation bietet sich hier auch eine Gelegenheit, das Darstellen von Sachzusammenhängen auf vielfältige methodische Art zu fordern. Die Präsentation von gelesenen Texten nach eigenen Auswahlkriterien ermöglicht auch Erfolgserlebnisse, da Kenntnisse aus anderen Fächern hinzugezogen werden können.

Der Deutschunterricht bietet den Schülern die Chance, Texte und Meinungen wahrzunehmen, zunehmend zu differenzieren und fremde Welten zu erfahren. Durch die Beschäftigung mit Literatur wird die Allgemeinbildung gefördert, der ästhetische Sinn für Literatur geschult. Durch Textarbeit lassen sich auch soziale Kompetenzen einüben. Handlungsorientierte und kreative Unterrichtsmethoden können im Deutschunterricht gleichberechtigt neben andere Methoden treten.

Wie wir schwache und starke Schülerinnen und Schüler speziell stärken:

  1. LRS-Programm
    • Bei der Förderung von lese-rechtschreibschwachen Schülern im Unterricht erfüllen wir die staatlichen Vorgaben.
    • Die Diagnostik der Lese-Rechtschreib-Schwäche erfolgt im 1. Halbjahr der Klasse 5 mit Hilfe des Deutschlehrers in Zusammenarbeit mit dem Schulpsychologen.
    • Ab dem 2. Halbjahr der Klasse 5 werden bis einschließlich Klasse 6 LRS-Kurse ver­pflichtend durchgeführt.
    • Ab Klasse 7 liegt die LRS-Schulung ausschließlich in außerschulischen Händen, was die Eltern schriftlich auf einem Formblatt bestätigen müssen.
  2. Fachschaftsprojekte zur Leseforderung, zur Unterstützung des Interesses an Literatur und kultureller Bildung
    Um das Interesse an Literatur zu wecken, zu unterstützen und aufrecht zu erhalten und um das Leseinteresse zu fördern, initiiert, begleitet und leitet die Fachschaft Deutsch diverse Projekte und Angebote außerhalb des regulären Deutschunterrichts:
    • Pfiffikuskurs (Klasse 5/6; je nach Interesse auch höhere Klassen)
    • Lesewettbewerb (Klasse 6)
    • AMS-Kulturprojekt "seitenweXel" (Lesungen, Literatur AG, Theaterprojekte (Klasse 9-13)
    • Wettbewerbe mit unterschiedlicher Ausrichtung auf kulturellem Gebiet (Klasse 5-13) Schreibwettbewerbe auf Regional- und Bundesebene (Klasse 5-13) sowie ein schulinterner Schreib Wettbewerb mit jährlich wechselndem Thema (Klasse 10-13)
    • Arbeit der Schülerbücherei (Klasse 5-13)
    • WPU mit wechselnden Angeboten (Klasse 9/10)
    • "Zeitschriften in der Schule" (Klasse 9/10)
    • Literarische Spaziergänge (Klasse 11-13)

Die Fachschaft Deutsch der AMS wird in Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe des Literatur­betriebs e.V. der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M. für die Grund- und Leistungs­kurse der Klasse 11 bis 13 "Literarische Spaziergänge in Hessen" anbieten. Dies soll im Rahmen eines Literatur-Studientages in den nächsten drei Jahren erprobt werden. Dabei soll Literatur auf vielfältige Art erfahrbar gemacht werden, so dass den Schülerinnen und Schülern auch andere Zugänge zu bildungs- und abiturrelevanter Literatur eröffnet werden, als dies im Rah­men des alltäglichen Unterrichts möglich ist.

6.1.2. Englisch

Was unsere Fachschaft auszeichnet:

  • Wir legen Grundlagen für den kontinuierlichen Umgang mit Englisch als Weltsprache, indem wir die Lebensrelevanz der Sprache den Schülern nahe bringen. Dies erreichen wir durch Schüleraustausch, Orientierung auf Berufswelt, durch verstärkte Einbindung von Business English in den Klassen 11 (10) und 13 (12), unterstützt durch ein Angebot der work experience in Klasse 11 (10).
  • Wir fördern das interkulturelle Lernen durch Auseinandersetzung mit Kultur und Literatur der englischsprachigen Welt, z.B. Kanada, Australien, Indien (ab Klasse 9). Dies wird in der Sekundarstufe II vertieft.
  • Im Rahmen des Differenzierungsangebots besteht ein zweistündiger Englischkurs für die Schüler mit Latein als erste Fremdsprache. Ziel ist die Erhaltung und Weiterentwicklung der Grundschul-Englischkenntnisse

Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir in unserem Fach vermitteln:

  • Vermittlung solider Sprachbasis, kommunikativer Kompetenz, Sprachgenauigkeit
  • Hören: didaktisierte Schulbuchtexte bis hin zu authentischem Sprachmaterial
  • Sprechen: vom angeleiteten Rollenspiel bis zum freien Sprechen
  • Schreiben: angeleitete Textproduktion bis hin zum kreativen Schreiben und zum Verfassen von Essays
  • Lesen: selbstständiges sinnerschließendes Lesen verschiedener authentischer Textsorten
  • Vermittlung verschiedener Lerntechniken (unterschiedliche Methoden der Wortschatzarbeit, Grammatik, note taking)
  • Literatur-Kanon (von der ausgehenden Mittelstufe an werden zusätzliche Schwerpunkte gesetzt: altersgemäße Werke, zeitgenössische Literatur und Klassiker)
  • Erwerb und Ausbau von Präsentationstechniken, die die Durchführung eines Vortrags in Englisch ermöglichen (mit medialer Unterstützung, z.B. Power Point)
  • Kompetenter Umgang mit neuen Prüfungsformaten (Sprachmittlung und Hörverstehen­saufgaben) des Landesabiturs, bzw. der Bildungsstandards
  • Selbstständige Lernorganisation im Hinblick auf die Stoffvorgaben des Landesabiturs

Wie wir in unserem Fach das christliche Menschenbild ein­binden:

  • Intensivierung von Thematiken, die Respekt und Toleranz im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen aufgreifen - Bewusstmachung von Stereotypisierungen
  • Auseinandersetzung mit religiösen Festen und Feiertagen und ihren Grundlagen
  • Auseinandersetzung mit dem Thema Kirche auf der Grundlage von Literatur, z.B. mit dem Puritanismus oder dem Nordirland-Konflikt
  • Beschäftigung mit Fragen der Lebenseinstellung wie Wirtschaftsethik, Bio-Ethik, anthro­pologischen Grundlagen

Fördermaßnahmen unserer Fachschaft:

  • Englisch für Lateiner im Rahmen des Differenzierungsangebots in Jahrgang 5
  • Klassenarbeiten ab Jahrgang 7 umfassen ein nicht angekündigtes Wiederholungsthema
  • Austausch mit einer Schule in England im Jahrgang 8
  • vielfältige Angebote, z.B. bilingualer Unterricht, Englisch- Fit-Kurse in Jahrgang 9 und 10
  • Work-Experience-Exchange Jahrgang 11 (10)
  • Nachhaltigkeit des Lernens fördern durch eine einheitliche Lernkontrolle für den gesamten Jahrgang (Übergang von Jahrgang 10 (9) nach 11 (10)).

Ziele unserer Fachschaft:

  • Stärkere Einbindung von Fortbildungsveranstaltungen in der AMS bezüglich des acht­jährigen Gymnasiums, Landesabitur und neuer Aufgabenformate (Bildungsstandards für den mittleren Abschluss)
  • Zur Vorbereitung von Englisch als Standardsprache soll das Angebot erweitert und Projekte gefördert werden, wobei an bilingualen Unterricht zu denken wäre.

6.1.3. Französisch

Was unsere Fachschaft auszeichnet:

  • Wir legen die Basis für den Umgang mit der französischen Sprache und fördern die kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Kultur und Literatur der Frankophonie (neben Frankreich z.B. auch Afrika, Kanada, Antillen).
  • Wir wecken das Interesse und fördern die Neugier auf eine zweite Fremdsprache in Klasse 6 sowie auf eine dritte in Klasse 8.
  • In klasse 8 fördern wir den Kontakt mit der Lebenswelt der Partnersprache, indem wir einen Schüleraustausch in Toulon oder Nantes durchführen. Gegebenenfalls organisieren wir eine Drittortbegegnung, d.h. die Begegnung mit einer französischen Schülergruppe in Frankreich (meist in der Bretagne), aber nicht am Standort der französischen Schule.
  • Die Lebensrelevanz der französischen Sprache machen wir auch deutlich, indem wir ein Berufpraktikum in Frankreich in der Jahrgangstufe 10 anbieten.
  • Wir gestalten jährlich am 22. Januar den Deutsch-Französischen-Tag mit unterschiedlichen Projekten. Dieser Tag dient der Darstellung der bilateralen Beziehungen, der Werbung für die Partnersprache sowie der Information über die Rolle der französischen Sprache in Europa und auf anderen Kontinenten.
  • Im Wahlpflichtfachunterricht fördern wir beispielsweise das Kennenlernen und die Ausein­andersetzung mit ausgewählter französischsprachiger Jugendliteratur (weitere Projekte sind geplant).
  • In der Oberstufe bereiten wir die Schüler gezielt auf die Anforderungen des hessischen Landesabiturs vor.

Ziele der Fachschaft für die kommenden drei Jahre:

  • Wir wollen die Rolle des Französischen als zweiter moderner Fremdsprache stärken.
  • LO-Net 2 soll zur Intensivierung von bilateralen, interkulturellen Schülerkontakten genutzt werden.

6.1.5. Kunst

Was unsere Fachschaft auszeichnet:

Die visuelle Wahrnehmung des Menschen ist in unserer Gegenwart auf vielfältige Weise herausgefordert und überfordert. Die lebensordnende Grundfunktion des Sehens scheint angesichts der Bilderflut aus Film, Fernsehen, Internet, Printmedien, etc. auf absurde Weise 'naiv' strukturiert.

Es bedarf neben politisch und gesellschaftlich aufklärender Erziehung auch einer visuell­ästhetischen Aufklärung, um das Erziehungsziel eines emanzipierten und auf die Berufs- und Lebenswirklichkeit gerüsteten Menschen zu erreichen.

In diesem Sinne verstehen wir Kunstunterricht als schulischen Raum für Erfahrungen und Bildung im haptisch-sinnlichen Bereich. Insbesondere in der SI bildet er zudem die inhaltliche Ergänzung und ein methodisches Gegengewicht zu vorwiegend kognitiv orientierten Fächern.

Unser Selbstverständnis beruht zudem auf der Überzeugung, dass Kenntnisse sowohl der klassischen, als auch der aktuellen künstlerischen Strömungen den Hintergrund für einen zeitgemäßen Unterricht darstellen sollten. Selbst wenn diese nicht in jedem Fall explizit thematisiert werden können und sollen, ist ein Selbstverständnis in diesem Bereich zwingend Grundlage für die Vermittlung gesamtgesellschaftlicher, kultureller Prozesse.

Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir vermitteln:

In diesem Sinne sehen wir unsere Aufgabe darin, Schülern trotz der in den Rahmenrichtlinien vorgesehenen verwirrenden Diversifizierung eine Leitlinie zur Orientierung in der Tradition der Kulturgeschichte des Abendlandes zu vermitteln. In theoretischer Stimulans und praktischer Begleitung fördern wir Individualität, Innovationsmut und -fähigkeit, Kreativität, Ge­schmacks­bildung und die (selbst-)kritische Begegnung Konventionen und Klischees gegen­über.

Auf der Basis der Vermittlung bildnerischen Grundverständnisses ergeben sich folgende unterrichtliche Schwerpunkte:

  • Vermittlung von Grundlagen der Anwendung und Analyse bildnerischer Mittel
  • Förderung von Ausdauer, Zielorientierung, Wertschätzung der eigenen und fremder Arbeit
  • Entwicklung von gestalterischer Kompetenz
  • Training der Feinmotorik

In der Oberstufe erweitern sich diese Inhalte um die folgenden Aspekte:

  • Methodisierung und Präzisierung des kritischen Umgangs mit Bildwerken
  • Vermittlung von Kunst als einem kontinuierlichen, geschichtlichen Phänomen
  • Förderung der Problem- und Zielorientierung bei der eigenen Auswahl bildsprachlicher Mittel

Im Rahmen des achtjährigen Gymnasiums soll der zweistündige Unterricht der Klasse 9 epochal auf die Jahrgangsstufen 8 und 9 aufgeteilt werden. Dies eröffnet die Möglichkeit,

  • unterrichtliche Kontinuität über die Jahre zu gewährleisten
  • Teile der Schulung des räumlichen Vorstellungsvermögens von der 7. in die 8. Klasse zu verlagern und so eine altersgemäßere Verteilung der Inhalte (Perspektivdarstellungen) vorzu­nehmen.

Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir vermitteln:

Neben der selbstverständlichen Erziehung zur Rücksicht auf die Belange des Mitmenschen ergibt sich die Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums zwingend im Rahmen jeglicher kunstgeschichtlicher Betrachtung. Darüber hinaus wird in der Jahrgangsstufe 11 die religiöse Funktion von Kunst explizit thematisiert.

6.1.6. Musik

Folgende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sind in unserem Fach zentral und sollen den Schülerinnen und Schülern von uns vermittelt werden:

  • Einnehmen von künstlerischen und emotionalen Sichtweisen
  • Musik als Gegengewicht zu den reinen Lernfächern erfahren
  • Kreativität in Theorie und Praxis ausbilden
  • Experimentelle und traditionelle Blickwinkel einnehmen
  • Aufgeschlossenheit gegenüber historischer, stilistischer und technischer Vielfalt
  • Nachvollziehen der gesellschaftlichen Bedeutung des Fachs Musik
  • Einüben von allgemeinen motorischen Fähigkeiten beim Musizieren
  • Erlernen von Präsentationstechniken
  • Training von Konzentrationsfähigkeit und Teamgeist

Folgende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sind in unserem Fach zentral und sollen den Schülerinnen und Schülern von uns vermittelt werden:

  • Praktische Erfahrungen sollen die Notwendigkeit theoretischer Kenntnisse erkennen lassen
  • Ausgewogenheit zwischen theoretischen und praktischen Elementen soll hergestellt werden
  • Einbinden freierer Unterrichtsformen
  • Kritische Auseinandersetzung mit Hörgewohnheiten
  • Offenheit für sinnliche Erfahrungen
  • zeitgeschichtliche Einblicke als Erfahrungswelt vermitteln
  • allgemeinbildende Aspekte der Musik darstellen

Wie können wir schwachen und hervorragenden Schülern die geeignete Förderung in unserem Fach zukommen lassen:

  • Assistenten unterstützen und helfen
  • Vorspiele, Musikabende werden von Schülern organisiert und durchgeführt
  • Schülerinnen und Schüler übernehmen Unterrichtsschritte
  • Bessere Schülerinnen und Schüler übernehmen anspruchsvollere Aufgaben im Rahmen des Musizierens, aber auch im Rahmen mehr theoretisch orientierter Arbeiten
  • Für Kinder mit instrumentalen Kenntnissen oder/und Interesse am Singen gibt es die Mög­lichkeit des Mitwirkens im Chor oder Orchester

Wo sehen wir Möglichkeiten der Auseinander­setzung mit dem christlichen Men­schenbild:

  • Motivation zur eigenen Leistungsbereitschaft fördern
  • Steigerung des Selbstwertgefühls durch das Erkennen der eigenen Leistungen
  • Leistungen von anderen anerkennen
  • Rücksichtnahme in Gruppenarbeiten und bei Musizierphasen üben
  • Förderung von Hilfsbereitschaft
  • Bewusstsein für kulturelle Identitäten und Minderheiten schaffen
  • Auseinandersetzung mit geistlicher Musik und ihren Inhalten

Die Rolle der Arbeitsgemeinschaften

  • Die freiwillige Mitwirkung in Chor und Orchester bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, abseits von Lern- und Leistungsdruck ihre vokalen oder instrumentalen Fähig­keiten einzusetzen und zu erweitern
  • Das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gruppe und das Arbeiten an gemeinsamen Zielen stärkt die Selbstdisziplin, den Respekt voreinander und die soziale Kompetenz

Kooperationsprojekt "Streicherklasse"

  • Zusammenarbeit mit der örtlichen Musikschule und damit Öffnung des Faches Musik über den rein schulischen Rahmen hinaus
  • Praxisorientierter und spielerischer Zugang zum Musizieren
  • Einüben von speziellen motorischen Fähigkeiten beim Instrumentalspiel unter professio­neller Leitung
  • Begreifbare Synthese von Theorie und Praxis
  • Entwicklung und Förderung von Motivation und Konzentration
  • Entwicklung und Förderung von "Teamgeist"
  • Verzahnung mit den musikalischen Arbeitsgemeinschaften
  • Sinnvolle und reizvolle Ergänzung zu anderen, schulfremden musikalischen Ausbildungs­angeboten

6.2. Vorwort zu den Fachprofilen des Fachbe­reichs II

Die Fächer des Fachbereichs II sollen den Schülerinnen und Schülern der AMS den Zugang zur Wirklichkeit und Gestaltung der Welt in ihren geschichtlichen, politischen, geogra­phi­schen, sozialen, kulturellen wirtschaftlichen, geistigen, religiösen und umweltbezogenen Ent­wicklungen und Ordnungen bieten. Diese Fächer leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen in den Dimensionen der Vergangenheit, Gegenwart und Globalität.

Diese Betrachtungsweise fördert die Einbindung unserer Schülerinnen und Schüler, ihre religiöse und wertbezogene Ausrichtung, die Strukturen von Gesellschaft, Politik, Arbeitswelt, Wirtschaft und Umwelt nie isoliert, sondern stets gleichwertig und einander ergänzend sieht und reflektiert. Der Unterricht will den Schülern helfen, ihre Einbindung in die Gesellschaft zu begreifen.

Die Schüler sollen befähigt werden, in der Formulierung einer eigenen Meinung, im Sprechen und Schreiben, im Ergründen und Urteilen eine Schreib- und Gesprächskultur einzuüben, die durch konstruktive Auseinandersetzung geprägt ist. Sie sollen sich möglichst vielseitig orien­tieren, Alternativen abwägen können, in der Auseinandersetzung mit den oben genannten Fächern und im Gespräch Position beziehen, um so andere Standpunkte zu verstehen.

Die Schüler sollen befähigt werden, in der Formulierung einer eigenen Meinung, im Sprechen und Schreiben, im Ergründen und Urteilen eine Schreib- und Gesprächskultur einzuüben, die durch konstruktive Auseinandersetzung geprägt ist. Sie sollen sich möglichst vielseitig orien­tieren, Alternativen abwägen können, in der Auseinandersetzung mit den oben genannten Fächern und im Gespräch Position beziehen, um so andere Standpunkte zu verstehen.

Angestrebt werden soll auch eine jeweils angemessene schriftliche Verarbeitung, die weniger ein reproduzierendes Stichwortwissen spiegelt, als auf eine strukturierte sprachliche Aufarbei­tung des Erkannten bzw. Verstandenen abzielt. Dabei wird vom Anfangsunterricht bis in die Oberstufe die Entwicklung der psychosozialen Faktoren der Persönlichkeit der Schüler zu be­achten sein. Die Entwicklung ihrer Lern- und Denkfähigkeit erfordert eine zu immer mehr Selbstständigkeit führende Anleitung..

Ziele sind die Studierfähigkeit bzw. eine orientierende Berufsvorbereitung; diese bestehen aber nicht in einer irgendwie definierten Summe von angesammelten Kenntnissen, sondern vielmehr in der Fähigkeit, selbstständig neues Wissen und neue Gesichtspunkte zu verstehen und anzuwenden - im Rahmen einer geordneten Gesamtsicht der Fachaspekte. Eine aus­schließlich fachspezifische Sicht sollte dabei vermieden werden. Dieser fächer­über­greifende Aspekt erfordert von den beteiligten Lehrkräften eine möglichst weitgehende Kooperation.

6.2.1. Katholische und Evangelische Religionslehre

Was unsere Fachschaft auszeichnet:

  • Wir stellen christlichen Glauben verständlich dar und zeigen seine Bedeutsamkeit für die Lebenspraxis.
  • Wir regen an zur Suche nach dem persönlichen Lebenssinn jedes Einzelnen, indem wir bei uns und unseren Schülern die Begegnung mit sich selbst, mit anderen Menschen und Religionen und mit der Schöpfung anbahnen. Wir unterstützen das Angebot des Teams Schulseelsorge von Reflexionstagen in den verschiedenen Altersstufen.
  • Wir machen Aspekte des Glaubens erfahrbar und sprechen über das Geheimnis des Glau­bens. Die Grundlagen legen wir in dem Projekt: "Wir beten miteinander zu Gott".
  • Wir geben der persönlichen und gemeinschaftlichen Gottesbeziehung Raum durch die Feier von Gottesdiensten in den einzelnen Klassen bzw. Klassenstufen und, nach Möglichkeit, durch die Pflege von Stille, Gebet und Meditation im Religionsunterricht.
  • Wir machen vertraut mit der religiös-ethischen Kultur, die uns umgibt, anhand von grundlegenden Texten und deren Fortwirken in der Tradition.
  • Wir ermutigen Schülerinnen und Schüler, Verantwortung in sozialen Bereichen und Kir­chen­gemeinden zu übernehmen.
  • Wir verknüpfen den Unterricht mit außerunterrichtlichen Veranstaltungen (z.B. Gottes­dienste der ganzen Schulgemeinde, Gedenktage des Kirchenjahres).
  • Wir sorgen dafür, dass unsere Schülerinnen und Schüler unseren Schulpatron Albertus Magnus kennen lernen und sich mit seinem Leben und Wirken auseinandersetzen.

Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir in unserem Fach vermitteln:

  • Wir vermitteln solide Kenntnisse in den Bereichen Bibel, Ethik, Glaubenspraxis, Tradi­tionen, Weltreligionen.
  • Wir regen zu kritisch-konstruktivem Hinterfragen von Werten und Normen an.
  • Wir stellen Leben, Wirken und Bedeutung Jesu von Nazareth als Grundelement unseres Glaubens dar.
  • Wir informieren über Ausprägungen von Kirche und verdeutlichen die Wichtigkeit jedes einzelnen Christen als tragender Teil davon.
  • Wir wollen den Schülerinnen und Schülern vermitteln, sich als Teil von Gottes Schöpfung zu begreifen.

Ziele:

  • Wir vermitteln die soziale Verantwortung jedes Christen in Schule, Familie, Gesellschaft und Welt und erarbeiten hierzu projektbezogene Bausteine.
  • Wir fördern als kirchliche Privatschule die Begegnung mit geschichtlichen Zeugnissen des Glaubens und kirchlichen Lebens. Um dies exemplarisch erfahrbar zu machen, führen wir mit den Religionskursen 12 eine Exkursion nach Mainz durch.
  • Wir wollen bis spätestens 2010 Leistungskurse im Fach (evangelische und katholische) Religion etablieren.
  • Wir streben an, vermehrt Schülerinnen und Schüler für das Format der Präsentation in Religion als 5. Abiturprüfungsfach zu gewinnen.
  • Wir wollen im Religionsunterricht unsere Schülerinnen und Schüler zur Mitfeier und Mitgestaltung unserer Schulgottesdienste hinführen.
  • Wir wollen mit unseren Schülerinnen und Schülern Ökumene konkret praktizieren, z.B. durch Kooperation im Religionsunterricht und gemeinsam gestaltete Gottesdienste.

6.2.2. Erdkunde

Was unsere Fachschaft auszeichnet:

  • Das Fach Erdkunde leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur gymnasialen Allgemein­bildung.
  • "Nichts ist fähiger den gesunden Menschenverstand mehr aufzuhellen als gerade die Geographie." (Immanuel Kant, 1802)
  • Die Fachschaft Erdkunde verfolgt eine fächerübergreifende natur- wie kulturgeographische Betrachtung der Erde. Sie hat einen thematischen Aktualitätsanspruch (z.B. "Aktuelle Stunde" als Reaktion auf aktuelle Ereignisse wie Vulkanausbrüche, Katastrophen, heraus­ra­gende Naturereignisse).
  • Die Verknüpfung des menschlichen Lebens mit räumlichen Bedingungen begreifen: Land­schaftsräume werden als planbare, grenzübergreifende Handlungsräume des Menschen gezeigt.
  • Die Situation der Entwicklungsländer als eines der drängendsten ökologischen, sozialen und politischen Probleme unserer Zeit soll begriffen werden.
  • Zum Perspektivwechsel fähig sein, also die Situation anderer Länder, Kulturen, Interessen wahrzunehmen und sie in die eigene Urteilsbildung einzubeziehen.
  • Folgende Themenbereiche werden daher besonders berücksichtigt:
    • Kl.6: Kinder der Welt
    • Kl.8: Sahelzone/ Eingriffe in den Naturhaushalt
    • Kl.9: Brandrodungsbau/ -> Projekt-AG Lateinamerika

Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir in unserem Fach vermitteln:

  • Ein weltweites Orientierungsraster erstellen
  • Methoden der Raumerschließung kennen lernen, z.B. durch:
    • Beobachtungen in der Natur (Exkursionen)
    • Beobachtungen mittels Karte, Bild, Film
    • Kartierungen und Messungen (z.B. mittels einer schuleigenen Klimastation, um Klima­diagramme zu erstellen)
    • Befragungen
  • Internetrecherche
  • Fallanalyse (exemplarisches Lernen)
  • Auswertung von Bild, Film, Diagramm, Statistik, Text, Karte
  • themenorientierte Auswertung von Sachtexten (-> Deutsch, Geschichte)
  • Präsentation im Rahmen von Projektunterricht
  • freier Vortrag, mit Hilfe von Kartenmaterial, Bildern, computerunterstützt
  • Wandzeitung, Ausstellung, Facharbeit
  • Topographische Kenntnisse in thematischen Bezügen erwerben
  • Allgemeingeographische Grundkenntnisse

Wie wir schwache und starke Schülerinnen und Schüler speziell fördern:

  • Altersgerechtes Anschauungsmaterial zur Verfügung stellen
  • Vorhandensein und Einsatzmöglichkeiten verschiedener Lernmedien (OV-Projektion, Foto, Video, Internetzugang) mit aktuellen Informationen
  • Anregungen zu selbstständigem Arbeiten
  • Lernen durch Lehren
  • Lernen lernen
  • Hilfestellungen beim Recherchieren in der Flut der Medien: Fachbücher, Büchereien, Internet, Filme, Institute und Bildungseinrichtungen, Medien themen- und zielgerichtet nutzen, Graphiken, Tabellen, Texte themenbezogen auswerten

Wie wir in unserem Fach das christliche Menschenbild einbinden:

Das Bewusstsein dafür schaffen,

  • dass zur Bewahrung der Schöpfung gehört: die kritische Betrachtung von Eingriffen in den Naturhaushalt, die nachhaltige Ressourcennutzung, die gerechte Weltwirt­schaftsordnung, die Problematisierung des Nord-Süd-Konfliktes,
  • dass unser derzeitiger Lebensstandard in einem Industrieland nur auf Kosten von Leben und Naturausbeutung in Entwicklungsländern möglich ist,
  • dass die Entstehung der Welt durch verschiedene Weltbilder erklärt werden kann, die ihre jeweilige Gültigkeit besitzen (Genesis, naturwissenschaftliche Evolutionslehre, indianisches Weltbild, geozentrisches / heliozentrisches Weltbild).

6.2.3. Geschichte

Was unsere Fachschaft auszeichnet:

  • Projekte geschichtlicher Erkundung und der Besuch heimatlicher historischer Stätten, von Denkmälern und Gedenkstätten in der Umgebung, z.B. Ladenburg (Jg. 6), Maulbronn (Jg. 8), Kloster Lorsch (Jg. 8), Friedrich-Ebert-Museum (Jg. 12)
  • Eine Exkursion in das Konzentrationslager Struthof bei Straßburg ist für die Jahrgangsstufe 10,2 zukünftig 9,2 verbindlich. Für die Jahrgangsstufe 12,1 findet fakultativ eine Exkursion zum Hambacher Schloss statt.
  • Geschichte durch handwerkliche Tätigkeiten und bildlichen Darstellungen erfahrbar machen, z.B. Herstellung von steinzeitlichen Werkzeugen in Klasse 6, Herstellung von Papyrus, von Schreibmaterial und Schreibgeräten.
  • Fächerübergreifende Projekte (auch mehrtägig). Wir bieten im KOLLEG GESCHICHTE AMS geschichtsinteressierten und förderungswürdigen sowie förderungsbedürftigen Schülern der Oberstufe ein ergänzendes Kolloquium in Ge­schichte an. Die Themen umfassen alle Geschichtsepochen und dienen auch der Ver­tiefung des Unterrichts.

Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir in unserem Fach vermitteln:

  • Arbeitsaufträge verstehen und erarbeiten
  • Zu den Arbeitsaufträgen angemessene, altersgemäße Methoden der Erarbeitung wählen
  • Informationen beschaffen und erarbeiten
  • Ergebnisse formulieren und reflektieren
  • Erkundungen durchführen (z.B. durch Beobachtung; Kartierung; Messung; Befragung und Interview; Erhebung und Sammlung von Daten; Recherche; Internetrecherche; Fall­ana­lyse; Gespräch mit Zeitzeugen; Ge­spräch mit Experten; Exkursionen)
  • Umgang mit Texten und Medien einüben (z.B. bewusstes Lesen darstellender Texte; Ana­lyse von Textquellen; Analyse bildlicher Quellen und Karikaturen; Filme; Kartenarbeit; Analy­se von Berichten und Reportagen sowie Zeitungs­artikel; Analyse literarischer Texte: Märchen, Reisebeschreibungen, Biographien; Auswer­tung historischer Quellen; Auswertung von Statistiken und Diagrammen)
  • Simulation durchführen (z.B. in Form von Rollenspielen; Planspiel/Szenario; Pro-Kontra-Diskussion; Hearing; Kooperatives Lernen)
  • Gestaltung und Präsentation wie z.B. Collage; Wandzeitung; Bau von Modellen; Freier Vortrag; Erstellen einer Zeitleiste; Fotodokumentation oder Ausstellung; Gruppenvortrag; Moderation; Erstellen einer Video­dokumentation; Schriftliche Dokumentation; Reportage; Referat; Facharbeit; Computer­gestützte Präsentation; Protokoll

Wie wir in unserem Fach das christliche Menschenbild einbinden:

  • durch die Darstellung des Lebens mit und in der Kirche
  • durch die Beschäftigung mit geistlicher und weltlicher Herrschaft
  • durch die Erarbeitung der Grundlagen der Neuzeit und Europäisierung der Welt
  • durch die Thematisierung von Renaissance und Humanismus
  • durch die fächerübergreifende Analyse von Reformation und Gegenreformation
  • durch Fragestellungen zur Kolonialisierung
  • durch die Problematisierung der sozialen Frage
  • durch die Veranschaulichung des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus

Wie wir schwache und starke Schülerinnen und Schüler speziell fördern:

  • indem wir begabungsdifferenzierende Arbeitsaufträge und Arbeitszeiten einrichten
  • indem wir die einschlägigen staatlichen Richtlinien erfüllen
  • indem wir das schulinterne Förderungsblatt anwenden.

6.2.4. Politik und Wirtschaft

Was unsere Fachschaft auszeichnet:

  • Begegnung mit Vertretern der politischen Institutionen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene wie z. B. durch die jährlich stattfindende Studienfahrt Berlin mit der Jahr­gangsstufe 12, durch Erkundung des Rathauses, Befragung von Stadt- und Landes­poli­ti­kern, Podiumsdiskussion der Wahlkreiskandidaten bei Bundestagswahlen
  • Teilnahme an außerunterrichtlichen Projekten, Planspielen, Wettbewerben wie z.B. "Jugend denkt Zukunft" in Kooperation mit dem Viernheimer Unternehmen "pfenning logistics", Planspiel Börse, Bankenplanspiel, Projekt "Jugend und Wirtschaft", Projekt "Business @ School", Schülerwettbewerbe der Landeszentrale und Bundeszentrale für politische Bildung
  • Persönlichkeitsbildung, soziales Lernen und Suchtprävention durch das fächerüber­greifende, außerschulische Träger von Jugendarbeit einbeziehende ganzjährige Projekt "Erleben macht Schule" und "Lions Quest" in Klassenstufe 7
  • Friedenserziehung z. B. durch Streitschlichtungsübungen, Exkursionen zu Gedenkstätten
  • Werteerziehung und Erziehung zu mündigen, aktiven und verantwortungsvollen Staats­bürgern z.B. durch Besuch einer Gerichtsverhandlung in Klassenstufe 8
  • Berufsorientierung durch Organisation von Betriebspraktika auch im Ausland

Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir in unserem Fach vermitteln:

  • Arbeitsaufträge verstehen und erarbeiten.
  • Den Arbeitsaufträgen angemessene Methoden zur Erarbeitung wählen.
  • Informationen beschaffen und erarbeiten.
  • Ergebnisse formulieren und reflektieren.
  • Unterschiedliche Formen von Erkundungen einüben
  • Umgang mit Texten und Medien einüben
  • Simulationstechniken kennen lernen und durchführen
  • Formen von Präsentationen einüben

Wie wir in unserem Fach das christliche Menschenbild einbinden:

  • Wir halten die Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung an.
  • Wir erziehen die Schülerinnen und Schüler zur Verantwortung gegenüber sich selbst und ihren Mitschülern.
  • Wir fördern die Auseinandersetzung mit ethischen Grundsätzen in Wirtschaft und Politik und machen die Schülerinnen und Schüler auch mit den Positionen der Kirche (Papst, Vatikan, Bischofskonferenz etc.) vertraut.
  • Wir thematisieren Not und Leid, die durch Kriege, Gewalt und Ungleichheiten verursacht werden, und überlegen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Mittel und Wege der Linderung.
  • Wir ermutigen die Schülerinnen und Schüler zu einer kritischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Wirtschaftsordnungen insbesondere unter dem Aspekt sozialer Gerechtigkeit

6.2.5. Ethik

Was unsere Fachschaft auszeichnet:

Das Fach Ethik bietet den Schülern die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit den philosophischen und religiösen Grundlagen des menschlichen Selbst- und Weltverständnisses. Damit bietet das Fach nicht getauften Schülern, die dies nicht im Rahmen eines konfessionell gebundenen Lehrplans tun wollen, die Möglichkeit, sich mit diesem für ihre Sozialisation wichtigen Themenfeld auseinanderzusetzen.

Uns ist es wichtig, dass sich alle Schüler mit dem christlich-humanistischen Weltbild auseinander setzen, unabhängig von ihrer kulturellen und religiösen Prägung. Der durch seine pluralistische Werteorientierung gekennzeichnete Ethikunterricht bietet den Schülern hierzu die Möglichkeit, sich authentisch einzubringen. Daher ist es für uns unverzichtbar, dass das Fach Ethik bereits ab Klasse 5 grundsätzlich durchgängig unterrichtet wird.

Wir legen vor allem in der gymnasialen Oberstufe Wert auf folgende interdisziplinäre Ausrichtung: Gentechnik, Wirtschaftsethik, Bioethik, Medizinethik, Umweltethik.

Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir in unserem Fach vermitteln:

In Klasse 5:

  • Natürliche und soziale Abhängigkeiten bzw. Pflichten und ihre Grundlagen, die sich in unseren christlichen Vorstellungen über die Bedeutung von Familie, die Zehn Gebote und die Goldene Regel manifestieren
  • Geschichte und Praxis der monotheistischen Religionen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den ethischen Prinzipien des Christentums, des Judentums und des Islam

In Klasse 6:

  • Veränderungen beim Erwachsenwerden, spezifiziert an den Themen Freundschaft, Liebe, Selbstannahme und Missbrauch
  • Verantwortung in der Gesellschaft - vor allen die christliche Verantwortung für die Eine Welt, Verantwortung für sich und für die anderen, Mut zum Widerstand, Konfliktlösung

In Klasse 7:

  • Sinnfrage und Weltbilder in Hinblick auf Abschiednehmen, Jenseitsvorstellungen, Gegenüberstellung von guten und bösen Kräften und auf eine kritische Auseinandersetzung mit Sekten
  • Weltreligionen im Dialog über das Menschen- und Weltverständnis

In Klasse 8:

  • Menschenrechte und Gesellschaft: Zusammenhang zwischen Rechten und Pflichten des Menschen, Bedeutung der Grundrechte des Menschen im GG und die christliche Position zu Egoismus und Ungerechtigkeiten in der gegenwärtigen Welt
  • Verantwortung im Umgang mit Natur, Technik und Medien unter dem Aspekt der Bewahrung der Schöpfung

In Klasse 9:

  • Gewissen und Moral: Das Gewissen in theologischer, anthropologischer und soziologischer Deutung. Differenzierung von Wahrheit und Lüge (z.B. christliche Widerstand gegen den Nationalsozialismus)
  • Liebe, Partnerschaft, Ehe und Familie vor allem im christlichen Verständnis. Einführung von Eros, Agape und Karitas sowie Vergleich der Sexualethik des Christentums mit anderer Religionen
  • Sinnsuche zwischen Glück und Tod mithilfe von verschiedenen Glücksvorstellungen, Auseinandersetzung mit Sterbehilfe und Abreibung

In Klasse 10 - 12:

  • Das Streben nach Glück als Handlungsmotivation erkennen und sich damit kritisch auseinandersetzen zur eigenen Standortfindung (z.B "Spaßgesellschaft", Epikur, Stoa, Kant, E. Fromm)
  • Kenntnisse und kritische Reflexionsfähigkeit von religiös motiviertem Handeln am Beispiel der Weltreligionen Christentum, Judentum, Islam / (Buddhismus)
  • Diskursfähigkeit bei ethischen Fragestellungen (z.B Habermas, Kant, Platon)
  • Fähigkeit, allgemeine moralische Urteile kritisch zu hinterfragen und mithilfe erworbener Kenntnisse aus den verschiedenen ethischen Strömungen selbst zu einer Urteilsfindung zu kommen (Gesinnungsethik, Verantwortungsethik)
  • Im Umgang mit moralischen Normen ihre Relativität zu erkennen (Utilitarismus, Relativis­mus)
  • Freiheit im Handeln und Gerechtigkeitsdenken als Basis und Herausforderung für Verantwortung begreifen und sich dieser kritisch zu stellen (Gerechtigkeitstheorien, Widerstand, Schuld, Straftheorien)

Wie wir in unserem Fach das christliche Menschenbild einbinden:

Die Fachschaft Ethik an der AMS, einer Schule in kirchlicher Trägerschaft, sieht sich über ihr Curriculum im Einklang mit dem Bildungsauftrag der hessischen Landesverfassung und der Zielsetzung der kirchlichen Grundordnung. Die Inhalte basieren stets auf dem christlich-humanistischen Menschen- und Weltbild.

Curriculum des Fachs Ethik:

Die Fachschaft Ethik hat unter Berücksichtigung des Lehrbuches "Ethik" (Cornelsen) und des Übergangsprofils zur gymnasialen Oberstufe folgendes Curriculum verabschiedet:

  • Klasse5:
    1. In Absprache mit der Lerngruppe wir aus folgenden Themen eine Auswahl getroffen: Zusammenleben im Alltag; Entscheiden und Handeln; Menschen, die unsere Hilfe benötigen; Nachdenken über Glücklichsein; Gewalt als Lösung von Konflikten; Fremd und abgelehnt; Verantwortung für die Mitwelt; Für eine Welt mit mehr Gerechtigkeit;
    2. Feste verstehen lernen; Juden, Christen und Muslime haben eine gemeinsame Geschichte;
  • Klasse 6: Als Mensch in diese Welt gestellt; Vom Erwachsenwerden; Liebe, Freundschaft, Sexualität; Konflikte lösen; Sich begegnen; Verantwortlich Handeln;
  • Klasse 7: Menschenbilder; Nach dem Sinn fragen; Weltbilder im Angebot; Religionen entdecken; Vier Weltreligionen; Im Glauben mit-, neben- oder gegeneinander;
  • Klasse 8: Wozu brauchen wir Menschenrechte?; Heimat oder Fremde?; Tatort Gesellschaft; Risiko Mensch und Natur?; Technik und (k)ein Ende?; Medien und  Wirklichkeit?;
  • Klasse 9: Gewissen und Verantwortung; Moral kritisch betrachtet; Ins Nachdenken kommen; Freundschaft, Partnerschaft und Familie; Ins Nachdenken kommen; Auf der Suche nach Glück und Sinn; Lebendiges vom Tod;

Für den Unterricht in der Sekundarstufe II ist der Lehrplan Ethik des hessischen Kultusministeriums maßgeblich.
Folgende Themen werden demgemäß behandelt:

  • Glück - eudaimonistische Begründung verantwortlichen Handels
  • Religiöse Sinngebung des Lebens - Begründungen verantwortlichen Handelns in den Religionen
  • Menschenbilder in der Philosophie und Wissenschaft - anthropologische Voraussetzungen verantwortlichen Handelns
  • Vernunft und Gewissen - Normen setzende Begründungen verantwortlichen Handelns
  • Recht und Gerechtigkeit in Gesellschaft, Staat, und Staatengemeinschaft - gerechtigkeits­bezogene Begründungen verantwortlichen Handelns

6.3. Vorwort zu den Fachprofilen des Fachbereichs III

Die Mathematik ist das Kernfach dieses Fachbereiches. Der mathematisch - naturwissen­schaftliche Unterricht bildet die dritte Säule im Bildungsangebot unserer Schule.

Jeder Schüler/jede Schülerin wird bis zum Abitur mit mindestens 4 Wochenstunden in Mathe­matik unterrichtet und hat im Abitur eine Prüfung in Mathematik abzulegen. Für die Entwicklung und Festigung der erforderlichen mathematischen Qualifikationen ist der sichere Umgang mit mathematischer Sprache und mathematischen Modellen von heraus­ragender Bedeutung. Die Mathematik soll den Schülerinnen und Schülern als Hilfe zum Verstehen der Umwelt, als Geistesschulung und als deduktives Gedankengebäude nahe gebracht werden.

Für alle Schülerinnen und Schüler der AMS besteht daneben die Verpflichtung, die drei klassischen Naturwissenschaften -Biologie, Chemie, Physik- bis einschließlich Klasse 11 zu besuchen und sich mit ihnen konzeptionell und experimentell auseinander zu setzen. Fächer­über­greifende Aspekte innerhalb der Naturwissenschaften sind dabei für uns selbst­verständlich, doch auch Aspekte anderer Fachbereiche kommen an gegebener Stelle zur Sprache.

Die Vermittlung von fundierten Grundkenntnissen (Sachkompetenz) im naturwissen­schaft­lichen Bereich ist Ausgangspunkt für eine kritische Auseinandersetzung mit den Phänomenen der Natur, die neben der qualitativen Dokumentation auch eine quantitative Auswertung mit Hilfe mathematischer Verfahren erfahren. Wir legen bei unserer Arbeit beson­deren Wert auf Methoden der genauen Beobachtung, Dokumentation und der exakten Auswertung. Experi­mente stehen soweit möglich und zulässig im Zentrum naturwissen­schaftlicher Arbeit (Selbsttätigkeit und Methodenkompetenz).

Neben fachspezifischen Arbeitstechniken und Methoden steht problemlösendes Denken im Mittelpunkt des Unterrichts. Die Schüler sollen, unter Einbeziehung des Wertesystems unserer Gesellschaft lernen, angemessene Entscheidungen zu treffen, um verantwortlich und sach­gemäß handeln zu können (Handlungskompetenz).

Ergänzt wird der naturwissenschaftliche Unterricht durch die Möglichkeit im Wahlpflicht-Bereich der Klassen 8 und 9 zusätzliche Angebote (auch bilinguale) zu machen.

6.3.1. Mathematik

Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten, die die Schüler und Schülerinnen der erwer­ben sollen:

Die Schüler und Schülerinnen sollen durch den Mathematikunterricht

  • zu logischem, struktu­riertem Denken befähigt werden. Das wird durch das Entdecken, Begreifen und Hinter­fragen innermathematischer Strukturen und Zusammenhänge er­reicht;
  • die Erkenntnis gewinnen, dass Mathematik in erheblichem Maße zum Welt- und Umwelt­verständnis beitragen kann. Das wird durch Anwendungsaufgaben und Mathematisches Modellieren, insbesondere in der Klasse 9, sowie in der Sekundarstufe II erreicht.
  • Problemlösefähigkeit und die Fähigkeit zur Selbstständigkeit und Beharrlichkeit erwerben. Schritte dazu sind z.B. Musteraufgaben mit Lösungen, Erarbeiten eines Kataloges von Lö­sungs­ansätzen und die permanente Wiederholung von Rechentechniken.
  • Befähigt werden, mit anderen Schülern zusammenzuarbeiten. Wir befürworten ausdrück­lich Partner- und Gruppenarbeit. Leistungsstärkere Schüler bzw. Schülerinnen helfen den Leistungs­schwächeren. Das fördert nicht nur die mathematischen Fertigkeiten, sondern auch die Entwicklung sozialer Bindungen in der Klasse.
  • Befähigt werden, Arbeitsergebnisse in Form und Inhalt angemessen darzustellen.
  • Die Fähigkeit erwerben, den eigenen Kenntnisstand kritisch zu reflektieren und selbst­ständig aus Fehlern zu lernen.

Liste der Fertigkeiten:

Klasse 5:

  • Stellenwertsysteme
  • Rechengesetze im Bereich der natürlichen Zahlen
  • Teilbarkeitsregeln, größter gemeinsamer Teiler, kleinstes gemeinsames Vielfaches
  • Umrechnen von Größen
  • Strecke, Strahl, Gerade, parallel, senkrecht, ebene Figuren, Körper
  • Flächeninhalt und Umfang von Rechtecken
  • Volumen und Oberflächeninhalt von Quadern
  • Winkel messen und zeichnen

Klasse 6:

  • Grundrechenarten für Brüche
  • Grundrechenarten für Dezimalbrüche
  • Umwandlung: Brüche - Dezimalbrüche
  • Grundaufgaben der Prozentrechnung
  • Kongruenzabbildungen: Parallelverschiebung, Achsen- und Punktspiegelung, Drehung
  • Konstruktion von Mittelsenkrechten, Winkelhalbierenden, Seitenhalbierenden und Höhen im Dreieck
  • Kongruenzsätze für Dreiecke
  • Winkel an Geradenkreuzungen
  • Winkelsumme im Dreieck und n-Eck
  • Flächeninhalt von Dreiecken, Parallelogramm und Trapez
  • relative Häufigkeit, Laplace-Wahrscheinlichkeit
  • Baumdiagramm: Pfadmultiplikations- und Pfadadditionsregel

Klasse 7:

  • Rechnen mit rationalen Zahlen
  • Proportionale Zuordnungen und Dreisatz
  • Antiproportionale Zuordnungen und Dreisatz
  • Zinsrechnung
  • Konstruktion von Dreiecken und Vierecken
  • Flächeninhalt und Umfang des Kreises
  • Satz des Thales
  • Lagemaße der beschreibenden Statistik

Klasse 8:

  • Termumformungen
  • Binomische Formeln
  • Lösen von linearen Gleichungen
  • Lösen von linearen Ungleichungen
  • Lineare Funktionen
  • Lösen von linearen Gleichungssystemen
  • Definition und Rechnen mit Quadratwurzeln
  • Satz des Pythagoras, Kathetensatz, Höhensatz
  • Volumen und Oberfläche von Prisma und Zylinder
  • Zentrische Streckung, Strahlensätze

Klasse 9:

  • Lösen quadratischer Gleichungen
  • biquadratische Gleichungen, einfache Wurzel- und Bruchgleichungen
  • Quadratische Funktionen
  • Rechnen mit Potenzen
  • Potenzgleichungen
  • Potenz- und Wurzelfunktionen
  • Dreieckberechnungen an rechtwinkligen Dreiecken
  • Sinus- und Kosinussatz
  • Trigonometrische Funktionen (sin, cos)
  • Volumen und Oberfläche von Pyramide, Kegel und Kugel
  • Mehrstufige Zufallsversuche und Abzählverfahren

Was zeichnet unsere Fachschaft aus? Was ist für uns unverzichtbar?

Permanente Wiederholung von Rechentechniken in der Sekundarstufe I gemäß folgender Konzeption:

  • Die Liste der Fertigkeiten ist Grundlage des Wiederholens und wird den Schülern in der fünften Jahrgangsstufe ausgeteilt.
  • Ab der Jahrgangsstufe 6 wird zu Beginn des Schuljahres im Umfang von ca. 6 Unter­richtsstunden eine bewertungsfreie Übungseinheit durchgeführt. Diese soll den Schülern eine Rückmeldung über ihren aktuellen Kenntnisstand geben und zur wiederholenden Vertiefung anregen.
  • Jeder Schüler ab der 5.Klasse arbeitet mit einer Sammlung der Regeln und Aufgaben für die Liste der Fertigkeiten, z.B. in Form einer Lernbox (Karteikarten), eines Regelheftes, einer Computerdatei, der KLSoft-Datei o.ä., um später das selbstständige Wiederholen zu ermöglichen. Die Eltern werden an den Elternabenden über das Verfahren informiert.
  • Vor jeder Klassenarbeit nennt der Fachlehrer bis zu drei Themen aus der Liste der Fertig­keiten, aus denen ca. 20% der Aufgaben der Arbeit als Wiederholungsaufgaben gestellt werden. Diese Regelung gilt nicht für die Vergleichsarbeiten.

Im Mathematikunterricht wird ein besonderer Wert auf neue Aufgabentypen wie offene bzw. geöffnete Aufgaben im Sinne des SINUS-Projektes gelegt, gekoppelt mit angemessenen Unterrichtsformen. Die Fachschaft zeichnet sich durch regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen aus. Die Teilnahme aller Schüler und Schülerinnen an den freiwilligen Mathematikwettbewerben ist wünschenswert.

Wie können wir schwachen und hervorragenden Schülern die geeignete Förderung in unserem Fach zukommen lassen?

In allen Jahrgangsstufen soll leistungsdifferenziert unterrichtet werden, um Stärken zu fördern und Schwächen abzubauen. Im Anfangsunterricht der 5.Klasse wird eine Zusammenarbeit mit den Grundschulen ange­strebt. Hervorragende Schüler werden durch die Teilnahme an Wettbewerben (Mathematik-Olympia­de, Tag der Mathematik, Bundeswettbewerb Mathematik) und durch außerschulische Aktivi­täten im Zentrum für Mathematik (u.a. Samstagsakademie) gefördert.

Wo sehen wir im Unterricht Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit dem christlichen Menschenbild:

Verbindliche Einbindung philosophischer Aspekte in das Schulcurriculum:

  • Die Axiomensysteme der Mathematik liefern keine absoluten Wahrheiten.
  • Aufzeigen von Erkenntnisgrenzen, z.B. bei der Behandlung von Primzahlen.
  • Der Unendlichkeitsbegriff

Aufzeigen des Missbrauchs von Naturwissenschaften und Mathematik, z.B. für kriegstech­nische Entwicklungen und manipulierende Statistiken. Eine Maxime unseres Unterrichts ist: Wir sagen zu den uns anvertrauten Kindern: "Du brauchst keine Angst zu haben, wir bringen alle Kräfte auf, Dich in den Stand des Könnens zu versetzen."

6.3.2. Biologie

Was unsere Fachschaft auszeichnet:

  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen:
    Vornehmlich die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe machen Exkursionen, z.B. zu Merck, BASF, Universität Heidelberg, Deutsches Krebsforschungszentrum etc.; in anderen Klassenstufen werden zoopädagogische Angebote wahrgenommen.
  • Integration tagesaktueller Themen in den Unterricht
  • Besuch fachbezogener Fortbildungsveranstaltungen
  • fachlicher und methodischer Austausch zwischen den Kolleginnen und Kollegen und fächerverbindende Teamarbeit: Es erfolgt ein inhaltlicher und methodischer Austausch zwischen den Fachkollegen. Es be­steht eine Zusammenarbeit zwischen dem Fach Biologie und Sport oder Biologie und Umwelt AG (Biotop­vernetzungs-Konzept). Reflexion ethischer Fragestellungen, die sich aus moderner naturwissenschaftlicher Forschung und Anwendung ergeben, erfolgt zwischen den Kollegen der Biologie und Religion und Ethik.
  • Angleichung der biologischen Fachräume an den Standard staatlicher Schulen des Kreises
  • Systematischer Zugang an den Stoffplan (inneren Zusammenhang vermitteln), keine Aneinanderreihung von Einzelphänomenen, sondern ein aufbauender Weg: Es wird vielfach vom Kleinen zum Großen hierarchisch geordnet, z.B. in der Klassen 5 von der Zelle über Gewebesysteme, Organe zum Gesamtorganismus; in der Klasse 9 innerhalb des Blut­systems, des Nervensystems und des Immunsystems entsprechend. In der Oberstufe gehen die Betrachtungen z.B. in der Ökologie vom Organismus über Population, Biozönose, Ökosystem bis zur Biosphäre
  • kritische Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der naturwissenschaftlichen Erkennt­nisgewinnung sowie deren modellhaften Darstellung; ehrlicher und offener Umgang mit den Grenzen der Erkenntnis in Theorie und Praxis: Vornehmlich in der Oberstufe findet die Herleitung und Auseinandersetzung z.B. mit den Evolutionstheorien unter dem Gesichts­punkt des aktuellen Wissenschaftsstandes statt, auf der besonderen Grundlage des christ­lichen Weltbildes. Die Schüler diskutieren die gleichen naturwissenschaftlichen Ansätze mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Bezügen
  • Faszination für die Genialität der Natur wecken: In der Klasse 6 z.B. erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass die Lebewesen in Körperbau und Lebensweise optimal an ihren Lebensraum angepasst sind. Nicht verwandte Tiere zeigen unter gleichen Umweltbe­dingungen die gleichen Körperanpassungen; dieser Aspekt wird in der Oberstufe im Rahmen der Ökologie und Evolution vertieft
  • Förderung der Beobachtungs-, Beschreibungs- und Analysefähigkeit: Z.B. in der Klasse 5 werden Bestimmungsübungen an umliegenden Bäumen durchgeführt und biologi­sches Arbeiten grundgelegt. In der Oberstufe erfolgt die Diskussion und Auswertung von Dia­grammen. Im Rahmen der Ökologie der Klassen 7 und 11 werden Untersuchungen im schuleigenen Teich und in nahe gelegenen Biotopen durchgeführt
  • Integration der Schülerinnen und Schüler in die Unterrichtsgestaltung (z.B. LdL): In allen Stufen üben die Schülerinnen und Schüler Präsentieren und Vortragen, z.B. über die Haus­tierhaltung in der 5.Klasse. Der Tag der offenen Tür wird von Schülerinnen und Schülern verschiedener Klassenstufen mitgestaltet

Wie wir in unserem Fach das christliche Menschenbild einbinden:

  • Naturbeobachtung im Sinne von Albertus Magnus
  • den Menschen als Teil der Natur begreifen
  • verantwortlicher Umgang mit der Schöpfung (Natur und Mensch)
  • die Natur im Spannungsfeld zwischen Zufall und Schöpfung einordnen
  • Diskussion der Auswirkungen des menschlichen Eingreifens in die Natur, z.B. Züchtung und Genmanipulation, Schadstoffeinträge in Ökosysteme etc.

Die Umsetzung des Curriculums erfolgt auf der Grundlage des von dem Bischöflichen Ordinariat verabschiedeten profilspezifischen Lehrplans für Biologie.

6.3.3. Chemie

Was unsere Fachschaft auszeichnet:

  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen, z.B. Merck, BASF, GSI, TUD, Uni HD sowie verschiedenen Technikmuseen
  • Empfehlung der Teilnahme an chemischen Angeboten an den Unis in Darmstadt und Heidelberg, z.B. Vorträge, Vorlesungen, Seminare, Praktika oder das "Life Science Lab"
  • Empfehlung der Teilnahme an chemischen Wettbewerben, z.B. Jugend forscht, Chemie Olympiade oder das Nano-Camp, Chemie mach mit und Dechemax.
  • Empfehlung von Büchern und Software zum Aufarbeiten von Defiziten sowie zum interessengeleiteten Eigenstudium
  • Integration tagesaktueller Themen in den Unterricht, z.B. bei bahnbrechenden chemischen Entdeckungen oder Chemieunfällen
  • Besuch fachbezogener Fortbildungsveranstaltungen sowie inhaltlicher und methodischer Austausch zwischen den Fachkollegen
  • achübergreifender und fächerverbindender Unterricht, speziell im Biologie- und Chemie­unterricht der Einführungsphase
  • Angleichung der Chemiefachräume an den Standard staatlicher Schulen des Kreises

Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir in unserem Fach vermitteln:

  • keine Aneinanderreihung von Einzelphänomenen, sondern ein aufbauender Weg mit systematischem Zugang an den Stoffplan, z.B. die zentrale Stellung des Periodensystems, die Bindungstypen sowie die Stoffklassen organischer Verbindungen
  • Planung, Durchführung, Auswertung und Präsentation von Experimenten, z.B. zu verschie­denen Stoffklassen, Reaktions-Typen und Mechanismen
  • kritische Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der naturwissenschaftlichen Erkennt­nisgewinnung sowie deren modellhaften Darstellung, insbesondere beim Atombau
  • ehrlicher, offener Umgang mit den Grenzen der Erkenntnis in Theorie und Praxis, z.B. bei ungeklärten Phänomenen oder experimentell nicht nachvollziehbaren Vorgängen
  • Faszination für die Genialität der Natur wecken, z.B. Kristalle, Farbenspiele oder die Feinabstimmung der biochemischen Vorgänge des Stoffwechsels
  • Förderung der Beobachtungs-, Beschreibungs- und Analysefähigkeit, besonders bei der Anfertigung von Versuchsprotokollen
  • Integration der Schülerinnen und Schüler in die Unterrichtsgestaltung, z.B. durch die Methoden "LdL" (Lernen durch Lehren) oder das Lernen an Stationen
  • Förderung der Sozialkompetenz durch das Experimentieren in Kleingruppen, soweit die räumlichen und stundenplantechnischen Voraussetzungen gegeben sind

Wie wir in unserem Fach das christliche Menschenbild einbinden:

  • verantwortlicher Umgang mit der Schöpfung, z.B. durch sparsamen Umgang mit Energie und Ressourcen sowie einem Entsorgungskonzept, das die Umweltbelastung durch Gift­stoffe minimiert
  • Diskussion der ethischen Auswirkungen menschlicher Eingriffe in die Natur, z.B. bei der Kernenergie

6.3.4. Physik

Was unsere Fachschaft auszeichnet:

  • Erziehung zum selbstständigen Handeln durch Haus- und Schulversuche und praktisches Arbeiten
  • Kontakte zu Hochschulen
  • Umwelterziehung im Themenkreis Energie in Klasse 9
  • ein jährlich stattfindender Leistungskurs
  • Computersimulationen und Messwerterfassungen; PC-Bildschirmexperimente als Ergän­zung zu Schülerversuchen; Physik Applets (kleine PC-Simulationsprogramme); Einsatz von Cassy (System zur Messwerterfassung mit dem Computer)

Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir in unserem Fach vermitteln:

  • Erziehung zu analytischem Denken und zur Modellbildung (Erkenntnisgewinnung)
  • Physik als Hilfe zum Welt- und Umweltverständnis erfahren
  • ein positives Bild von Physik und der Beschäftigung mit Physik erwerben und Physik als mögliches Berufsfeld erkennen
  • in Physik gehen wir von Natur- oder Technikphänomenen aus und stellen in Form von Experimenten Fragen an die Natur/Technik. Aus den Interpretationen dieser Experimente bilden wir Modelle, um die Phänomene zu beschreiben. Wir reflektieren die Tragweite der Modelle

Wie wir schwache und starke Schülerinnen und Schüler speziell fördern:

  • Die Schülerinnen und Schüler führen in der Schule und zu Hause selbstständig Versuche durch
  • Referate werden vergeben
  • Schülerinnen und Schüler mit Schwächen werden durch handlungsorientierten Unterricht gefördert

Wie wir in unserem Fach das christliche Menschenbild einbinden:

  • Problematik: Der Physiker vor der religiösen Frage bei der Auseinandersetzung mit Modellen
  • Quantenphysik und Philosophie
  • Die gesellschaftliche und moralische Verantwortung des Naturwissenschaftler

6.3.5. Informatik

Die gesellschaftliche und berufliche Wirklichkeit ist von digitalen Strukturen und Prozessen geprägt, die das Verhalten des Einzelnen manipulativ beeinflussen können. Es ist daher notwendig Schülern einen selbstbestimmenden Zugang zu diesen Techniken und einen verantwortungsbewussten Umgang mit diesen Medien zu vermitteln. Dies ermöglicht selbst Einfluss auf Struktur und Inhalt der eingesetzten Techniken auszuüben.

Die im Schulfach Informatik vermittelten Inhalte sollen einen groben Überblick über die in der Berufswelt bzw. im Studium dringend benötigten informationstechnischen Kenntnisse vermitteln (IT-Basiswissen).

In der Jahrgangsstufe 11 liegt der Schwerpunkt des Unterrichts auf der Vermittlung des Verständnisses von Strukturen und Techniken des Internets.

  • (X)HTML/CSS, Sicherheitsaspekte, Protokolle, Prinzipien der Clint-Server-Prorammierung
  • grundlegende Techniken der Programmierung (Schleifen, Verzweigungen, etc.).

Von den unterschiedlichen Paradigmen in der praktischen Informatik soll in der Jahrgangsstufe 12 insbesondere der objektorientierte Ansatz realisiert werden. Hierfür ist die Verwend­ung der Sprache JAVA bestens geeignet. Sie ist für Anfänger relativ überschaubar, vollständig objektorientiert und plattformübergreifend. Zudem sind alle Programme auch für Schüler kostenlos erreichbar.

Inhaltliches Ziel des Unterrichts in dieser Jahrgangstufe ist die Einführung

  • n die Entwicklung von Algorithmen
  • in das Erstellen und das Analysieren von einfachen und komplexen Datenstrukturen

Im Rahmen der Folgethemen der Jahrgangsstufen 12 und 13 sollen diese Ansätze spiralför­mig erweitert werden.

Zusätzlich soll darüber hinaus in einem anwendungsorientierten Ansatz ein neuer paradigma­tischer Ansatz angelegt werden. Hierzu eignen sich zum Beispiel die Datenbankabfrage­sprache SQL.

Außerdem sollen auch Themen aus dem Bereich der technischen und der theoretischen Informatik, sowie der Netzwerktechnik1 Berücksichtigung finden, sodass die Schüler insge­samt bei einem gleichmäßig wachsenden Anspruchs- und Komplexitätsniveau zu breiter angelegten Fragestellungen, praxisrelevanten Unterrichtsergebnissen und zu zunehmend soliden Reflexionsmöglichkeiten informatikspezifischen Arbeitens geführt werden.

  • Bedeutung und Aufbau einfacher Endlicher Automaten (Entwicklung eines Automaten aus einfachen Gattern, Simulation von Automaten)
  • Erstellen und Abfragen von linearen Listen
  • Kellerautomaten oder Verschlüsselungsverfahren oder Bäume

6.4. Sport

Was unsere Fachschaft auszeichnet:

  • Regelmäßige Teilnahme an und Durchführung von Wettkämpfen wie z.B. Jugend trainiert, Bundesjugendspiele, Schulturniere u.a.
  • Sportspieltage (Spielfeste, Projekttage)
  • Erwerb des Sportabzeichens von vielen Schülerinnen und Schülern
  • Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (Talentfördergruppe, Krankenkasse)
  • Entwicklungsförderung durch Bewegung und Spiel
  • Einfordern von "Fitness"
  • Freiwilliges Sporttreiben in der Freizeit - lebenslang
  • Breite Angebotspalette

Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir in unserem Fach vermitteln:

Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erweitern:

  • materiale und leibliche Erfahrungen
  • differenzierte Wahrnehmung körperlicher Befindlichkeiten
  • Sensibilität, Verantwortlichkeit und Kompetenz im Umgang mit der eigenen Körperlichkeit und der Körperlichkeit anderer Menschen
  • Erfahrung der Veränderbarkeit vorgegebener Bewegungsmuster und Bewegungsräume
  • Einsicht in den Zusammenhang zwischen sportlicher Betätigung und Körperempfinden
  • Einsicht in den Zusammenhang zwischen Körperhaltung und Körpersprache
  • Einsicht in den Zusammenhang zwischen differenzierter Wahrnehmung und kreativer Bewegungsgestaltung

Sich körperlich ausdrücken, Bewegung gestalten:

  • Ausdrucksformen wie Sprache, Musik, Rhythmus - auch improvisierend - in Bewegung umsetzen
  • eigene Empfindungen oder vorgegebene Themen phantasievoll durch Bewegung gestalten und sichtbar machen
  • der Körper als Träger von Botschaften der Person
  • kritische Ausarbeitung moderner Erscheinungsformen von Körpersprache
  • Thematisierung kulturspezifischer Unterschiede in der Verwendung und Bedeutung des Kör­pers

Etwas wagen und verantworten:

  • Empfindung von Spannung oder Genuss durch eine gelungene Handlung
  • realistische Einschätzung eigener Fähigkeiten und ihrer Grenzen
  • der Erlebnisgehalt von Jugendkulturen durch Wagnissituationen
  • bewusstes und umsichtiges Abwägen von Risiken und Wagnissituationen
  • Mut zum Neinsagen
  • umsichtiger Umgang mit der eigenen und der Gesundheit anderer in Wagnis- und Erlebnis­situationen

Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen:

  • Erarbeiten eines langfristig und kontinuierlich auf ein Leistungsoptimum ausgerichteten Prozesses des Übens und Trainierens
  • Planung, Organisation, Durchführung und Reflexion von Übungs- und Trainingsprozessen
  • kritische Auseinandersetzung mit dem Leistungsbegriff
  • Abgleich des Leistungsbegriffs mit individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Lei­stungs­orientierung bei unterschiedlichen, z. B. geschlechtsspezifischen Maßstäben
  • normorientierte Leistungsbewertung

Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen:

  • differenziertes Regelverständnis und Festigung des Regelbewusstseins in typischen Situati­onen des Sports
  • Erfahrungen und Kenntnisse über die sozial verträgliche Gestaltung sportlichen Handelns
  • Kompetenz zur Gestaltung von Kooperations- und Konkurrenzsituationen in Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten
  • Befähigung zur Übernahme und verantwortlichen Ausübung unterschiedlicher Funktionen im Sport
  • aufgeschlossener Umgang mit gegenwärtig nicht mehr geläufigen oder fremden Bewegungskulturen

Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln:

  • Kennenlernen der Möglichkeiten, Bewegung, Spiel und Sport als Beitrag zu einer gesunden Lebensführung zu erfahren
  • Förderung der Gesundheit durch physische, psychische, soziale und ökologische Aspekte
  • Einblicke in gesundheitliche Risiken und Gefahren des Sporttreibens
  • Erwerb gesundheitlicher Kenntnisse und Einsichten und Aneignung sich darauf beziehender Fertigkeiten und Fähigkeiten
  • Aufbau von Kompetenzen für ein gesundheitsbewusstes Sporttreiben in eigener Verant­wortung
  • Finden und Entwickeln persönlicher Vorlieben für Bewegung, Spiel und Sport zur Stei­gerung von Lebensqualität und Wohlbefinden

Wie wir schwache und starke Schülerinnen und Schüler speziell fördern:

  • Arbeitsgemeinschaften für leistungsstarke und leistungsschwache Schüler
  • differenzierte Aufgabenstellung
  • Empfehlung für sportliche Betätigung in Vereinen
  • Talentfördergruppe (Leichtathletik 4-stündig. seit Jahren etabliert)
  • Zusammenarbeit Schule / Verein

Wie wir in unserem Fach das christliche Menschenbild einbinden:

  • Miteinander / Füreinander
  • Umgangston / Umgangsformen
  • Respekt gegenüber Mitmenschen und fremdem Eigentum
  • sich verständigen und kommunizieren
  • Hilfe in allen Bereichen
  • verantwortungsbewusstes Handeln
  • Bereitschaft von Randgruppen zur sozialen Eingliederung

Ziele für die nächsten Jahre

  • Die Bildungs- und Erziehungsarbeit muss sich deutlicher als bisher an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler ausrichten und sich dabei stets der Werteerziehung verpflichtet fühlen.
  • Der Sportunterricht ist durch fachübergreifende und fächerverbindende Unterrichtsformen zu ergänzen, um vernetztes Lernen herauszufordern und zu unterstützen.
  • Neben der Vermittlung von Wissen muss dem Erwerb von Methodenkompetenz mehr Be­deutung zukommen, um besser auf Studium und Beruf vorzubereiten.

Vor dem Hintergrund einer bedenklichen Entwicklung des Sports und seiner Bedeutung in un­serer Gesellschaft gilt es, den pädagogischen Anspruch an den Schulsport stärker heraus­zuarbeiten. Der Wandel eines durch die Massenmedien geprägten und veränderten Sports stellt seine Glaubwürdigkeit zunehmend in Frage. Sport kann immer weniger als ein von vornherein positiv besetztes oder auch nur unbedenkliches System angesehen werden - das gilt vom Werteverlust in einem kommerziell ausgerichteten Hochleistungssport bis hin zum konsum­orientierten und ökologisch bedenklichen Angebot und Verhalten im Breiten- und Freizeit­sport.

Sport in der Schule muss daher auch in allen Schulstufen und Schulformen erziehender Schulsport sein:

  • Erziehender Sportunterricht hat das pädagogisch Wertvolle bei Bewegung, Spiel und Sport im Blick.
  • Erziehender Sportunterricht wirkt darauf hin, dass die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, den für sie wichtigen Sinn im Sport zu finden und ihn sich selbst, anderen und der Umwelt gegenüber verantwortungsbewusst auszuüben.
  • Erziehender Sportunterricht macht den Schülerinnen und Schülern die Mehrperspektivität sportlichen Handelns und Erlebens zugänglich (Wahrnehmung und Erfahrung, Ausdruck und Gestaltung, Wagnis und Verantwortung, Übung und Leistung, Konkurrenz und Kooperation, Gesundheit und Fitness).

Ausgangspunkt für den künftigen Sportunterricht in der Oberstufe sind nicht mehr vorrangig die Sportarten, sondern ihre Anbindung an vielfältige pädagogische Zielsetzungen. Die Inno­vationen lassen sich im Wesentlichen wie folgt zusammenfassen:

  • Der "neue Sportunterricht" formuliert seine Ziele und Aufgaben als "Pädagogische Perspektiven auf den Sport", die für die Auswahl der Inhalte und für die Gestaltung des Unterrichts bis hin zu den Lernerfolgskontrollen wirksam werden.
  • Der "neue Sportunterricht" öffnet und erweitert das Inhaltsspektrum. Die Dominanz der sportartspezifischen Fertigkeitenschulung im Unterricht tritt zugunsten mehrperspek­tivischer Zielsetzungen zurück. Die Inhalte werden nicht mehr als Auflistung von Sport­arten, sondern in Bewegungsfeldern beschrieben und entfaltet, die weit über das in Sportarten Gefasste und Fassbare hinausreichen. Außerdem werden neben fachlichen Kennt­nissen auch Methoden und Formen selbstständigen Arbeitens ausdrücklich zu Inhalten von Unterricht.
  • Der "neue Sportunterricht" fordert eine konsequente Berücksichtigung der jeweiligen schulischen Bedingungen und Möglichkeiten und die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Sie erhalten ein hohes Maß an Mitbestimmung und Mitverantwortung. Sie werden stärker als bisher zu Subjekten und Trägern des Unterrichts.
  • Die Benotung sportlichen Könnens beschränkt sich nicht auf das wettkampfgemäße Messen und Bewerten in den Sportarten, sondern bezieht auch solche Aspekte des Bewegungs­könnens ein, die sich aus dem jeweiligen Kursprofil ergeben. Außerdem gehen weitere fachliche Leistungen in die Notengebung ein, die als bedeutsame Qualifikationen für sport­liches Handeln im Unterricht sichtbar werden, wie z.B. Kooperationsbereitschaft, Krea­tivität, Einfühlungsvermögen, Beharrlichkeit, Aushalten von Frustrationen, Konzen­trations­fähigkeit und Leistungsbereitschaft.

7. Evaluation

Ziel dieses Schulprogramms ist es, Planungshilfen für das pädagogisches Handeln im Laufe der kommenden drei Jahre zu geben. Die Ergebnisse des in dieser Zeit laufenden Prozesses von Schulentwicklung wollen wir regelmäßig überprüfen. Die Erkenntnisse aus diesem reflexiven Prozess, den wir Evaluation nennen, dienen dazu, die Überarbeitung des Schul­programms vorzubereiten und insbesondere zu klären, wie sich die in unserem Schul­programm formulierten Grundsätze in Anspruch und unterrichtlicher Wirklichkeit aus Sicht der beteiligten Gruppen von Eltern, Schülern und Schülerinnen sowie der Kollegen und Kollegin­nen bewährt haben.

Zum Zwecke der Evaluation wird von der Gesamtleherkonferenz eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die Statusgruppen der Schulgemeinde wiederspiegelt. Das vorliegende Schulprogramm gilt bis zum Ende des Schuljahres 2011.